Kommentar zu Astrid Herbolds “Das große Rauschen”

Heute morgen hörte ich zufällig auf WDR 5 ein Interview mit der Journalistin Astrid Herbold. In der Sendung “Neugier genügt” sprach sie über ihr Buch “Das große Rauschen”. Da waren allerlei Merkwürdigkeiten zu hören, zum Beispiel findet sie es nicht gut, dass die Leute andere Leute googeln, bevor sie diese Leute treffen. Im gleichen Atemzug sag sie, sie würde selber Leute googeln, bevor sie sie trifft.

Zudem ärgerte sie sich über die Internet-Community, weil diese die Kinderporno-Internetsperren der Regierung kritisieren. Und das, obwohl sie wohl verstanden hat, dass diese Zugriffssperren leicht umgangen werden können.

Wenn Herbolds Buch ähnlich kritisch ist, dann bleibt das große Rauschen auf unseren Kopf beschränkt. Es reiht sich somit in eine Kette von Kulturkritikern, die irgendwo zwischen Peter Hahne, Frank Schirrmacher und Udo DiFabio rangiert. Schade eigentlich, zu kritisieren gäbe es genug, zum Beispiel das Fehlen einer brauchbaren Medienpädagogik an deutschen Schulen.