Warum nicht arbeiten? - Philosophische Betrachtungen des Müßiggangs


1. Einleitung


Die Fortschrittspessimisten hat es immer gegeben, doch heute scheinen sie, vor allem in den Medien, an Boden zu gewinnen. Einer der bedeuternsten Unterschiede zwischen den US-Amerikanern und den Europäern scheint zu sein, dass erstere grundsätzlich optimistischer sind als die Europäer. Im Kontext der Arbeit schien der frühere Optimismus gar nicht so unangebracht, schließlich ging fast jeder technische Fortschritt mit einer Erhöhung der Produktivität einher, ein Arbeiter konnte mit weniger Arbeit mehr produzieren. Die Fabrikarbeit ist heute wesentlich leichter, sauberer und ungefährlicher, als etwa vor 100 Jahren. Heute ist schon absehbar, dass diese Form der Arbeit der Vergangenheit angehören wird, jede Form automatisierbarer Arbeit wird von Robotern übernommen werden, dies ist eher eine Frage der Kosten als der Technik. Grundsätzlich ist dieser Fortschritt zu begrüßen, denn die Fabrikarbeit ist Körper und Geist nicht zuträglich. Ein anderer Fortschritt ist, dass sich die Gesamtarbeitszeit in den westlichen Ländern wesentlich verringert hat. Dies sind soziale Errungenschaften, auf die wir mit Recht stolz sein könnten: Flächentarifverträge, Betriebsräte, angemessene Arbeitszeiten. Würden sie von einem Tag auf den anderen abgeschafft, gäbe es riesige Proteste, aber wenn sie schrittweise abgebaut werden, stört sich niemand daran. In dieser Arbeit wollen wir die Frage beantworten: Warum nicht arbeiten? Wir gehen dabei davon aus, dass es wenig Grund zur Arbeit gibt. Aufgrund der Kürze der Arbeit wollen wir nur zwei Thesen verfolgen: 1. Der Mensch ist von Natur aus kein „Arbeitstier“, er neigt eher zum Müßiggang oder zu jener Art von Arbeit, welche für seine Selbsterhaltung unvermeidlich ist. 2. Die Arbeit ist ungerecht verteilt, das System begünstigt die Vererbung von Armut und generiert per se Ungerechtigkeit. Wenn jene Thesen zutreffen, haben wir jeden Grund, nein zur Arbeit zu sagen.

2. Naturzustand und Zivilisation


Obwohl vielfach gesagt wurde, dass Rousseaus Beschreibung des Naturzustandes unzutreffend sei, lohnt es sich, einen Blick hierauf zu werfen. Interessanterweise ähnelt die Beschreibung des Paradieses im Alten Testament dem Naturzustand bei Rousseau. Adam und Eva, frei von gesellschaftlichen Konventionen, laufen durch einen Garten, der ihnen alles zur Verfügung stellt, was sie benötigen. Es gibt keine Arbeit zu tun, keine Regeln zu beachten keine Konventionen zu erfüllen. Das ist der Paradieszustand. Erst mit der Vertreibung aus dem Paradies begann für sie die Arbeit. Im Paradies gab es kein Eigentum und keinerlei Arbeit. Vielleicht haben die beiden deshalb die einzige Sünde begangen, die sie begehen konnten, nämlich von jenem Baum zu essen.

2.1. Naturzustand


Zunächst weist Rousseau selbst darauf hin, dass seine Beschreibung des Naturzustandes hypothetisch ist:

„Beginnen wir also damit, alle Tatsachen beiseite zu lassen, denn sie berühren nicht unsere Frage. Man darf nicht die Untersuchungen, in die man über dieses Thema eintreten kann, für historische Wahrheiten halten, sondern für hypothetische und bedingte Überlegungen, die mehr dazu geeignet sind, die Natur der Dinge zu erhellen, als ihren wirklichen Ursprung aufzuzeigen, und die denen ähnlich sind, welche unsere Naturforscher alle Tage über die Entstehung der Welt anstellen. (Rousseau, Abhandlung über die Ungleichheit 1998, Einleitung S. 33)

Seine Beschreibung des Naturzustandes scheint im Wesentlichen aus Beobachtungen aus dem Tierreich und seinem Wissen über die „Naturvölker“ zu bestehen. Letztere kann er allerdings nur aus Beschreibungen gekannt haben, da er selbst nie aus Europa herauskam. Die Naturmenschen haben keinen Besitz, der eigene Körper ist ihr einziges Werkzeug:

„Von Kind auf an die Unbilden der Witterung und an die Härte der Jahreszeiten gewöhnt, geübt im Ertragen der Erschöpfung und gezwungen, nackt und ohne Waffen ihr Leben und ihre Beute gegen die anderen wilden Tiere zu verteidigen ... bilden die Menschen eine robuste und fast unverwüstliche Körperbeschaffenheit aus.“ (Rousseau, Abhandlung über die Ungleichheit 1998, 1. Teil S. 36)

Die Benutzung von Werkzeugen und Hilfsmitteln im weitesten Sinne führt zum allmählichen Verfall dieser Körperkräfte, die Schwächung des Körpers führt zu den verschiedenen Krankheiten der Zivilisation. Das Leben in der Natur ist im Wesentlichen gleichförmig und bietet kaum Überraschungen. Da die Tiere sich im Wesentlichen friedlich verhalten, droht dem Naturmenschen auch aus dieser Richtung kaum Gefahr.

