Verkehrsinfarkt – Autos verringern die Mobilität

Der Autofahrer muss für jeden Menschen dankbar sein, der sein Auto stehen läßt. 96 – 98 Prozent aller Autos sind zu einer beliebigen Tageszeit geparkt. Zwischen 7 – 9 Uhr morgens und 16 – 18 abends bekommen wir eine Ahnung davon, wie der Verkehr aussähe, wenn endlich mehr Leute auf das Auto umsteigen würden.

Zwei gegenläufige Tendenzen verstärken den Verkehr. Mobile Menschen mit Auto ziehen aus der Großstadt in den Speckgürtel. Und Supermärkte, Shopping Center und andere große Märkte ziehen aus der Großstadt und werden auf der grünen Wiese in Industriegebieten oder Randgebieten neu errichtet.

Nun haben wir Besseres zu tun, als unsere Einkäufe durch die übervolle Innenstadt spazieren zu tragen. Viele Leute aber haben kein Auto und keine andere Wahl.

In einer anderen Welt könnten wir mit unserem automobilen Nachbarn einkaufen gehen. Carsharing würde dafür sorgen, dass viele Leute günstig von Punkt A nach Punkt B kommen. Die Innenstadt wäre ein grüner Ort, an dem man sich gerne draußen aufhält.

Stattdessen wird es eher schlimmer. Der Warentransport verlagert sich von den Schienen auf die Straße. Tata oder andere Firmen werden bald Fahrzeuge zu deutlich günstigeren Preisen anbieten. 5000 Euro sind durchaus realistisch.

Der Individualverkehr führt natürlich dazu, dass Bus und Straßenbahn im Verkehr stecken bleiben und damit natürlich wiederum unzuverlässiger werden als der Individualverkehr. Unsere Regierung hat noch immer keinen zukunftsträchtigen Plan, den öffentlichen Verkehr zu fördern.

Tatsächlich muss aber der Anreiz erhöht werden, auf den öffentlichen Verkehr, auf Fahrrad, Inline-Skates oder was auch immer umzusteigen. Niemand fährt gerne in der Innenstadt Fahrrad. Man kann sich die Abgase auch leichter und direkter zuführen.