Fördern oder nicht fördern – ist das die Frage?

Zumindest für den WDR ist das nicht die Frage, wie bei vielen anderen Institutionen Deutschlands herrscht hier kulturelle Einheit statt Vielfalt. Der WDR treibt es dann aber doch weite:

Von den 383 Bewerbern – die meisten unter 30 und weiblich – blieben 168 übrig, deren Bewerbungsunterlagen an Redaktionen weitergeleitet wurden. 80 Bewerbungsgespräche hätten daraufhin stattgefunden. Assion weiß von mindestens acht Menschen, die nun von der WDR-Verwaltung mit einer „Beschäftigungsprognose“ versehen sind – was aber keineswegs eine Beschäftigungsgarantie bedeutet. Assions Wunsch, dass „Raus aus den Nischen“ neue Gesichter auch vor die WDR-Kameras befördert, blieb bisher unerfüllt. auf Journalismus.de von Uli Schauen

Das klingt nach einer mißlungenen Marketing-Aktion des WDR, die zusätzlich den Effekt hatte, die ausländischen Bewerber zu blamieren und die deutschen Kollegen fuchsig zu machen. Nach wie vor gilt, wer Ausländer ist, hat mit oder ohne Akzent keine Chance auf eine Karriere im Journalismus.

Man fragt sich immer, warum die Stellenausschreiber angeben, Frauen, Behinderte und)oder Ausländer würden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. In der Regel ist das Gesetz, welches aber in der Praxis keine besondere Bedeutung hat.

Außer natürlich die Demütigung derjenigen, die auf diese Aussagen hereinfallen. Nämlich dann, wenn der Job trotz ihrer Qualifikation an einen deutschen gesunden Mann geht.