„Kein so großes Unglück für diese ersten Menschen, und vor allem auch kein so großes Hindernis für ihre Erhaltung sind also die Nacktheit, die Wohnungslosigkeit und die Entbehrung all jener nutzlosen Dinge, die wir für so nötig halten ... so ist jedenfalls klar, dass der erste, der sich Kleider machte oder sich eine Wohnung baute, sich damit wenig nötige Dinge zulegte, da er bis dahin ohne sie ausgekommen war und man nicht einsieht, warum er als erwachsener Mensch nicht eine Lebensweise hätte ertragen können, die er seit seiner Kindheit ertragen hat.“ (Rousseau, Abhandlung über die Ungleichheit 1998, 1. Teil S. 42)

Wohnung und Eigentum erfordern im Übrigen auch eine gewisse Sesshaftigkeit, die dem Wilden abgeht. Es gibt für den Naturmenschen also kaum etwas zu tun, sein einziges Ziel ist die Selbsterhaltung.
Zusammenfassend sagt Rousseau über den Naturmenschen:

„Schließen wir daraus, dass der Wilde ohne Gewerbefleiß, ohne Sprache, ohne Wohnstätte, ohne Krieg und ohne jedes Bedürfnis nach seinen Mitmenschen sowie ohne jede Begierde, jenen zu schaden ... in den Wäldern umherschweifend, dabei wenigen Leidenschaften unterworfen, und sich selbst genügend, nur die Gefühle und die Erkenntnisse hatte, die für diesen Zustand geeignet waren; dass er nur seine wirklichen Bedürfnisse verspürte, nur das ansah, was zu sehen ihm von Interesse schien, und das seine Intelligenz keine größeren Fortschritte machte als seine Eitelkeit.“ (Rousseau, Ursprung der Ungleichheit 1998, 1. Teil S. 68/69)

Auch wenn die Natur den Menschen unterschiedliche Eigenschaften zuweist, so haben die Naturmenschen keinerlei Nutzen hiervon, weil sie alle in etwa das gleiche Leben leben und nicht miteinander konkurrieren. Da keiner vom anderen abhängig ist gibt es auch keine Knechtschaft, denn diese ergäben sich aus den gegenseitigen Abhängigkeiten und Bedürfnissen der Menschen.

2.2. Zivilisation


Der Kulturmensch entwickelte sich aus der Anpassung an sich verändernde Umwelten. Der Mensch begann, Werkzeuge zu benutzen und Hütten zu bauen sowie in Familien zusammenzuleben:

„In diesem neuen Zustand mit seinem einfachen und einsamen Leben, seinen sehr begrenzten Bedürfnissen und den Werkzeugen, die man erfunden hatte, um für sie zu sorgen, erfreuten sich die Menschen sehr großer Muße und verwendeten diese darauf, sich allerlei Bequemlichkeiten zu verschaffen die ihren Vätern noch unbekannt gewesen waren; und eben dies war das erste Joch, dass sie sich auferlegten, ohne sich dessen bewusst zu sein, und die erste Quelle des Übels, dass sie ihren Nachkommen bereiteten. Da nämlich diese Bequemlichkeiten durch ihre Gewohnheit fast ihre ganze Annehmlichkeit verloren hatten und gleichzeitig zu tatsächlichen Bedürfnissen ausgeartet waren, wurde ihr Verlust viel qualvoller, als ihr Besitz wohltuend war, und man war unglücklich, wenn man sie verloren hatte, ohne glücklich zu sein, wenn man sie besaß.“ (Rousseau, Ursprung der Ungleichheit 1998, 2. Teil S. 79/80)

Aus den umherschweifenden Wilden werden Sesshafte, es bilden sich allmählich größere Gemeinschaften heraus, die Regeln des Zusammenlebens erfordern In diesen Gruppen bildeten sich Neid, Verachtung, Eitelkeit heraus. Auch Eigentum bildete sich heraus. Der Unterschied zwischen Kultur- und Naturmenschen wird von Rousseau an deren Tätigkeiten festgemacht:

