Meine Beiträge zum Barcamp Bonn 2017

Und wieder ist ein BarCamp Bonn um. Mein Dank geht an Sascha, Karin und Johannes für das wieder mal hervorragend organisierte Event.

Besonders hat mich in diesem Jahr gefreut, dass ich nicht der Einzige mit einer sichtbaren Behinderung war. Passt auf, irgendwann sind wir Behinderten die Mehrheit:-)
Ich will mich jetzt auch nicht lange mit Kritik aufhalten. Stattdessen liefere ich kurz nach, was ich meinen Sessionteilnehmern versprochen habe.

Wie barrierefrei ist meine Website?

Auf Slideshare sowie hier als PowerPoint-Folien stehen die Infos zu meiner Session mit dem Thema „Wie barrierefrei ist meine Website?“. Wer dabei war: Ich habe die meisten Bilder aus Copyright-Gründen rausgeschmissen. Dafür habe ich im letzten Teil ein paar Links ergänzt. Bitte stört euch nicht an Tippfehlern und holprigen Formulierungen, das Teil habe ich in einer Nachtschicht produziert.
Ein Teilnehmer hatte mich gefragt, wie er seinen Kunden von Barrierefreiheit überzeugen kann. Ich verweise einfach mal auf einen Beitrag zu diesem Thema. Wenn ich Zeit habe, schreibe ich einen eigenen Beitrag über das Thema.

Zusammenfassung der Session Mobilität und Behinderung

Zu meiner Session vom Freitag habe ich hier eine kurze Zusammenfassung geschrieben. Wenn die Beteiligten noch gerne etwas ergänzen möchten, schreibt das gern in die Kommentare oder per Mail an domingos20000@googlemail.com.
Es waren Menschen mit verschiedenen Behinderungen anwesend: Ein Rollstuhlfahrer, ein Träger eines Cochlea Implantats, ein Sehbehinderter und meine Wenigkeit als gesetzlich Blinder.
Matthias, der sehbehinderte Teilnehmer, schildert, dass er häufig Probleme hat, Anzeigen und Beschriftungen zu lesen.
Der Rollstuhlfahrer Thomas hat über seine eigenen Erfahrungen mit der Mobilität berichtet. Er benutzt die öffentlichen Verkehrsmittel in Bonn im Wesentlichen nicht, weil es zu schwierig ist, die Schwellen zu überwinden. Seiner Erfahrung nach gibt es kaum barrierefreie Busse und Bahnen.
Ein Teilnehmer Wirft dazu ein, dass die Verkehrsanbieter gefordert sind, bis 2022 den öffentlichen Nahverkehr barrierefrei zu machen. Bis jetzt sei in diesem Bereich noch wenig passiert.
Yasemin wirft die Frage ein, wie man den Menschen am besten hilft. Domingos erweitert die Frage. Die Großmutter einer Freundin von ihm ist kürzlich verstorben. In ihren letzten Jahren war sie auf einen Rollator angewiesen. Sie traute sich nicht, den Bus zu nutzen, weil ihr bei ihrer ersten Busfahrt niemand geholfen hat, den Rollator in den Bus zu heben. Es gibt vor allem bei Spät-Behinderten eine Furcht davor, andere Menschen um Hilfe zu bitten. Domingos fragt, wie man den Betroffenen helfen kann. Es gibt im Wesentlichen zwei Ansätze:

  • Zum Einen muss die Sensibilität erhöht werden. Passanten und Mitfahrer sollten aktiv ihre Hilfe anbieten.
  • Zum Anderen sollten die Betroffenen lernen, wie sie am besten um Hilfe bitten. Viele Menschen sind abgelenkt und kriegen nicht mit, dass jemand Probleme hat.

Kurz wird die Frage diskutiert, ob man das Problem nicht technisch lösen kann. Könnte man vielleicht eine App entwickeln, mit der die Leute nach Personen in der Nähe um Hilfe bitten können. Dazu wird eingeworfen, dass eine direkte Kommunikation sinnvoller ist.
Falls die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch Ergänzungen oder weiteren Diskussionsbedarf haben – immer her damit.

2 Gedanken zu „Meine Beiträge zum Barcamp Bonn 2017&8220;

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