Barrieren schaffen Begegnung

Als Behinderte träumen wir oft von einer Welt ohne Barrieren. Wir könnten einfach ins Fitness-Studio gehen und lostrainieren, in der Uni hätten wir keine Probleme in Vorlesungen, wir könnten uns unseren Arbeitsplatz aussuchen, ohne langwierige Anträge auf Hilfsmittel zu stellen. So schön eine solche Welt wäre, es würde doch etwas verloren gehen: Begegnungen. Das ist ein Beitrag zur aktuellen Blogparade der Aktion Mensch.
Für Blinde ist es extrem schwierig, spontane Bekanntschaften zu machen. Der Schlüssel zu solchen Bekanntschaften ist nämlich der Blickkontakt. Der Blickkontakt kann vieles bedeuten: Er kann ein zwangloses Gespräch anbahnen, einen Flirt einleiten oder auch Ablehnung ausdrücken. aber der Blinde ist nicht in der Lage, Blickkontakt aufzubauen oder zu erwidern.
Da gilt es, aus der Not eine Tugend zu machen. Denn da wir bei vielen dingen Hilfe brauchen, bietet uns das die ideale Gelegenheit, andere Leute anzusprechen. Ihr wollt zum Beispiel sicher nicht sehen, wie ich mich an einem Buffet bedienen würde.Also frage ich einfach die nächst beste Person, ob sie mir hilft und habe im Idealfall einen Gesprächspartner fürs Mittagessen gefunden.
Neulich wollte ich ins Kölner Schokoladenmuseum und der Taxifahrer ließ mich prompt an einer falschen Stelle raus. Das Smartphone konnte mich nicht vor die Tür des Museums führen, also fragte ich einen Passanten nach dem Weg. Er brachte mich kurzerhand hin und wir unterhielten uns ein bis zwei Minuten über Köln und Schokolade. Hätte mich mein Smartphone zu meinem Ziel geführt, hätte diese kurze Unterhaltung nicht stattgefunden.
Schon heute sind Begegnungen zwischen Blinden und Sehenden selten, doch eine absolut barrierefreie Welt würde solche Bekanntschaften noch sehr viel unwahrscheinlicher machen. Aber da es eine solche Welt ohnehin nie geben wird, wird es noch reichlich Gelegenheiten zur Begegnung geben.

