Access News vom 12. August 2010 – sprechende Telefone und die Schwäche der Marktführer

Viele Betriebssysteme für Smartpohnes und Tablets kommen mit eingebauten Funktionen für Sehbehinderte und Blinde. Apples VoiceOver ist bereits sehr bekannt, aber auch Googles Android verfügt über Sprachausgabe und Bildvergrößerung. Das ist vor allem peinlich für die Marktführer Nokia und Microsoft, bei denen die Hilfssoftware teuer dazu gekauft werden muss.
Microsoft plant meines Wissens nach weder für den Desktop noch für das geplante mobile Windows 7 solche Funktionen. Nokia-Geräte waren dank teurer Zusatzsoftware lange Zeit beliebt bei Blinden, doch die Finnen haben es trotz jahrelanger Marktführerschaft nicht für nötig gehalten, ihre Geräte von Haus aus für Blinde und Sehbehinderte zugänglich zu machen.

Dies und das

Eine neue Erweiterung erlaubt das Formatieren und Drucken von Braille auf geeigneten Druckern.

Microsofts Spielekonsole Kinect soll Gebärdensprache verstehen. Genauer gesagt, die American Sign Language, womit die Konsole auch für Gehörlose oder Schwerhörige interessant werden könnte. Ein entsprechendes Patent wurde angemeldet, ob die Funktion in der ersten Generation des Gerätes verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt.

Update um 14:48 Uhr: WinFuture meldet, Microsoft verzichtet aus Kostengründen auf die Gebärdensteuerung. Die eingebaute Kamera und Hardware ist nicht leistungsfähig genug, um die Bewegungen verarbeiten zu können. Bravo MS, mal wieder mögliche Sympathie-Punkte verschenkt.

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