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Was ändert sich durch die RICHTLINIE EU 2016/2102 für barrierefreie Webseiten?

Die RICHTLINIE (EU) 2016/2102 hat dem Vernehmen nach noch niemandem schlaflose Nächste bereitet. Was sie konkret für Veränderungen für barrierefreie Webseiten bringt, erfahrt ihr hier.
Die Eu-Richtlinie 2016/2102 tritt am 23. September in Kraft. Webseiten, die ab diesem Tag online gehen, sollen barrierefrei sein. Für bestehende Web-Angebote gibt es Übergangsfristen.

EU-weite Harmonisierung

Eines der Probleme barrierefreier Webseiten war, dass viele Körperschaften ihre eigenen Regeln erlassen konnten oder mussten. Das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz und die BITV 2.0 gelten für die Bundesebene, nicht aber für die Länder. Diese hätten im Prinzip ihre eigene Bitv 2.0 erlassen müssen. Defacto dürften sich aber die meisten Bundesländer an der BITV 2.0 orientiert haben. Die Kommunen sind dem gefolgt oder haben einfach gar nichts gemacht.
In diesem Punkt schafft die Richtlinie Klarheit. Vom letzten Dorf bis zur EU-Ebene werden einheitliche Regeln gelten, nämlich die EN 301 549, die wiederum auf der WCAG basieren. Tritt eine aktuellere WCAG in Kraft, wird sie relativ schnell in die En aufgenommen, zumindest war das bei der WcAG 2.1 der Fall. Entsprechende nationale Richtlinien müssen bis zum 23.9.2018 angepasst werden.
Auch mobile Anwendungen, womit native und nicht-native Apps gemeint sind, sollen barrierefrei werden. Hier dürfte der Aufwand überschaubar sein: Ich kenne so gut wie keine Apps öffentlicher Anbieter.

Wer ist verpflichtet?

Wie gehabt sind öffentliche Einrichtungen verpflichtet, ihre Webseiten barrierefrei zu machen.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ausdrücklich ausgenommen. Für ihn sollen eigene Regeln erlassen werden.
Zur Barrierefreiheit verpflichtet sind laut der EU-Richtlinie 2016/2102 allerdings auch Einrichtungen mit Bezug zum Thema Behinderung. Hier ist die Formulierung unklar. Betroffen seindürften zumindest große träger der Behindertenhilfe wie die Carittas oder die Diakonie. Auch hier müssen wir allerdings abwarten, was im deutschen Gesetz final stehen wird.

Erklärung zur Barrierefreiheit

Die Verpflichteten sollen auch eine Erklärung dazu abgeben, wie barrierefrei ihre Website ist. Dazu gehört auch eine Begründung, ob bestimmte Bereiche nicht barrierefrei sind und warum das so ist.

Prüfung und Berichtswesen

Die Regierung wird durch die EU-Richtlinie 2016/2102 dazu verpflichtet, die Einhaltung der Richtlinie regelmäßig zu prüfen. Sie soll an die EU berichten, wie die Barrierefreiheit fortschreitet.
Auch hier wird spannend sein zu sehen, wie die Verantwortlichen prüfen und berichten werden. Es läuft wahrscheinlich auf ein halb automatisiertes, halb manuelles Testverfahren hinaus.

Feedback-Mechanismus mit Antwortpflicht

Die Anbieter sollen einen Feedback-Mechanismus zur Barrierefreiheit anbieten. Zudem sollen die Anbieter in angemessener Zeit antworten. Das dürfte interessant werden, da zumindest kleinere Kommunen kaum Kompetenz in diesem Bereich haben. Sie werden also nicht in der Lage sein, sinnvoll auf entsprechende Anfragen zu antworten.

Verpflichtung zur Qualifizierung

Ebenfalls verpflichtet die neue EU-Richtlinie die öffentlichen Träger dazu, Mitarbeiter in Sachen digitaler Barrierefreiheit weiterzubilden. Ob das tatsächlich passiert, müssen wir einmal abwarten.

Fazit: Vieles bleibt noch unklar

Wir werden wohl den Stichtag 23.9.2018 und dann die konkrete Umsetzung abwarten müssen, bis die Umsetzungsvorschriften und das konkrete Vorgehen endgültig bekannt sind.
Wirklich große Änderungen sind nicht zu erwarten. Die Bundes- und LandesEinrichtungen erfüllen die Anforderungen wahrscheinlich schon im Wesentlichen, da sie sich an der BITV 2.0 orientiert haben. Die reicheren Kommunen werden bald nachziehen, die Ärmeren werden wahrscheinlich gar nichts tun. Da keine Sanktionsmechanismen vorgesehen sind, besteht aus deren Sicht wohl auch kein akuter Handlungsbedarf. Den Trägern der Behindertenhilfe, zumindest ihren lokalen Ablegern, dürfte vielfach gar nicht bekannt sein, dass sie verpflichtet wären, also sind auch hier keine Änderungen zu erwarten.

