Warum Indien und China beim Umweltschutz voran gehen sollten

China soll angeblich bereits der größte Verursacher von Co2-Emissionen sein. Das mag stimmen, die Kritik an China greift aber zu kurz:

  1. Chinas Bevölkerung ist vier Mal so groß wie die der USA.
  2. China produziert einen großen Teil der globalen Waren wie Kleidung, Elektronik aber auch Agrargüter, die es exportiert und nicht selber verbraucht.

Eine solche Kritik an China wird endgültig lächerlich, wenn man den unterschiedlichen Lebensstil von Chinesen und Amerikanern vergleicht. In Indien hingegen leben mehr arme Menschen als in ganz Afrika.
Dennoch gibt es zwei Gründe, warum China und Indien die Chance nutzen sollten, sich an die Spitze der Umweltbewegung zu setzen:

  1. Beide erheben den Anspruch, globale Führungsmächte zu sein, ohne die damit verbundene Verantwortung bisher übernommen zu haben. Ob andere das bisher im ausreichenden Maße getan haben, ist eine andere Frage.
  2. Beide sind dynamisch wachsende Volkswirtschaften. Sie haben damit die Chance, die Wachstumsfehler des Westens nicht zu wiederholen, sondern von Anfang an auf Nachhaltigkeit zu setzen.

Die Inder beherrschen dabei die nachhaltige Wirtschaft. Weil sie kein Geld haben, wird alles so lange verwendet, wie man es verwenden kann: Plastikflaschen, Tüten, Kleidung, Autos… Natürlich produzieren sie dennoch Abfall und gehen nicht all zu rücksichtsvoll mit diesem Abfall um, da es oft keine echten Mülldeponien gibt. Würden sie aber so viel Abfall produzieren wie die Deutschen oder Amerikaner, würde das ganze Land in wenigen Tagen in Abfall ersticken.
Die westlichen Länder aber müssen Know-Now, Technik und Patente an diese Länder übergeben, da sie selbst nicht darüber verfügen und somit auch nicht in der Lage sind, nachhaltig zu agieren. Aber selbst hier harpiert es, der Westen teilt ungern seine auf Umweltverschmutzung gewonnenen Erkenntnisse, sondern fordert lediglich nur Handlungen ein, ohne selbst konsequent gehandelt zu haben.