„Der erste [der Wilde] sehnt sich nur nach Ruhe und Freiheit; er will bloß leben und müßig bleiben; und selbst die Ataraxie des Stärkeren reicht an seine tiefe Gleichgültigkeit gegenüber jedem anderen Gegenstand nicht heran. Der immerzu tätige Bürger dagegen schwitzt, hetzt sich ab, quält sich ohne Unterlass, nur um sich noch mühsamere Beschäftigungen zu suchen; er arbeitet bis zu seinem Tod, läuft ihm sogar entgegen, um im Stande zu sein, zu leben, oder entsagt dem Leben, um die Unsterblichkeit zu erlangen. Er hofiert die Großen, die er hasst, und die Reichen, die er verabscheut; er spart an nichts, um die Ehre zu erlangen, sie bedienen zu dürfen; ... und stolz auf sein Sklavendasein, spricht er mit Verachtung von denjenigen, die nicht die Ehre haben, dieses mit ihm zu teilen.“ (Rousseau, Abhandlung über die Ungleichheit 2. Teil, 100)

Komplexere Aufgaben machten eine Zusammenarbeit mehrer Personen notwendig, und so entstanden die ersten Gemeinschaften:

„Solange sich die Menschen mit ihren eigenen Hütten begnügten, ... solange sie sich nur Arbeiten zuwandten, die einer allein ausführen konnte, und nur solchen handwerklichen Künsten, die nicht das Zusammenwirken mehrerer Hände nötig machten, lebten sie so frei, gesund und glücklich, wie sie es ihrer Natur nach nur sein konnten, und genossen untereinander weiterhin die Wonnen eines unabhängigen Umgangs miteinander. Aber von dem Augenblick an, da ein Mensch die Hilfe eines anderen benötigte, und sobald man gewahr wurde, dass es einem einzelnen nützlich war, Vorräte für zwei zu haben, verschwand die Gleichheit, das Eigentum kam auf, die Arbeit wurde zur Notwendigkeit... (Rousseau, Abhandlung über die Ungleichheit 1996, 102)

Die Entwicklung von Ackerbau und Metallverarbeitung führten zur Entwicklung der Arbeitsteilung. In der Gemeinschaft werden neue Eigenschaften erforderlich: Um die Achtung der anderen zu erwerben, musste man Eigenschaften vortäuschen, die man in Wahrheit nicht besaß:

„Man musste sich nun um seines eigenen Vorteils willen anders zeigen als man wirklich war. Sein und Scheinen wurden zu zwei völlig verschiedenen Dingen und aus dieser Erscheinung erwuchsen der überwältigende Prunk, die täuschende List und alle Laster, die deren Gefolge bilden. Auf der anderen Seite ist der Mensch, der zuvor frei und unabhängig war, nun durch eine Vielheit neuer Bedürfnisse sozusagen der gesamten Natur untertan, und besonders seinen Mitmenschen, deren Sklave er in gewissem Sinne wird, selbst wenn er zu ihrem Herren wird.“ (Rousseau, Abhandlung über die Ungleichheit, 105)

Diejenigen, die sich den Gegebenheiten anpassten und Eigentum erwarben, gewannen an Macht, während die Anderen durch ihren Müßiggang damit einhergehend an Macht verloren. Die Machtlosen waren nun gezwungen, ihren Unterhalt durch Arbeit für oder durch Raub von den Reichen zu verdienen.

2.3. Eigentum als Belastung


Nach Rousseau entsteht die Zivilisation über die Einführung des Eigentums. Wir werden nun zeigen, wie dieses Eigentum zur Belastung wird.
Nach Thoreau dient die Arbeit der Ansammlung von Eigentum, während das Eigentum selbst kaum Vorteile bringt, sondern im Gegenteil Arbeit erfordert:

„I see young men, my townsmen, whose misfortune it is to have inherited farms, houses, barns, cattle, and farming tools; for these are more easily acquired than got rid of. Better if they had been born in the open pasture and suckled by a wolf, that they might have seen with clearer eyes what field they were called to labor in. Who made them serfs of the soil? Why should they eat their sixty acres, when man is condemned to eat only his peck of dirt? Why should they begin digging their graves as soon as they are born? They have got to live a man's life, pushing all these things before them, and get on as well as they can. How many a poor immortal soul have I met well-nigh crushed and smothered under its load, creeping down the road of life, pushing before it a barn seventy-five feet by forty, its Augean stables never cleansed, and one hundred acres of land, tillage, mowing, pasture, and woodlot! The portionless, who struggle with no such unnecessary inherited encumbrances, find it labor enough to subdue and cultivate a few cubic feet of flesh.” (Thoreau 1854, Walden 1. Teil, 2)