Zum Weiterlesen

Erfahrungen mit dem E-Mail-Anbieter Posteo – besser nicht

Für Leute, die ein alternatives E-Mail-Postfach suchen, habe ich meine Erfahrungen mit Posteo zusammengetragen.

Schlechter Support

Ich benutze meine Posteo-Mail als geschäftliche E-Mail-Adresse. Leider kam man auf die glorreiche Idee, mich ohne Vorwarnung von meinem Postfach auszuschließen. Meine E-Mails wurden vom Support nicht beantwortet.
Das ist geschäftsschädigend und ziemlich armselig für einen angeblich alternativen Postfach-Anbieter.

Nicht barrierefrei

Die Oberfläche von Posteo ist leider nicht barrierefrei. Leider hat man auf die Belange blinder und sehbehinderter Nutzer keine Rücksicht genommen. Zwar wurde versprochen, mehr Rücksicht auf die Belange behinderter Nutzer zu nehmen. Dem ist aber keine konkrete Handlung gefolgt.
Die Web-Oberfläche ist schlecht strukturiert, Anhänge sind kompliziert einzubinden, die Web-Obeffläche ist sehr unübersichtlich.

Klein und teuer

Für die Leistungen, die Posteo bietet, ist das Postfach zu klein. Da findet man bei anderen Anbietern deutlich bessere Leistungen für den gleichen Preis.

Kein Spamfilter

Bis auf die Möglichkeit, Regeln zu definieren verfügt Posteo über keinen vernünftigen Spamfilter. Das ist heute ein K.O.-Kriterium.

Schlechte Erreichbarkeit
Probleme mit der Erreichbarkeit gehören bei Posteo leider zum Alltag. Das Postfach ist häufiger nicht zu erreichen. Daneben gibt es häufig Probleme, wenn man eine Mail verschicken möchte. Die Oberfläche friert einfach ein und tut gar nichts mehr. Offenbar sind die Mailserver von Posteo zu schwachbrüstig.

Fazit: Lieber einen anderen Anbieter als Posteo

Posteo rühmt sich seiner Sicherheit und grünen Vorsätze. Für einen professionellen Mail-Anbieter ist das aber zu wenig. Schlechter Support, altbackene Oberfläche, mangelnde Barrierefreiheit und geringe Zuverlässigkeit machen den Anbieter für Geschäftskunden uninteressant.

Welchen Browser verwenden Blinde?

Es ist gar nicht so lange her, dass Blinde im Grunde nur einen Browser auf dem Desktop benutzen konnte. Die Frage hieß Jaws/Internet Explorer oder NVDA/Firefox. Heute hat sich die Situation stark verändert. Da ich mich mit Jaws seit der Version 11 nicht mehr auskenne, beziehen sich alle folgenden Aussagen nur auf NVDA.

Die neue Browser-Vielfalt

NVDA kann schon seit längerem mit anderen Browsern zusammenarbeiten: Edge funktioniert prinzipiell, ist aber nicht wirklich komfortabel. Gleiches gilt für den Internet Explorer.
Nach der Veröffentlichung von Firefox Quantum haben sich viele Blinde nach Alternativen umgesehen. Quantum macht im Zusammenspiel mit NVDA nach wie vor Probleme und eine Lösung zeichnet sich nicht ab. Gerade komplexe, aber auch einfache Seiten machen mit Firefox Quantum keinen Spaß mehr.
Dabei machen sowohl Google Chrome als auch Opera eine recht gute Figur. Beide funktionieren zumindest was das Surfen angeht recht gut. Die Interaktion mit komplexen Inhalten wie Formularen habe ich bisher nicht intensiv getestet.
Ich bin aber deshalb neugierig geworden und habe alternative Browser auf iPhone und Android ausprobiert. Und was soll ich sagen? Auf dem iPhone funktionieren Firefox, Chrome und Opera Mini sehr gut und sind teils schneller als Safari. Nicht falsch verstehen, alle Browser haben ihre Macken, etwa unbeschriftete Buttons und nervige Meldunge. Doch im großen und Ganzen funktionieren sie gut. Safari ist gerade bei komplexen Websites für meinen Geschmack zu langsam.
Auf Android habe ich nicht so intensiv getestet, aber auch hier funktionieren Firefox und Opera prinzipiell mit TalkBack.