ReCap: Barrierefreie IT 2015

Heute war ich auf der Veranstaltung “Barrierefreie IT 2015″ des Unternehmens T-Systems. Wie immer kann ich euch meinen ganz persönlichen Rückblick nicht ersparen.
Da ja mittlerweile fast alle Veranstaltungen zum barrierefreien Internet eingeschlafen sind, muss man die Wenigen, die noch stattfinden um so stärker loben. Es ist auch zu begrüßen, dass der Veranstalter nicht einer der üblichen Verdächtigen – irgendwelche obskuren Ministerien – ist, sondern ein privatwirtschaftliches Unternehmen mit vor allem privatwirtschaftlicher Kundschaft. Die nächste Welle der Barrierefreiheit – wie auch immer sie konkret aussehen mag – wird durch oder über die Wirtschaft rollen.
Die Mischung der Themen war für mich ein wenig überraschend. Die Vorträge drehten sich um Smartphones, künftige und gegenwärtige Innovationen oder eLearning, mir wurde der rote Faden nicht so deutlich.
Immerhin: die Veranstaltung war gut besucht, was bei so einem eher trockenen Thema und dem guten Wetter nicht unbedingt zu erwarten war. Bei den Vortragenden gab es wenig Überraschungen, aber die Teilnehmerschaft war soweit ich mitbekommen habe eher aus der Wirtschaft als aus den Ministerien. Die sind ja bekanntermaßen seit der BITV 2.0 fertig, was die Barrierefreiheit angeht. Daher ist es nur vernünftig, sich um andere drängende Themen zu kümmern.
Die Veranstaltung hat sich eher an Einsteiger gerichtet. So war doch überraschend für mich, das ich mir einen ganzen Vortrag über Apples Bedienungshilfen anhören musste. Das ist aber natürlich meine Innensicht, für die Menschen, die dort gesessen haben, war das sicherlich wirklich neu und überraschend.
Gleiches gilt für den Vortrag von Prof. Frank Schönefeld. Innovationen wie 3D-Druck, Echtzeit-Übersetzung oder KI sind uns Computernarren schon lange bekannt und locken uns nur ein müdes Lächeln hervor. Interessanter wäre gewesen zu zeigen, wie diese Innovationen auch Behinderten helfen könnten. Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, dass die Herstellung komplexer Prothesen dank 3D-Druck wesentlich billiger werden könnte. Aber wie gesagt, das ist die Innensicht von Domingos. Vielleicht bin ich zu streng, was solche Dinge angeht.
Interessant ist, dass die T-Systems ein ganzes Heer von Usability- und Accessibility-Spezialisten beschäftigt, die mehrere hundert Anwendungen pro Jahr testen.
Herr Meixner, der Leiter dieser Abteilung, bemerkte nebenbei, dass Unternehmen verppflichtet seien, ihren Mitarbeitern barrierefreie Software zur Verfügung zu stellen. Mir ist eine solche Vorschrift nicht bekannt, eventuell hat er das aus der Bildschirmplatz-Arbeitsverordnung oder aus Vorschriften zur Software-Ergonomie abgeleitet.
Eine Bemerkung von Herrn Meixner ist allerdings meines Wissens nach falsch. Er verwies darauf, dass der Screenreader die Informationen im Wesentlichen über den Grafik-Treiber abgreift. Soweit ich weiß, haben das die Screenreader vor langer Zeit getan, alle aktuellen Screenreader ziehen die Informationen über die jeweilige Accessibility-API.
Ein wenig gewundert habe ich mich über die Location, das Schokoladenmuseum ist nicht der Ort, wo ich eine solche Veranstaltung erwarten würde, aber immerhin schön zentral und süß.
Da es – wie ich anfangs sagte – so wenige Veranstaltungen zu barrierefreier IT gibt, weise ich zum Abschluß auf zwei Veranstaltungen hin, die aber eher Fach-Charakter haben.

