Wissenschaft im Social Web 2.0 – Blogs

Während Foren auf eine Diskussion ausgerichtet sind, in der grundsätzlich alle gleichberechtigt sind, zielen Blogs eher auf das Ein-Sender-Viele-Empfänger-Prinzip ab.
Ein Blog ist ideal, um kleine Fortschritte und Zwischenergebnisse bekannt zu geben, innerhalb einer Community oder auch öffentlich. Dies ist bei langen Untersuchungen interessant, wo die Teilnehmenden normalerweise bis zum Ende auf dem Trockenen liegen.
Für Psychologen sind Blogs deshalb interessant, um Versuchspersonen zu bekommen und als Multiplikatorfunktion. Normalerweise ist es recht schwierig, VPs zu bekommen. Mit Blogs können auch sie relativ problemlos über die Ergebnisse der Untersuchungen informiert werden, an denen sie teilgenommen haben. Sie werden dann eher bereit sein, anderen von ihren Erfahrungen zu berichten, die dann auch eher bereit sind, sich als Versuchskaninchen zur Verfügung zu stellen.

Die Kommentarfunktion ermöglicht es, Kritik oder Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, Fehler im Ablauf schnell festzustellen und erfüllen somit eine Selbstkontrollfunktion. So etwas ist in der Wissenschaft noch nicht sehr angesehen. Kritik ist das ungeliebte Stiefkind der Wissenschaft, ihre ebenso unbeliebte Schwester ist Selbstkritik.

Ein Gedanke zu „Wissenschaft im Social Web 2.0 – Blogs

  1. Na dann will ich die Kommentarfunktion doch direkt mal nutzen… ;)

    Dieses Thema ist meiner Meinung nach sehr wichtig!

    Eine volksnahe Wissenschaft, sollte jedem ermöglichen, sich über den aktuellen Forschungsstand bestimmter Themen zu informieren. Außerdem hat man durch Blogs die Möglichkeit den wissenschaftlichen Diskurs oder die Entwicklung eines Forschungsgebiets nachzuvollziehen. Man kann gegebenenfalls Fragen stellen oder sich anderweitig einbringen und man bekommt kompetente Antworten, vom jeweiligen Forscherteam oder anderen Experten auf dem Gebiet. – Das wäre doch eine kleine Revolution. Auch die Transparenz würde sich so erhöhen, da zurückgezogene Hinterzimmer-Forscher, welche ihre Ergebnisse lieber geheim halten, im Wettbewerb um Forschungsgelder und öffentliche Aufmerksamkeit, klar unterlegen wären. So könnten Push&Pull-Effekte entstehen, die dazu führen dass es alle Forscher ins Web zieht, hin zur direkten Kommunikation mit den Menschen.
    Ich würde mir wünschen, dass zukünftige Wissenschaftlergeneration das Web vollkommen selbstverständlich nutzen und dass diese Entwicklung rasch beginnt und noch mehr an Fahrt gewinnt.

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