Verteiltes Rechnen in Unternehmen

Bekanntermaßen versuchen Unternehmen ihre Mitarbeiter möglichst effizient einzusetzen. Bei den Computern ist das aber bisher nicht der Fall. Die neuesten Rechner mit Dual oder Quadcore, großen Arbeitsspeichern und leistungsfähigen CPUs stehen bereit, doch nur ein Bruchteil von deren Leistung wird tatsächlich benötigt oder verwendet.

Die Idee des verteilten Rechnens ist spätestens seit dem Experiment mit dem Large Hardron Collider im Genfer CERN bekannt. Das Experiment musste pausieren, weil Teile des Systems Fehler aufwiesen. Seitdem ist vom CERN in den normalen Wissenschaftsnachrichten nichts mehr zu hören.

Interessant für Außenstehende ist dennoch die Idee, dass man sozusagen Rechnerleistungen für deren ressourcenfressende Berechnungen spenden kann. Man installiert sich dabei eine Software auf dem PC, die über die Internet-Leitung Aufgaben erhält, die auf der eigenen Maschine angestellt und an den Absender zurückgesendet werden.

Eine Herbstausgabe der c´t – September oder Oktober – berichtet allerdings, das Ganze sei zumindest aus ökologischer Sicht nicht besser als ein Super-Computer. Die Super-Computer sind effizienter, was die Energieverwaltung angeht als der Privat-PC.

Interessant aber wären solche Leistungen in Unternehmen, die ein großes Rechenzentrum und viele Einzelplatz-PCs betreiben. Wie ich eingangs sagte, werden diese PCs nicht sehr effizient eingesetzt, ihre Leistungsfähigkeit wird bei weitem nicht ausgenutzt. Selbst mit zwei Office-Anwendungen, einer Bildbearbeitung, einem Browser, die vielleicht alle gleichzetig laufen, ist der Arbeitsspeicher kaum ausgelastet. Zudem dauert das Hochfahren der Rechner so lang, dass viele Mitarbeiter auch bei längerer Abwesenheit den Rechner nicht abschalten oder in den Standby-Modus fahren.

Was im Übrigen zeigt, daß Energie noch immer zu billig zu sein scheint. Wie auch immer, diese brach liegende Rechenleistung könnte vom zentralen Rechenzentrum oder Serverpark effizient eingesetzt werden, um Teile von Anwendungen auszulagern. Die Anwendung müsste feststellen, wie viel Leistung der Arbeitende gerade benötigt und dynamisch jene Leistung nutzen, die der Mensch, der gerade am Rechner sitzt im Augenblick nicht benötigt.

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