Singen wie Bono, schreiben wie Coelho

Die Formel für erfolgreiche Popmusik ist bereits gefunden. Ob es auch eine Formel für erfolgreiche Literatur gibt? Das könnte man meinen, wenn man Paolo Coelho liest und Harald Martenstein hat sehr schön zeigt, wie es geht:

Wir blicken hinaus auf die nächtliche Straße, bis die letzte Schneeflocke des Tages die Wolken verlässt. Unsere Seelen tanzen wie Schmetterlinge aus Eis in der klaren Winterluft. Ich sage: „Mit dem, was ich tue, will ich den Menschen dazu verhelfen, Weisheit zu erlangen. Die Menschen nennen mich einen Meister. Aber die Menschen begreifen nicht, dass jeder Meister mit seiner Lampe in der Dunklen Nacht nur beleuchtet, was er selber sehen will. Die Menschen sind Meister ihres eigenen Schicksals.“ Der ganze Text erschien in der Zeit

Manche mögen sich an George Orwells „1984“ erinnern, wo Musikstücke maschinell nach Massengeschmack produziert werden.

Die Erfolgsformel in der Literatur könnte heute also etwa so lauten: Packe ein wenig Esoterik zusammen mit dem hispanischen „magischen Realismus“, mische dazu ein wenig Selbsthilfeliteratur, ein gutes Stück Dramatik und eine deftige Liebesgeschichte. Was würde wohl passieren, wenn der Dalai Lama, Stephen King,  Steven Spielberg, Phil Collins, Dale Carnegie, Bill Gates und Henry Ford sich treffen würden?