Warum Web 2.0 in Unternehmen oft nicht funktioniert

Deutsche Unternehmen gehen oft nur halbherzig in das Web 2.0. Blogs ohne Kommentarmöglichkeit – das sind eigentlich keine Blogs – Foren, in denen mangelnder Kundensupport von den Nutzer kompensiert werden soll, mangelnde Feedback-Funktionen. Der häufigste Grund für das Scheitern oder Einschlafen von Web 2.0-Maßnahmen ist deren halbherzige und leidenschaftslose Umsetzung.

Im Gegensatz zu anderen Enthusiasten denke ich nicht, dass man auf jeden Fall Web 2.0 einsetzen muss. Ich habe sehr oft gesehen und gehört, dass die Unternehmen im Grunde genommen sehr viel aus dieser Form der Kommunikation nicht verstanden haben. Daß etwa eine gewisse Redundanz entsteht, die durchaus wünschenswert ist und im übrigen zur täglichen Kommunikation dazu gehört.

Bevor man Web 2.0 im Unternehmen in der internen oder externen Kommunikation einführt, muss man zunächst darüber nachdenken, was man eigentlich damit erreichen möchte. Im zweiten Schritt muss man überlegen, mit welchem Medienforma man das am besten erreichen kann. Als Drittes muss ein Mensch gefunden werden, der etwas davon versteht, der Spaß an dieser Kommunikationsform hat und weiß, wie man sie einsetzt.

Deutsche Unternehmen scheinen aber eher darauf bedacht, per se modern zu sein. Das Format wird aber dann scheitern, wenn keine klaren Ziele gesetzt sind, wenn niemand mit Leidenschaft daran teilnimmt und wenn niemand die Administration übernimmt.