Auch Kabel Deutschland hat kein Faible für den Datenschutz

Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche und netzpolitik reichte der größte Kabelbetreiber Deutschlands Daten zur Kundenaquise an zweifelhafte Call Center weiter. Die Callcenter-Unternehmen erhielten die Daten in Form von Excel-Dateien, die sie wiederum an weitere Callcenter-Unternehmen weitergeleitet haben, weil sie die Aufträge selbst nicht vollständig abarbeiten konnten. Die Daten kursieren nun im In- und Ausland, Kunden von Kabel Deutschland werden nun mehr belästigt als sonst.

Wenn schon Datenschutzverletzung, dann millionenfach, so scheint die Überzeugung bei Staat und Wirtschaft zu sein. Dabei sollten gerade Unternehmen ein hohes Interesse daran haben, dass ihr größter Schatz, ihre Kundendaten, nur in ihren Händen bleiben.