Obwohl man dachte, der Besitz arbeite für einen, arbeitet man für seinen Besitz. Der Ochse zieht nur den Pflug, der Bauer zieht den Pflug samt Ochsen. Dies ist im Übrigen kein Relikt aus der Landwirtschaft. Auch heute muss viel Aufwand getrieben werden, um das Eigentum zu erhalten: Vermutlich sind die Folgekosten eines Autos (Versicherung, Reparatur, Wartung, Reinigung, Treibstoff etc.) höher als dessen Anschaffungspreis. Häuser müssen sauber und ordentlich werden gehalten, was einem umso schwerer fällt, je größer dieses Haus ist und je mehr Krempel sich im Haus befindet. Gleiches gilt für Computer. Obwohl all jene Dinge dazu gedacht sind, das Leben zu erleichtern, können sie schnell zum Selbstzweck oder gar zur Schuldenfalle werden (wie das Handy). Auch wenn jene Zeit, die für oben genannte Dinge aufgewendet werden, nicht als Arbeitszeit bezeichnet werden kann, so handelt es sich doch um Dinge, die gemacht werden müssen, möchte man nicht schlampig erscheinen. Es mag Leute geben, die Spaß daran haben oder es als Hobby bezeichnen, für die anderen ist es Arbeitszeit, die von ihrer Freizeit abgeht.

„But men labor under a mistake. The better part of the man is soon plowed into the soil for compost. By a seeming fate, commonly called necessity, they are employed, as it says in an old book, laying up treasures which moth and rust will corrupt and thieves break through and steal. It is a fool's life, as they will find when they get to the end of it, if not before.” (Thoreau 1854, Walden, 1. Teil, 2/3)

Der in seiner Beschäftigung gefangene Mensch ist nicht in der Lage, daürber hinaus zu sehen:

„Most men, even in this comparatively free country, through mere ignorance and mistake, are so occupied with the factitious cares and superfluously coarse labors of life that its finer fruits cannot be plucked by them. Their fingers, from excessive toil, are too clumsy and tremble too much for that. Actually, the laboring man has not leisure for a true integrity day by day; he cannot afford to sustain the manliest relations to men; his labor would be depreciated in the market. He has no time to be anything but a machine. How can he remember well his ignorance - which his growth requires - who has so often to use his knowledge?” (Thoreau, Walden 1854, 1. Teil, 4)

3. Die Zivilisation und die ungerechte Arbeitsverteilung


In diesem Abschnitt wollen wir uns nun zwei entscheidenden Fragen widmen: 1. Wie sieht es heute mit der gerechten Verteilung von Arbeit und der Chancengleichheit aus? 2. In welchem Zusammenhang stehen Arbeit, Konsum und Glück der Individuen? Wenn wir mit Rousseau zu Anfang behauptet haben, der Mensch sei von Natur aus eher faul, und er arbeite nur, weil er dies für notwendig hält, so ist dies zumindest teilweise falsch. Es gibt Leute, die offentsichtlich mehr Geld besitzen, als sie zum Überleben brauchen und die trotzdem arbeiten.

3.1. Die ungerechte Chancenverteilung


Der PISA-Schock beruhte auf der „Erkenntnis“, dass die Mehrheit der Schüler offenbar nur marginale Lese- und Schreibkompetenzen hat. Das andere große Ergebnis der Studie hat weniger Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Es handelt sich um den Umstand, dass in kaum einem andren Land der Welt die Schüler so früh selektiert werden, wie in Deutschland und dass die Selektion vom sozialen Hintergrund abhängt, und nicht etwa von Kompetenz. Das heißt, unabhängig von ihren individuellen Leistungen haben Kinder von Migranten und sozial schwachen Gruppen eine höhere Chance, auf der Hauptschule zu landen als ihre reicheren Mitschüler. Faktisch bedeutet dies, dass ihre Chance auf Abitur oder gar Hochschulabschluss gegen Null geht, sie sind sogar aus vielen Ausbildungsberufen ausgeschlossen. Gleichzeitig verschwinden die Jobs, die von ihnen besetzt wurden, v. a. im ungelernten Bereich und der Industrie oder werden durch marginale Arbeitsverhältnisse ersetzt. Henry George gibt uns eine Erklärung des schlechten Abschneidens der Hauptschüler, die im Pisa-Diskurs nicht zum Tragen kam:

