Richtet die Umweltbewegung mehr Schaden als Nutzen an?

Eine polemische, aber notwendige Frage. Die Umweltbewegung hat nie kritisch reflektiert, welchen Schaden ihre Glaubenssätze angerichtet haben.

  • Das Biosiegel für angeblich biologisch angebaute Lebensmittel verhindert heute, dass die allgemeinen Standards für Lebensmittel erhöht werden.
  • Der faire Handel verhindert, dass globale Regeln für minimale Arbeitsstandards gesetzt werden, ob in der Produktion von Kaffee, Baumwolle oder Fußbällen.
  • Die Offshore-Windparks können, wie auch stationäre Windanlagen, den Vogelbestand gefährden, weil keine Maßnahmen getroffen werden, um das Hinein-Fliegen von Vögeln zu verhindern. Schlimmer ist noch, dass die Windanlagen unter Wasser gewaltigen Lärm erzeugen – Wasser leitet Schall besser als Luft – und damit auch der Fisch-Population schaden.
  • Die Ökos fahren gerne mit Pflanzensprit, der wiederum droht, den Anbau von Lebensmitteln zu verdrängen.
  • Das System der deutschen Mülltrennung ist albern, ineffizient und richtet vermutlich mehr Schaden an als Müllkippen. Schon seit langem wäre es sinnvoller gewesen, nur Bio- und sonstige Abfälle voneinander zu trennen und den Rest maschinell sortieren zu lassen. Die Müllwagen verstopfen die Straßen, die Müllsortierung findet ohnehin eher schlampig statt, doch selbst, wer das System ernst nimmt, fährt mit dem Auto zum Glascontainer, um seinen Glasabfall loszuwerden.
  • Der möglicherweise größte Schaden, den die Ökos angerichtet haben, hängt mit dem Klimawandel zusammen: Der Glaube, das Treibhausgas CO2 sei allein für den Klimawandel verantwortlich, lässt wichtige andere Gase wie das ungleich schlimmere Methan, welches in der Landwirtschaft entsteht, außer Acht.

Die Umweltbewegung mag das alles nicht mit Absicht angerichtet haben, aber sie drückt dem ihre Legitimation auf. Sie hat ihre Fehldeutungen, Missverständnisse und Dummheiten nie einer kritischen Reflexion unterzogen. Wer aber nicht aus seinen Fehlern lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen. Die traurige Ironie besteht darin, dass sie dem Tier-, Umwelt- und Naturschutz einen Bärendienst erwiesen hat.