Die Macht der Rechtschreib-Kontrolle

Die Orthographie stellt den ambitionierten Schreiber oft vor große Herausforderungen. Schon seit einiger Zeit wird in bestimmten Schultypen,vielleicht auch schulübergreifend kaum noch Wert darauf gelegt, die reichlich trockenen Regeln der Syntax auswendig zu lernen.

Dadurch gelangt die Rechtschreibfunktion von Textverarbeitungsprogrammen zu ungeahnten Ehren. Im Zweifelsfalle vertraut eher den Schreibvorschlägen des Computers als dem eigenen Sprachgefühl. Der Fairneß halber muss man aber sagen, dass sie im Sinne des Dudens meistens auch recht hat. Es gibt zwar für Privatpersonen keine verbindlichen Regeln, dennoch akzeptiert man die Vorschläge.

Interessant ist dabei, dass sich etwa die Rechtschreibkontrolle von Word von der Version  97 bis 2003 kaum weiter entwickelt hat. 2007 kenne ich noch nicht. Seit mehr als zehn Jahren zickt sie herum: Obwohl man sich zum Beispiel viel Mühe macht, die eigenen typischen Tippfehler über die Autkorrektur automatisch zu korrigieren, muss man, wenn man ein altes Dokument öffnet, die gleichen alten Fehler mühsam neu korrigieren. Dabei wäre es kein Problem, eine Art dateiübergreifende Autokorrektur umzusetzen. Das würde dem Nutzer auch erlauben, veränderte Schreibkonventionen auf einen Klick in allen seinen Dokumenten umzusetzen. Wirklich ärgerlich ist, dass es keine dateitypen-übergreifende Rechtschreibkorrektur gibt. So muss man jedem Office-Paket oder HTML-Editor mühsam die Macken der eigenen Orthographie beibringen.

Zumindest kann man ihr zugute halten, dass sie durch kuriose Wortneuschöpfungen die trockene Schreibarbeit mit unerwartetet Heiterkeit erfüllen kann.

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