Android für Blinde – die ersten Wochen mit dem Moto G 2

Apple ist mit seinem Platzhirschen iPhone und iPad der Renner unter den Blinden, während Android und Windows Phone weit abgeschlagen sind. Leider zurecht, wie ich in den ersten Wochen mit meinem Motorola Moto G 2 feststellen musste.
Man merkt an allen Ecken und Enden, dass die Bedienungshilfen von Android eine Baustelle sind, an der ständig gearbeitet wird. Während Apples System wie aus einem Guss wirkt, schleichen sich bei Android immer wieder einmal Fehler ein oder man merkt, dass die Entwickler nicht mitgedacht haben. Mein Motorola war bei Lieferung auf Englisch eingestellt und Talkback startete auf Englisch. Ich habe dann die erste Einrichtung vorgenommen und Android auf Deutsch umgestellt, auch Taalkback sprach brav Deutsch mit mir. Ich führte anschließend das Update auf Android 5 durch. Beim Neustart war die Oberfläche weiterhin Deutsch, aber die Oberfläche wurde mit englischer Betonung vorgelesen. Ohne sehende Hilfe konnte ich es nicht mehr umstellen. Die entsprechende Einstellung findet man übrigens in den Bedienungshilfen unter Google Text in Sprache.
Ein ähnlich dämlicher Fehler schlich sich bei der Eingabe des PINs ein. Statt die Zahlen vorzulesen, sagte Talkback nur “Punkt”, womit es für Blinde natürlich nicht möglich ist, den PIN alleine einzugeben. Auch die Erkennung der Gesten funktioniert nicht so sauber, wie man es seit dem iPhone 3 Gs gewohnt ist. Die Infos aus der Statusleiste wie Ladezustand, neue Nachrichten etc. lassen sich nicht sauber auslesen. Man kann sich nicht einzelne Informationen vorlesen lassen, sondern muss sich die ganze Statusleiste vorlesen lassen, wenn man etwa wissen will, wie voll der Akku ist. Die Kamera-App von Motorola funktioniert nicht mit Talkback.
Ein weiterer Knackpunkt ist, dass das Einschalten von Talkback nicht einheitlich gelöst wurde. Bei neueren Androids reicht es, beim Start des Gerätes zwei Finger auf das Display zu legen und zu warten, bis Talkback startet. Zuvor musste man ein Rechteck auf das Display zeichnen, etwas, was nicht nur Touch-Unerfahrenen selten auf Anhieb gelingt. Wirklich ärgerlich ist es aber, dass es anscheinend nicht möglich ist, Talkback bei einem laufenden Android-System einzuschalten, dafür benötigt man die Hilfe Sehender, die in die Untiefen des Menüs eintauchen. Sogar Microsoft hat das bei Windows besser gelöst.
Ich muss allerdings einschränkend sagen, dass ich gerade neu eingestiegen bin und mehr durch Ausprobieren als systematische Einarbeitung unterwegs bin.
Einige Sachen hat Google allerdings besser gelöst als Apple. Ich kann mit der Standard-Tastatur deutlich schneller tippen als beim iPhone. Das iPhone verlangt, dass man zunächst das korrekte Zeichen findet und dann doppelklickt. Bei Android wird das Zeichen automatisch getippt, nachdem man den Finger vom Display hebt. Aber auch hier ist die Bedienphilosophie von Android nicht einheitlich. Bei Buchstaben reicht Berühren und Finger aufheben für einen Tipp, Symbole müssen aber immer noch doppelt getippt werden, um sie zu aktivieren. Schön ist, dass es Feedback in Form von Sound und Vibration gibt. Wenn man über ein anklickbares Element streicht, gibt es einen Sound und eine Vibration, man kann eines von beidem oder beides abstellen. Mir persönlich gefällt die Vibration besser.
Auch der Standard-Browser Chrome ist nicht ganz barrierefrei. So werden Elemente wie Überschriften nicht angesagt, der Firefox-Browser kann das.
Meiner Erfahrung nach werden Objekte leichter gefunden, wenn man den Finger auf dem Display belässt und damit herum wischt. Ich habe beim iPhone typischerweise mit der Wischgeste gearbeitet, um mich von Element zu Element zu bewegen, was dort auch gut funktioniert hat. Beim Motorola scheint es besser zu funktionieren, wenn man den Finger nicht vom Display nimmt, sondern quasi darauf herummalt, bis das Feedback in Form von Sound oder Vibration erfolgt und man also ein anklickbares Element gefunden hat.
Als erstes Zwischenfazit: Ich kann beim jetzigen Status keine Empfehlung für Android aussprechen. Für Blinde, insbesondere für solche, die neu in die Welt der Touch-Bedienung einsteigen sind die Gesten zu kompliziert und. Das System funktioniert an vielen Ecken und Enden nicht, wie es sollte. Da leistet jedes iPhone 3 Gs bessere Dienste.
Auch für das Motorola kann ich leider keine Empfehlung abgeben. Besonders ärgerlich ist das Fehlen von Hardware-Tasten. Das Patschen auf den Zurück-Button und die anderen Symbole, die ständig im unteren Teil des Bildschirms eingeblendet werden funktioniert leider nicht immer sauber. Für Blinde sind die Hardware-Tasten eindeutig besser. Wenn schon das relativ nackte Android des Moto G 2 sich so verhält, kann ich für die Geräte anderer Firmen noch weniger eine Empfehlung aussprechen. Leider sind die Nexus-Geräte noch so teuer, dass sich die Investition kaum lohnt.
An dieser Stelle muss ich auch einen ausdrücklichen Tadel an die Firma Google aussprechen. Sie haben das Geld, sie haben das Know-How und sie haben genügend Einfluss, um Android barrierefrei zu machen. Mir scheint aber, dass sie seit Android 2.2 nicht viel dazu gelernt haben und dass sie das Thema nicht wirklich ernsthaft angegangen sind. Vieles ist besser geworden, aber von gut kann man absolut nicht sprechen. Im Gegenteil, einerseits weiß Google, wie wichtig das Thema ist, sonst wären sie es nicht angegangen. Andererseits wirkt Vieles wie Flickschusterei.

mein Vortrag auf dem OpenTransferCamp Inklusion

Heute gibt es die Folien zu meinem Vortrag “Barrierefreiheit im Internet – Tipps und Tools”. Die Präsentation habe ich im Rahmen des OpenTransferCamp Inklusion in Dortmund am 21. März 2015 gehalten.
Die Präsentation steht auf SlideShare und kann hier als PowerPoint-Präsentation heruntergeladen werden.

