Männismus – die Forschung am Mann

Wie im DRadio zu lesen ist;-), ist Männerforschung nun angesagt. Zumindest auf dem deutschen Markt sind “Männermagazine” noch nicht so weit verbreitet. Außer “Mens Health” gibt es nicht viel, sieht man von den reinen Erotik-Postillen wie “Playboy” ab.

MH zeigt aber deutlich, worum es Männern heute geht – oder zumindest gehen sollte, ginge es nach MH. Neben den obligatorischen Trainingstipps – die wahrscheinlich nicht einmal zehn Prozent der Leser überhaupt umsetzen – geht es ums Flirten – und um Selbsthilfe. “So setzen Sie sich durch”, “Wenn Frauen zuschlagen” und ähnliches sind die Top-Themen.

Und es geht natürlich auch ums Styling, um gesündere Haut usw. Wer hätte vor zehn – zwanzig Jahren gedacht, dass Männer solche Magazine kaufen würden, die doch einst für Frauen bestimmt waren?

Eine recht spannende Debatte gibt es mal wieder im DRadio. Die Feminstin Astrid von Friesen und der Journalist Paul Hermann sind sich im wesentlichen einig, der Mann braucht wer Förderung.

Beide kommen aber nicht auf den entscheidenden Punkt zu sprechen. Es sind überdurchschnittlich Männer mit Migrationshintergrund, die die Verlierer in der deutschen Gesellschaft bilden. Schade eigentlich, die systematische Benachteiligung von Migranten in der deutschen Gesellschaft wird einmal mehr nicht thematisiert.