Design als Lebensgestaltung

Wenn man es genau nimmt, besteht unser ganzes Leben aus Design. Mehr oder weniger entscheiden wir bewusst:

Die Körpergestaltung ist am offensichtlichsten: Rasur, Frisur, Make up, Deodorants, After Shaves, Parfums, Duschgels, Shampos. Mittlerweile sind auch Männer ganz gut informiert und haben ihre Schränke voll mit mehr oder weniger gut ausgewählten Aufmachern.
Die Kleidung fällt fast noch eher auf: Schlampig oder gepflegt, modisch oder eher sackartig, figurbetont oder schlabbrig, schlampig, angemessen oder High Society. Kleider machen eben Leute.
Auch unser Auftreten gestalten wir bewusst. Falls meine These stimmt, kupfern wir in unseren Gesten und Redewesien mehr oder weniger unbewusst von TV-Serien ab, dazu an anderer Stelle mehr. Gestik, Mimik und Körperhaltung, Redeweise, Sprachstil, Höflichkeit, Gangart, Ausgeprägtheit der Bewegung, alles untrügliche Signale des Körpers, die durchaus wahrngenommen werden.
Wenn du es bisher nicht bewusst getan hast, dann kannst du diese Gelegenheit wahrnehmen und damit beginnen, dein eigenes Auftreten zu gestalten, wobei auftreten alles umschliesst, was ich oben genannt habe und noch wesentlich mehr. Die beiden Autoren einer Einführung in das Gestalten - van der Boom und Romero-Tejedor - meinen, dass das Leben eines Designers nicht morgens um acht anfängt und aends um 16 Uhr vorbei ist. Design ist eine Lebenseinstellung. Wer seine Wohnung einrichtet, ist ein Designer, wer seinen Arbeitsplatz gestaltet, sowieso. Deisgn ist keine Tätigkeit, sondern eine Lebenseinstellung. 
Oder anders, wenn du dich nicht selbst gut präsentieren kannst, wird keiner glauben, dass du etwas anderes präsentieren kannst.