Ich stelle sie unter eine MDWIW-Lizenz = Macht damit, was ihr wollt, bearbeiten, ergänzen in den Papierkorb verschieben…

OpenOffice vs. Office 2013 was ist besser für barrierefreies PDF?

Lange Zeit hatten OpenOffice und sein Bruder LibreOffice die Nase vorne, was die Möglichkeit zur Erzeugung barrierefreier PDF anging. In Microsoft Office 2007 musste die Funktion nachgerüstet werden, erst seit Office 2010 ist die Funktion fest integriert.

Mittlerweile scheint mir aber Microsoft Office das bessere Werkzeug zu sein. Seit Office 2010 ist eine Prüffunktion integriert, die es erlaubt, eventuelle Probleme bei der Barrierefreiheit aufzuspüren und zu korrigieren.

Seit Office 2013 verfügt MS Office zudem über einen integrierten PDF-Editor. Zwar kann man mittlerweile auch mit OpenOffice PDFs öffnen, aber das Bearbeiten dieser Dokumente ist wenig komfortabel, da die Dokumente standardmäßig im Zeichen-Programm geöffnet werden. Dort stehen keine Formatvorlagen aus Writer zur Verfügung, es lassen sich also auch keine PDF-Tags exportieren.

Barrierefreiheit als Treiber von Innovation

Barrierefreiheits-Experten überlegen immer, wie sie Unzugängliches barrierefrei machen können. Es geht aber auch andersherum, Ideen aus der Barrierefreiheit können Menschen helfen, die keine Behinderung haben, aber trotzdem vor ähnlichen Problemen stehen.

Ursprünglich wollte ich diesen Beitrag auf dem gestrigen Barcamp Bonn halten, leider hat mich meine Erkältung ausgeknockt, so das ich einfach einen Blog-Beitrag daraus gemacht habe.Der Vorteil ist, dass ich hier das Ganze wie und warum von Barrierefreiheit weglassen kann, welches bei einem fachfremden Publikum obligatorisch ist.

Wie Blinde Webseiten erschließen

Auch wenn jeder Blinde sein ganz individuelles System aus Betriebssystem, Screenreader und Konfiguration hat, gibt es doch generell drei Strategien zur Erschließung von Webseiten.

  1. Unstrukturiert
  2. Strukturiert
  3. Zielgerichtet

Quick and Dirty – Tab und Cursor-Tasten

Die Quick-and-Dirty-Strategie ist optimal für fremde Websites, die man vermutlich nie wieder aufsuchen wird sowie für schlecht strukturierte Seiten. Dazu gehören übrigens auch die meisten für mobile Endgeräte optimierten Seiten.

Für diese Strategie benötigt man lediglich die Tab-, Cursor-Rauf- und Runter- Sowie die Bild-Auf und Ab-Tasten. Auf Touch-Screens fährt man lediglich mit dem Finger über das Display, bis man die interessante Stelle gefunden hat.

Barrierefreiheits-Probleme dokumentieren

Wir kennen das, ein Problem bei der Barrierefreiheit zu beschreiben ist verbal recht schwierig. Mit den technischen Beschreibungen kann das Gegenüber meistens nichts anfangen und der Programmierer – sofern man überhaupt mit ihm in Kontakt kommt – ist ebenfalls überfordert.

