Die Freunde meiner Freunde – wie verlaufen Einflüsse in sozialen Netzen?

Dass Freunde sich gegenseitig beeinflussen und Gleiches sich anzieht, ist altbekannt. Das Letztere nennt man Homophilie, die Homophilie dürfte also innerhalb von Gruppen dazu führen, dass sich solche gleichen Eigenschaften weiter verstärken und nicht ähnliche Neigungen sich eher verringern. In einer Gruppe mit starken Rauchern und geringer Neigung zu Süßigkeiten wird der Raucher, der später dazu kommt tendentiell mehr rauchen und weniger Süßigkeiten essen, um ein sehr plattes Beispiel zu nennen.
Ein solches Netz ist nicht gleichförmig aufgebaut, jede bekannte soziale Gruppe besteht aus stärkeren und schwächeren Netzwerken. Während der Faktor, wie einzelne Menschen sich gegenseitig beeinflussen recht gut zu überprüfen ist, stellt sich die Frage, wie weit sich Einflüsse von innen nach außen bzw. von außen nach innen vollziehen. Beeinflusst mein Handeln das Handeln der Freunde meiner Freunde?
Solche Fragen behandeln die Wissenschaftler Nicholas Christakis und James Fowler
in ihrem neuen Buch “Connected. Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist”, das gerade auf Deutsch erschienen ist. Hier ein Audio-Feature dazu auf DRADIO Wissen. Und hier ein Video, auf YouTube gibt es noch mehr davon.

Die beiden neigen sicher zur Übertreibung. Andererseits sind Netzwerk-Effeke in der Soziologie in den sogenannten Peer-Groups bisher kaum untersucht. Und das sich Phänomene ähnlich wie Epidemien durch soziale Ansteckung ausbreiten, ist umbestritten.

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