Der meistgenutzte Browser unter Blinden dürfte der Safari auf dem iPhone oder iPad sein. Die Zahl blinder iPhone-Nutzer ist recht hoch und die meisten bevorzugen den integrierten Browser.
Auf dem Desktop dominieren Firefox und Internet Explorer. Nimmt man den Safari auf dem Mac dazuk, dürften fast 100 Prozent der blinden User erfasst sein.

Fazit: Mehrere Browser

Es ist natürlich eine gute Nachricht für uns, nicht für Entwickler. Niemand könnte heute eine Website mit allen denkbaren Kombinationen aus Betriebssystem, Screenreader und Browser mit ihren unterschiedlichen Versionen testen. Aber dafür gibts ja die Webstandards.
Für uns ist es gut, dass wir jetzt die Wahlfreiheit haben. Der Trend geht meines Erachtens dahin, dass wir uns jeweils den besten – sprich schnellsten oder am besten bedienbaren – Browser für die jeweilige Anwendung suchen. Umfangreiche Websites mit Opera, Formulare ausfüllen mit Firefox und so weiter. Ich kann die Blinden nur ermutigen, auch andere Browser intensiv zu testen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass manche Dinge in einer bestimmten technischen Kombination, also Browser X und Screenreader Y funktionieren und in anderen nicht. Das liegt ein Stück weit am unterschiedlichen Umgang mit Webtechniken. Es lohnt sich also auch deshalb, unterschiedliche Browser auszuprobieren, wenn etwas nicht funktioniert.

Mein Rückblick auf das #bcbn18

Wie immer war es mir ein Vergnügen, auf dem Barcamp Bonn dabei gewesen zu sein. Die Stimmung ist immer sehr gut und allmählich ist es wie ein zu groß geratenes Klassentreffen. Die Lokation der Hochschule Bonn Rhein Sieg ist gut gewählt.
Wie immer gibt es auch einen Rückblick auf die einzelnen Sessions, die ich besucht habe. Ich verlinke die Twitter-Accounts der Speaker, soweit vorhanden und für mich auffindbar. Falls jemand falsch verknüpft wurde, gern Bescheid sagen. Im Sessionplan stehen in der Regel leider gar keine oder nur die Vornamen.
Die erste Session drehte sich um das Thema eLearning. Die Dikskussion drehte sich hauptsächlich um den Sinn und Unsinn von Lernvideos. Außerdem wurde deutlich, dass große Learning Management Systeme wie Moodle für die meisten Zwecke zu komplex sind. Viele Aufgaben ließen sich auch mit Learnpress für WordPress erledigen.
Die zweite Session von Johannes drehte sich um unterschiedliche Fragen der digitalen Bildung. Es lief auf die Kernfrage hinaus, wie man MINT-Themen für Mädchen und junge Frauen attraktiver machen kann. Als Fazit würde ich mitnehmen, dass die Szene sich in Bonn stärker vernetzen möchte. Es gibt viele einzelne Leuchtturmprojekte, die den jeweils anderen Aktiven nicht bekannt sind und deshalb wenig genutzt werden. Johannes hat vor, die Szene etwa mit einem Stammtisch besser zu vernetzen.
Die dritte Session drehte sich um Home-Schooling. Ich bin nicht von der Sinnhaftigkeit überzeugt und war es auch nach der Session nicht. Die Schule hat tausend Probleme, die lassen sich aber nicht lösen, indem man seine Kinder zuhause behält.
Session Nr. 4 von @scribophil handelte über die Frage, wie man Arbeitnehmer finden kann. Der Mangel an Fachkräften ist ein allgemeines Problem. Die Unternehmen des Mittelstandes sind aber zu konservativ in ihrer Art, nach geeigneten Bewerbern zu suchen.
Die fünfte Session von @domingos2 drehte sich um das Thema Inklusion und Bildung. Wie immer schlecht vorbereitet überließ der Moderator den Anderen das Reden. Es kamen im Wesentlichen zwei Fragen auf: Wie kann man behinderte Menschen im Ehrenamt einbinden. Das ist ein schwieriges Thema, da es fürs Ehrenamt oftmals keine finanziellen Hilfen oder Assistenzen gibt. Wir einigten uns darauf, dass behinderte Menschen am besten wissen, welche Hilfen sie benötigen und was sie leisten können. Eine generelle Lösung gibt es nicht. Vielmehr ist Improvisation gefragt und möglich.
Die zweite Frage drehte sich um das Schulsystem. Ein Vater berichtete, dass seine Söhne in einer Klasse mit zwei verhaltensauffälligen Kindern beschult wurden. Dabei habe es zweifellos viele Probleme gegeben. Doch habe es im Großen und Ganzen gut funktioniert. Ein Teilnnehmer verwies darauf, dass die starke Leistungsorientierung in der Schule zu einer der Kernprobleme nicht nur für behinderte Schüler gehört. Und schon waren 45 Minuten vorbei.