Hier ein schönes Beispiel von den Stadtwerken Bonn. Zu meiner Ehrenrettung sei gesagt, dass ich die Stadtwerke darauf hingewiesen habe, sie aber eine Reaktion bislang nicht für nötig gehalten haben. Hier passiert folgendes: Wenn ich einen Start eingebe und zum Ziel springe, verändert sich ohne mein Zutun der Inhalt des Start-Eingabefeldes, ohne dass ich das merke. Natürlich kommt beim fahrplan nur Murks heraus, wenn das Teil aus dem Start “Bonn” “Paderborn” macht, auch wenn Bonn und Paderborn total ähnlich sind.
Ein einfaches Tool zur Dokumentation solcher Probleme sind Programme zur Aufnahme des Bildschirm-Inhalts, auch als Screen Capturing bezeichnet. Solche Programme werden gerne für Tutorials verwendet, für andere Zwecke sind sie aber ebenso geeignet.
Der Platzhirsch für Windows heißt Camtasia, für unsere Zwecke reicht das kostenlose CamStudio, es ist in Grenzen auch für Blinde bedienbar.
Wir laden uns also das aktuelle Programm herunter und installieren es wie geahbt. Die Menüs sind komplett über Tastatur bedienbar. Unter “Region” können wir einstellen, welcher Teil des Bildschirms aufgenommen werden soll. Ist es ein normales Desktop-Programm, ist Full Screen die richtige Wahl. Ansonsten reicht “Window”, um etwa den Inhalt des Browser-Fensters aufzunehmen. Blinde sollten darauf achten, dass nichtsPrivates auf der Aufnahme zu sehen ist, eure Nacktbilder und peinlichen Lesezeichen solltet ihr also ausblenden, es sei denn, ihr habt eine Person eures Vertrauens, die vor der Veröffentlichung noch mal auf das Video guckt.
Zur Aufnahme von Audio gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: Ihr könnt den Screenreader mitaufzeichnen lassen oder per Mikrofon Kommentare einsprechen. Letzteres erscheint mir sinnvoller, da jeder Screenreader für ungeübte Ohren ungewohnt und unverständlich klingt. In der Regel werden Sehende ohnehin nicht verstehen, was ihr da macht. Die Audioquelle kann unter “Options” ausgewählt werden. Oder ihr gebt einfach wie ich an dieser Stelle eine verbale Beschreibung mit.
Man könnte auch den Sprachbetrachter von NVDA verwenden, der legt sich aber leider über den für Sehende spannenden Teil des Bildschirms und mir ist keine Möglichkeit für Blinde bekannt, dieses Fenster zu verschieben.
Sehende haben außrdem die Möglihckeit, Kommentare in das fertige Video einzubetten, das geht über “Tools”.
Die Aufnahme ist kinderleicht. Am besten startet ihr zuerst das Programm oder den Browser, den ihr dokumentieren wollt, anschließend CamStudio. Unter “File” findet ihr den Punkt “Record”, die ihr aktivieren müsst und schon startet die Aufnahme. Wechselt jetzt schnell zum aufzuzeichnenden Projekt und führt das durch, was ihr dokumentieren möchtet. Wenn ihr fertig seid, wechselt zurück zu CamStudio und wählt auf “File” “Stop”. Anschließend wählt ihr einen Speicherort – das wars. Leider gibt es keine Shortcuts für das Programm, das wäre echt praktisch.
Das fertige Video kann man je nach Geschmack auf YouTube hochladen – euer Kunde wird sich sicher freuen – per Dropbox oder einen ähnlichen Dienst bereit stellen oder klassisch per USB-Stick verchicken.
Diese Methode ist nicht für alle Zwecke geeignet, dürfte aber in einigen Fällen hilfreich sein.

Braille-Tag 2015 – überall und nirgendwo

BraillezeileHeute am 4. Januar ist mal wieder der Welt-Braille-Tag, Zeit, ein wenig zurück und in die Zukunft zu schauen.

Man kann ohne Weiteres sagen, dass Braille mittlerweile im Alltag angekommen ist. Dank Medikamentenverpackungen und Visitenkarten mit Braille-Aufdruck dürfte mittlerweile jeder ein wenig Braille im Haus haben.

Auf der anderen Seite scheint das Interesse Blinder an der Brailleschrift nachgelassen zu haben. Kostenlose Sprachausgaben wie VoiceOver, Talkback, NVDA und der schnarchige MS Narrator sind mittlerweile massenhaft und kostenlos verfügbar.

ReCap – Zukunftskongress der Inklusion

ZukunfskongressWer am 2. und 3. Dezember auf Twitter war und sich für Barrierefreiheit interessiert, hat sicher etwas vom Zukunftskongress Inklusion 2025 mitbekommen. Die Diskussionen waren recht vielfältig, so dass ich hier nur ein paar Gedankenfetzen auffangen möchte, mit denen wir als Accessibility-Experten und Interessierte uns schon heute beschäftigen werden müssen. Wenn die Videos im Internet stehen, werde ich hier darauf hinweisen.

Verschärft die Inklusion die Exklusion?

Wie so oft stellt sich auch bei der Barrierefreiheit die Frage, ob die Inklusion der Einen die Exklusion der Anderen verschärft.