„Später jedoch hörte ich einen hochgebildeten schwarzen Herrn (Bischof Hillery) beiläufig eine Bemerkung machen, die mir die Sache hinlänglich zu erklären scheint. Er sagte: „So lange unsere [die schwarzen] Kinder jung sind, sind sie völlig so hell wie weiße Kind und lernen eben so leicht. Sobald sie jedoch alt genug werden, um ihre gesellschaftliche Stellung zu ermessen, einzusehen, dass man sie als eine untergeordnete Rasse betrachtet, und dass sie nie hoffen dürfen, etwas anderes als Köche, Kellner oder dergleichen zu werben, verlieren sie ihren Ehrgeiz und hören auf, sich Mühe zu geben.“ Er hätte noch hinzufügen können, dass, da sie die Kinder armer, ungebildeter und anspruchsloser Eltern sind, häusliche Einflüsse ungünstig auf sie einwirken. Denn ich glaube, es ist allgemein zu beobachten, dass in der ersten Erziehung die Kinder unwissender Eltern gerade so empfänglich sind als die gebildeter Eltern, aber allmählich gewinnen in der Regel die Letzteren einen Vorsprung und werden die intelligentesten Männer und Frauen. Der Grund ist sehr einfach. So lange es sich um die einfachsten Dinge handelt, welche sie nur in der Schule lernen, sind sie auf gleicher Stufe, sobald ihre Studien aber verwickelter werden, hat dasjenige Kind, welches zu Hause an eine gute Aussprache gewöhnt wird, bildende Unterhaltungen hört, zu Büchern Zugang hat, Fragen beantwortet erhalten kann usw., einen nicht zu unterschätzenden Vorteil.“ (Henry George. Armut nnd Fortschritt. Buch X. Kapitel II Die Unterschiede in der Zivilisation 263)

Gegenüber den Ärmeren haben die Wohlhabendenden einen Vorteil, der kaum aufgehoben werden kann, sofern dies überhaupt versucht wurde. Sie erhalten den klassenspezifischen Habitus, von dem wir später noch einmal sprechen werden. Wenn der Begriff Eigentum durch Kapital ersetzt wird, trifft Georges Beschreibung auch auf heutige Verhältnisse zu:

„Jetzt aber droht die Entwicklung der Industrie und der Börse in eher sozialen Organisation, in welcher der Grund und Boden zu Privatbesitz gemacht ist, jeden Arbeiter zu nötigen, sich einen Herrn zu suchen, wie die auf den schließlichen Zusammenbruch des römischen Reiches folgende Unsicherheit jeden Freien zwang, sich einen Lehnsherrn zu suchen. Nichts scheint von dieser Tendenz verschont. Die Erwerbstätigkeit scheint allerwärts eine Form anzunehmen, in der einer Herr ist und viele dienen.
Und wenn einer Herr ist und die anderen dienen, so wird der eine die anderen beherrschen, selbst in
solchen Angelegenheiten wie Abstimmungen. Gerade wie der englische Gutsherr über die Stimmen
seiner Pächter verfügt, so verfügt der Fabrikant Neu-Englands über die seiner Arbeiter. Wir können es uns nicht verhehlen, die Gesellschaft ist in ihren Grundlagen untergraben, während wir fragen, wie ist möglich, dass eine Zivilisation, wie diese, mit ihren Eisenbahnen, Tagesblättern und elektrischen Telegraphen je vernichtet werden sollte? Während die Literatur nur die Ansicht atmet, dass wir den unzivilisierten Zustand hinter uns haben, und immer weiter hinter uns lassen müssen, liegen Anzeichen genug vor, dass wir in Wirklichkeit zur Barbarei zurückkehren.“ (George, Armut und Fortschritt, Buch X, Kap. 4, 285)

Der Elitenforscher Michael Hartmann zeigt auf, welcher Personenkreis am ehesten die Chance auf den Aufstieg nach „ganz oben“ hat:

„Wer in die Vorstände und Geschäftsführungen großer Unternehmen gelangen will, der muss nämlich vor allem eines besitzen: habituelle Ähnlichkeit mit den Personen, die dort schon sitzen. Da die Besetzung von Spitzenpositionen in großen Unternehmen von einem sehr kleinen Kreis von Personen entschieden wird und das Verfahren nur wenig formalisiert ist, spielt die Übereinstimmung mit den so genannten "Entscheidern", der "gleiche Stallgeruch", die ausschlaggebende Rolle. Es wird sehr viel weniger nach rationalen Kriterien entschieden, als man gemeinhin vermutet… Der Glaube, selbst der richtige Mann am richtigen Platz zu sein, veranlasst die Topmanager, jemanden mit denselben oder ähnlichen Eigenschaften auszuwählen. Das aber bedeutet letztlich, dass ganz eindeutig Personen bevorzugt werden, die (wie man selbst) aus dem Bürgertum stammen. Sich so in den Vorstandsetagen bewegen, als sei einem das Gelände seit jeher vertraut, können selbstverständlich am besten diejenigen, die in diesem Milieu aufgewachsen sind.“ (Hartmann 2004, 18)

Das heißt im übrigen auch, was Hartmann an anderer Stelle erwähnt, dass Frauen praktisch chancenlos sind. Dies lässt sich täglich beobachten: Obwohl Frauen etwa die Hälfte der Studenten stellen und teilweise auch bessere Leistungen erbringen, sind sie in den Spitzen von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft selten zu finden.
LaFargue meint in seinem „Recht auf Faulheit“, die technischen Fortschritte seien auf die Weigerung zur (Mehr-)Arbeit zurückzuführen. Dies hätte die Unternehmer zur Mechanisierung gezwungen:

