Web 3.0 auf dem Sprung?

Das clevere Web scheint auf dem Sprung zu sein – mal wieder, muss man wohl sagen. WolframAlpha hat etwa bei Dr. Web und weiteren Blogs gewisse Erregung ausgelöst. Stephen Wolfram ist nun keiner der üblichen Highsporns, immerhin hat er Projekte wie Mathematica realisiert.

Allerdings handelt es sich um ein kommerziell tätiges Unternehmen, wie so oft setzen Amerikaner eine – vielleicht – gute Idee in einem kommerziellen Unternehmen um. Das heißt praktisch, vieles von dem, was verlautbart wird, mag reines Marketing sein, wir dürfen gespannt sein.

Aber auch Deutschland scheint aus den Suchmaschinenlöchern zu kommen. Die Maschine Frag Sammy verspricht vollmundiges: Die Entwickler  versprechen

Egal ob chatten, suchen, Fragen beantworten oder rechnen – Sammy kann es!

Wobei man allerdings sagen muss, daß chattende Programme nicht gerade neu sind. In den verstaubten Kammern meines Gehirns erinnere ich mich sogar, daß es solche Programme schon recht früh gab. Der Computer-Philosoph Joseph Weizenbaum hatte sich so etwas ausgedacht. Etwas Neues wäre höchstens, zwei dieser Programme sich miteinander unterhalten zu lassen. Da könnte was Interessantes, zumindest aber amüsantes herauskommen.

Doch ich schweife ab. An den beiden Projekten kann man erkennen, wie unterschiedlich stark die Aufmerksamkeit fokussiert. Ein Mensch aus dem fernen Amerika schafft es mit markigem Marketing mehr Aufmerksamkeit zu erzielen als ein deutsches Startup mit ähnlichen Versprechen.

Doch Wettbewerb belebt das Geschäft. Man darf gespannt sein. Eine Konkurrenz für Google wäre eine solche Antwortmaschine allerdings nicht. Eine Anwendung, die eine Frage beantwortet, ist keine Suchmaschine.

Edit: Einen Betatest von WolframAlpha gibt es in der technology review.