Flow – eins sein

Es gibt jenes Gefühl, mit einer Sache, einer Tätigkeit, einem Menschen zu verschmelzen. Dieser Umstand ist sicherlich lange bekannt, doch der Amerikaner Mihaly Csikszentmihalyi erst hat dem Ganzen einen griffigen Namen gegeben – Flow.
Will man verstehen, warum Menschen stundenlang vor dem Fernseher sitzen, sich in Computerspiele stürzen, tanzen, musizieren oder laufen, dann lautet die Antwort – Flow.
Flow bedeutet, dass außer dem, was den Flow verursacht, alles nebensächlich ist, nicht existiert, nicht wahrgenommen wird. Es ist eine Dusche aus Dopamin, Endorphinen, eine Phase des reinen Glücksempfindens.
Wir kennen dieses in einer Sache aufgehen kaum noch, da wir oft zehn Dinge gleichzeitig machen, ohne einer Sache besondere Aufmerksamkeit zu schenken: Wir checken unsere Mails, während wir telefonieren. Wir sitzen auf dem Heimtrainer, während wir dem Hörbuch lauschen. Wir messen unseren Puls, während wir joggen. Wir denken an den Feierabend, wenn wir arbeiten und an die Arbeit während des Feierabends.
Flow, das totale Versinken in eine angenehme Tätigkeit, muss iwederentdeckt werden, um die innere Unruhe zu beenden, die den modernen Menschen umtreibt. Sei es nun Wandern, Sex, Sport, Meditation, Yoga oder was immer den Flow auslöst.
Zumindest hilft uns Flow zu verstehen, warum Menschen stundenlang vor dem Computer sitzen oder andere – uns langweilig erscheinende – Tätigkeiten ausüben können.

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