„Diese persönlichen und gesellschaftlichen Leiden, so groß und unzählbar sie auch sind, so ewig sie auch erscheinen mögen, werden verschwinden ..., sobald das Proletariat sagen wird: »Ich will es«. Aber damit ihm seine Kraft bewußt wird, muß das Proletariat die Vorurteile der christlichen, ökonomischen und liberalistischen Moral mit Füßen treten; es muß zu seinen natürlichen Instinkten zurückkehren, muß die Faulheitsrechte ausrufen, die tausendfach edler und heiliger sind als die schwindsüchtigen Menschenrechte, die von den übersinnlichen Anwälten der bürgerlichen Revolution wiedergekäut werden; es muß sich zwingen, nicht mehr als drei Stunden täglich zu arbeiten, um den Rest des Tages und der Nacht müßig zu gehen und flott zu leben.“ (LaFargue, Das Recht auf Faulheit, Abs. Der Segen der Arbeit)

Wir wollen nicht die Unterscheidung von nützlicher und weniger nützlicher Arbeit einführen, doch es schadet nicht, darauf hinzuweisen, wer „den Betrieb am Laufen“ hält und auf wen wir eher verzichten würden:

„Denn was ist das für eine Gerechtigkeit, dass irgend ein Adeliger oder Goldschmied oder ein Wucherer oder ein beliebiger Anderer, die rein nichts thun und leisten, oder, wenn sie etwas thun, nur Derartiges, was für das Gemeinwohl nicht erforderlich ist, ein glänzendes, üppiges Leben führt, das ihm der Müssiggang oder ein ganz überflüssiges Geschäft ermöglicht, während hingegen ein Tagelöhner, ein Fuhrmann, ein Schmied, ein Landmann, die so viel und so hart und emsig arbeiten müssen, wie es kaum die Zugthiere auszuhalten im Stande sind, deren Arbeiten überwies so unentbehrlich sind, dass kein Staatswesen auch nur ein Jahr ohne dieselben bestehen könnte, einen so erbärmlichen Lebensunterhalt erwerben, ein so elendes Leben führen, dass die Lebensbedingungen der Zug- und Lastthiere als bei weitem günstiger erscheinen könnten, denn sie werden nicht so zu endloser Arbeit angehalten, und ihre Kost ist kaum eine schlechtere, aber ihr Leben ist dadurch angenehmer dass sie für die Zukunft nicht zu fürchten brauchen.205 Morus: Utopia Die genannten Personen hingegen hetzt unfruchtbare, öde Arbeit in der Gegenwart ab, und der Gedanke an ein hilfeentblößtes Alter martert sie zu Tode, denn ihr täglicher Lohn ist so gering, dass er unmöglich für den Tag ausreichen kann, geschweige denn, dass auch nur das Geringste davon erübrigte, was zur Verwendung im Alter zurückgelegt werden könnte. Ist das nicht ein ungerechter und undankbarer Staat, der den Adeligen, wie sie heißen, und den Goldschmieden, und den übrigen Leuten ähnlichen Schlages, oder Müßiggängern oder bloßen schmarotzenden Fuchsschwänzern, oder denen, die nur für Herstellung nichtiger Vergnügungen thätig sind, das beste Wohlleben verschafft, den Bauern, Köhlern, Tagelöhnern, Fuhrleuten und Schmieden dagegen, ohne welche ein Staat überhaupt nicht existieren konnte, gar nichts Gutes zu Theil wird? Aber nachdem ein solcher Staat die Arbeitskräfte im blühendsten Lebensalter mißbraucht hat, belohnt er die von der Last der Jahre und Krankheit Gebeugten, von allen Hilfsmitteln Entblößten, so vieler durchwachter Nächte, so vieler und so großer Dienste uneingedenk schnödester Undankbarkeit mit einem jammervollen Tode, dem man die Leute überläßt. Und an diesem spärlich zugemessenen Lohne der Armen knappsen die Reichen täglich noch ein klein wenig ab, nicht nur durch private List und Trug der206 Morus: Utopia Einzelnen, sondern auch durch öffentliche Gesetze, so dass, was früher Unrecht schien, den um den Staat so wohlverdienten Arbeitern mit Undank zu lohnen, sie jetzt aus dem Wege der Gesetzgebung sogar zu einem Zustande gemacht haben.“ (Morus, Utopia, Zweites Buch, 204)

