Kinderporno-Sperren leicht umgehbar

Die Regierung hat nun beschlossen, Seiten mit kinderpornographischem Inhalt mit Untetstützung einiger Internet-Service-Provider für den Zugriff über Deutschland zu sperren.

Kinderpornographie – wie sie hierzulande genannt und verboten ist – ist in einigen Ländern der Welt legal. Eine Strafverfolgung wäre nur international möglich, wenn im Land, wo die Verantwortlichen sitzen, das Verhalten ebenfalls strafbar ist.

Nun wird der fatale Eindruck erweckt, Kritiker der geplanten Maßnahmen gegen Kinderpornographie seien bestenfalls Fatalisten, schlimmstenfalls…

Das Blöde an den geplanten Maßnahmen ist, dass sie nicht funktionieren. Auch in Schweden haben sie nicht funktioniert. Die Konsumenten von Kinderpornos dürften spätestens jetzt wissen, wie man diese Sperren umgehen kann. Sie basieren auf dem DNS-System, das sich sehr leicht umgehen lässt.

Sie können die Situation sogar noch verschlimmern: Anhand der Filter lassen sich Horrorlisten  mit Kinderpornoseiten zusammenstellen. Ähnlich wie indizierte Spiele oder Bücher werden dann Listen mit IP-Adressen herumgereicht, womit das ganze System ad absurdum geführt wird.