Die Fehler der Anderen

Das aktuelle SZ-Magazin bündelt Texte zur Sprache.  Die Autoren des Magazins interviewen dabei auch ihre eigenen Schlussredakteure, welche den Texten vor der Veröffentlichung ihren letzten Feinschliff verpassen.

Wenn es um ihre Texte geht, sind viele Autoren wie Riesenbabys, die von keinem ihrer Worte ablassen wollen. Interessant ist ja das Phänomen, dass man anderer Leute sofort erkennt, während man die eigenen Fehler gerne übersieht. Das gilt wohl für Texte, aber auch für das normale Leben.

Dabei muss sich bewusst sein, dass es sich bei den Leuten, deren Texte hier redigiert werden, bereits um professionelle Schreiber handelt, bei den eigentlich nicht so viel Nachbearbeitung nötig sein sollte.Das Web hat allerdings dazu beigetragen, dass Texte kaum noch Korrektur gelesen werden, so dass Rechtschreib- und Grammatikfehler die Regel und nicht mehr die Ausnahme sind.

Da die meisten Blogs ebenfalls nicht von einem Profi schluss-korrigiert werden, sollte man daher über Tipp- und Stilfehler großzügig hinweg sehen. Unverzeihlich sind aber Ungenauigkeiten im Ausdruck, denn letzten Endes verfehlt man damit die Absicht, sich klar und verständlich auszudrücken. Missverständnisse müssen auf jeden Fall vermieden werden.