3.2. Armut und Zufriedenheit


In der Soziologie wird der Versuch unternommen, Armut zu quantifizieren. Am sinnvollsten erscheint noch der Indikator Kaufkraftparität, d. h. dass Verhältnis von Einkommen und Kaufkraft. Wer in den westeuropäischen Staaten schon als arm gilt, wäre, von seiner Kaufkraft her gesehen, in anderen Staaten ein Mittelständler. Unseres Erachtens nach ist dieser Indikator zu ökonomisch, er vermittelt nicht, wie die Leute mit ihrer „Armut“ umgehen. Der materielle Reichtum, den eine große Zahl der Westler anhäufen, hat diese um keinen Deut zufriedener gemacht als bevor sie all diese Dinge besaßen. Viele Leute, die hier als arm gelten würden, weil sie keine Schuhe, kein Auto, keine Computer und keine Sofaecke besitzen, machen einen wesentlich zufriedeneren Eindruck. Die neuen Mittelschichten in Indien und China ahmen zwar den westlichen Lebensstil nach, aber bisher hat noch niemand behauptet, dass sie dadurch menschlich reicher geworden seien. Unsere These lautet, dass nicht die Armut an sich negative Auswirkungen auf diesen Personenkreis hat, sondern unsere Armut im Vergleich zu den Anderen. Hierzulande gelten Leute auch dann als arm, wenn sie ihre Grundbedürfnisse, also Wohnung, Kleidung, Nahrung erfüllen können. Sie können noch regelmäßig zum Arzt gehen. Sie sind dennoch unglücklich, weil sie einem bestimmten Ideal, dass in dieser Gesellschaft vorherrscht, nicht gerecht werden können: Armut gilt als schlecht, ein Zeichen persönlichen Versagens. Wie in Huxleys „Schöner neuer Welt“ versucht man, Schwäche, Krankheit und Tod aus der Öffentlichkeit zu verbannen. „Neu kaufen ist gut, wiederverwerten ist schlecht“ lautet eines der Konditionierungs-Mantras. Alte Kleidung, angeschlagene Möbel, ein altes Auto sind praktisch geächtet, und es erfordert ein großes Selbstbewusstsein, um sich mit solchen Makeln draußen sehen zu lassen.

3.3. Arbeiten als Luxus


Zumindest für die Menschen der ärmeren Länder gilt, dass sie arbeiten, um zu leben. Für die Arbeitenden der reichen Länder gilt dies weniger und je höher ihr Gehalt ist, desto weniger gilt es. Es gibt einen bestimmten Betrag, der notwendig ist, um einen minimalen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Was darüber hinausgeht, ist Luxus. Da dieser Luxus bezahlt werden muss, müssen wir mehr arbeiten. Geld ansparen für den Ruhestand oder für den Urlaub oder für die Kinder ist insofern auch als Luxus zu bewerten. Aus Sicht der Dritten Welt ist das alles Luxus. Da heißt nicht, dass arme Leute den Westlern moralisch oder sonst wie überlegen seien, wenn sie, wie die neureichen Chinesen oder Inder zu Geld kommen, verhalten sie sich nicht anders als jene.
Bekanntermaßen basiert unser Wirtschaftsystem auf einem hohen Konsum und hohen Gehältern, Güter und Dienstleistungen werden von uns produziert, aber auch konsumiert. In den USA scheint es auch unter Mittelständlern üblich geworden zu sein, sich für den Konsum zu verschulden, u. a. wegen günstiger Kredit-Angebote, ein Trend, der auch nach Europa kommt. So gerät viele in die Schuldenfalle, die Leibeigenschaft des 21. Jahrhunderts.
Leute wie Huxley haben erkannt, dass sich das System aus Wirtschaft, Staat und Gesellschaft nicht reformieren lässt. Reformieren hieße, von oben oder unten Veränderungen zu initiieren, die mittelfristig das Gesamtsystem verändern. Das Problem liegt im Wesentlichen darin, dass es sehr unterschiedliche Interessen gibt, die sich nicht nach und nach austarieren lassen. Ein Beispiel mag genügen: Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass wir auf erneuerbare Energien setzen müssen, da die alten Energieträger politisch, ökologisch und langfristig auch ökonomisch sich negativ auswirken. Dennoch gibt es einige Dutzend Unternehmen, die eine schädlich Industrie am Leiben erhalten gegen das Interesse der Mehrheit der Menschheit. Das gleiche gilt für die Waffenindustrie. Deshalb hat Huxley seine positive Utopie „Eiland“ auf einem grundsätzlich verändertren, vom Buddhismus beeinflussten Bewusstsein aufgebaut. Er wollte zeigen, dass sich mit entsprechender Erziehung und Prävention eine grundsätzlich positive Gesellschaft aufbauen lässt. Eine Frage, die auch der Kommunismus nicht beantworten konnte, ist die, wie man den „neuen Menschen“ schaffen will. Dies dürfte einer der Gründe sein, an denen die Sowjetunion gescheitert ist. Dies beweist im Grund nur, dass der Mensch weder so vernünftig ist, wie die Aufklärer uns glauben machen wollten, noch so korrupt, wie Machiavelli oder Hobbes annahmen. Der einzige Ausweg scheint zu sein, wenig zu arbeiten und im Gegenzug wenig verlangen.

