Auch Heise hat es inzwischen gemerkt: Vodafone kappt WayFinder Access, eine Navigationslösung für Blinde auf Nokia-Handys. Ein anderes Thema kommt dabei zu kurz: die horrenden Preise für Hilfssoftware.
Die Sprachausgabe für Handys kostet mehrere hundert Euro und ist dabei an ein einzelnes Gerät gebunden. Für diesen stolzen Preis bekommt ein Sehender ein anständiges Smartphone ohne Vertragsbindung. WayFinder Access kostet noch mal ein paar hundert Euro und – wie man sieht – hat man da ganz schnell ganz viel Geld in den Sand gesetzt.
Vodafone wäre gut beraten, wenn es die freie Lösung Loadstone GPS unterstützen würde, womit sich auch der Protest der blinden Nutzer von Wayfinder erledigen würde.
Ich denke allerdings, dass Symbian ohnehin keine Zukunft hat und auch Nokia sich klammheimlich von diesem Betriebssystem verabschiedet. Nokia selbst arbeitet an dem linux-basierten Maemo, Google puscht das ebenfalls linux-basierte Android, Apple hat ebenso wie Palm und Blackberry sein eigenes System. Zumindest die ersten drei genannten Systeme sind wesentlich flexibler als Symbian.
Ob man Apple mag oder nicht, das iPhone hat als einziges Handy überhaupt von Haus aus einen Screenreader an Bord. Android arbeitet angeblich daran, das mobile Windows wird vermutlich keinen bekommen, mehr zu Screenreadern in Betriebssystemen. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass Symbian bald aussterben wird und mit ihm natürlich auch jede darauf basierende Software.
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