4. Zusammenfassung und Schluss


Wir haben in dieser Arbeit zu zeigen versucht, dass Arbeit in der Regel weder reich noch glücklich noch erfolgreich macht. Zwar gibt es im Naturzustand etwas, dass sich als Arbeit bezeichnen ließe, diese dient aber unmittelbar dem Selbsterhalt, während die moderne Arbeitsform sich immer weiter davon entfernt hat. Das System aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik verteilt nicht nur die Arbeit ungerecht, sondern auch die Chancen auf gesellschaftlichen Aufstieg. Doch selbst wenn der soziale Aufstieg gelingt, würde uns dies keineswegs zufriedener machen. Unsere Konsumgesellschaft basiert im Wesentlichen auf der Arbeit anderer, denen es noch schlechter geht als uns, ob es nun die chinesischen Textilarbeiter oder die brasilianischen Kaffeebauern sind. Uns wird vermittelt, dass der Besitz und Konsum von Produkten, die wir nicht brauchen, notwendig sei und wir haben verlernt, sofern wir dies überhaupt möglich ist, die Menschen über ihre Statussymbole hinweg zu beurteilen.
Heute zeichnet sich ab, dass es immer weniger Arbeit geben wird und darüber sollten wir glücklich sein. Allerdings scheint es der Staat zu versäumen, Vorbereitungen für diese arbeitslose Zeit zu treffen, indem er etwa einen garantierten Mindestlohn einführt. Wenn, wie wir behaupteten, vor allem die soziale Ungleichheit für die Zunahme von Gewalt und Kriminalität verantwortlich sind und nicht die Armut an sich, dann wird sich durch alle Gesellschaften ein Spalt ziehen zwischen denen, die haben und jenen die nicht haben. Dies ist der Grundkonflikt in den USA, er verläuft zwischen jenen 50 Prozent, die noch zur Wahl gehen und den anderen, die nie eine Wahl mitgemacht haben.
Leute wie Huxley haben erkannt, dass sich das System aus Wirtschaft, Staat und Gesellschaft nicht reformieren lässt. Reformieren hieße, von oben oder unten Veränderungen zu initiieren, die mittelfristig das Gesamtsystem verändern. Das Problem liegt im Wesentlichen darin, dass es sehr unterschiedliche Interessen gibt, die sich nicht nach und nach austarieren lassen. Ein Beispiel mag genügen: Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass wir auf erneuerbare Energien setzen müssen, da die alten Energieträger politisch, ökologisch und langfristig auch ökonomisch sich negativ auswirken. Dennoch gibt es einige Dutzend Unternehmen, die eine schädlich Industrie am Leiben erhalten gegen das Interesse der Mehrheit der Menschheit. Das gleiche gilt für die Waffenindustrie. Deshalb hat Huxley seine positive Utopie „Eiland“ auf einem grundsätzlich verändertren, vom Buddhismus beeinflussten Bewusstsein aufgebaut. Er wollte zeigen, dass sich mit entsprechender Erziehung und Prävention eine grundsätzlich positive Gesellschaft aufbauen lässt. Eine Frage, die auch der Kommunismus nicht beantworten konnte, ist die, wie man den „neuen Menschen“ schaffen will. Dies dürfte einer der Gründe sein, an denen die Sowjetunion gescheitert ist. Dies beweist im Grunde nur, dass der Mensch weder so vernünftig ist, wie die Aufklärer uns glauben machen wollten, noch so korrupt, wie Machiavelli oder Hobbes annahmen. Der einzige Ausweg scheint zu sein, wenig zu arbeiten und im Gegenzug wenig zu verlangen.

5. Literatur


George, Henry (1880): Fortschritt und Armut – eine Untersuchung über die Ursachen der industriellen Krisen und der Zunahme der Armut bei zunehmendem Reichtum. Elwin-Staude-Verlag. http://www.progress.org/neuland/hg/. Zugriff: 1. Januar 2005

Hartmann, Michael (2004): Eliten in Deutschland – Rekrutierungswege und Karrierepfade. in Aus Politik und Zeitgeschichte. B 10/2004

LaFargue, Paul (1883): Das Recht auf Faulheit – Widerlegung des „Rechts auf Arbeit“ von 1848. http://www.anarchismus.at/txt3/lafargue.htm. Zugriff: 1. Januar 2005

Morus, Thomas (1513): Utopia. http://www.sozialistische-klassiker.org/diverse/Utopia.pdf. Zugriff: 1. Januar 2005

Rifkin, Jeremy (1995): Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft. Campus-Verlag

Rousseau, Jean-Jacques (1998): Abhandlung über den Ursprung und die Ursachen der Ungleichheit unter den Menschen. Reclam

Thoreau, Henry David (1854): Walden or Life in the Woods. http://www.alumni.uchicago.edu/commontext/walden/documents/Walden.pdf. Zugriff 1. Jan 2005