Smartphones in der Schule – wie sie den Unterricht für Blinde und Sehbehinderte erleichtern

Smartphones und Tablets im Unterricht sind ein kritisches Thema. Doch gerade für den inklusiven Unterricht für Blinde und Sehbehinderte bieten sie viele Vorteile.

Texte schnell erfassen

Probleme gibt es, wenn der Lehrer spontan einen Text verteilen möchte. Er kann dem Kind den Text vorher zuschicken, im Netzwerk bereit stellen oder das Kind digitalisiert ihn einfach mit der Kamera des Smartphone selber. Die Qualität der Texterkennung ist mit den aktuellen Geräten und einer App wie SeeingAI von Microsoft mittlerweile recht gut. Eine Einscannhilfe zur Positionierung der Kamera ist sinnvoll und immer noch wesentlich flexibler als ein Flachbettscanner.

Texte und Bücher immer dabei

Ab und zu sehe ich Kinder und fühle ich an meine Schulzeit erinnert. Ich sehe vor allem viel zu große, volle und wahrcheinlich auch schwere Schultaschen mit weiß Gott wie vielen Schulbüchern. Das Faible Sehender für bedrucktes Papier konnte ich noch nie nachvollziehen, aber muss das heutzutage noch sein?
Digital ist vieles einfacher. Ganze Bibiliotheken finden bequem auf einem Smartphone Platz. Ein Tablet macht es wesentlich einfacher, Texte zu vergrößern, sie strukturiert durchzugehen, sich Lesezeichen und Notizen zu machen und so weiter. Im Übrigen ist die Bildschirmqualität der aktuelleren iPads wesentlich besser als die Bildschirme der meisten Computer und Notebooks. Die Schlepperei von Büchern ist wirklich nicht mehr zeitgemäß.

Das Smart Device als Fernglas

Für Sehbehinderte ist die Situation häufig noch komplizierter. Sie brauchen vielleicht eine Lupe oder ein Bildschirm-Lesegerät. Wenn sie in unterschiedliche Klassenräume müssen, ist das natürlich schwierig, denn das Gerät müssten sie ja mitnehmen. Auch das könnte durch ein mobiles Gerät erleichtert werden. Sie können die Tafel einfach abfotografieren oder sich Texte digital zuschicken lassen.

Schreiben

Das Schreiben längerer Texte auf diesen Geräten ist aber auch mit der besten Bildschirm-Tastatur schwierig. Da zudem die Autokorrektur und automatische Vorschläge integriert sind, wird die Rechtschreibung nicht vernünftig überprüfbar. Das ist vor allem für Shulen wichtig. Diktieren geht in der Klasse eher nicht.
Das Problem lässt sich aber recht einfach mit einer externen Tastatur lösen.

Lesen

Da die blinden Kinder nicht alles per Sprachausgabe machen sollen, benötigen sie noch eine externe Braillezeile. Das ist wesentlich flexibler als einen eigenen Brailledrucker zu betreiben oder gar die Dokumente extern aufbereiten und ausdrucken zu lassen.
Ich kann schlecht einschätzen, wie viele Zeichen so eine Braillezeile darstellen sollte. Eine kleine Braillezeile mit 40 Zeichen sollte aber für die meisten Fälle reichen. Die 80er-Zeilen sind zu sperrig. Normalerweise ist es aber besser, je mehr Zeichen dargestellt werden können.
Für die Sehbehinderten ist das Lesen auf einem Gerät ohne Hintergrundbeleuchtung deutlich einfacher. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie anstrengend die Arbeit mit einem Bildschirmlesegerät ist. Ein eBook-Reader auf der Basis elektronischer Tinte mit eingebauter Beleuchtung ist deutlich angehmer. Die Displays sind mittlerweile von der Lesequalität her dem Papier überlegen – meiner Einschätzung nach. Die eBook-Reader erlauben eine fast beliebige Anpassung der Schriftgröße, Schriftart, der Textformatierung und so weiter.

Fazit

Das ganze Paket, also ein Tablet, eine große Brailletastatur, für die Blinden noch eine Braillezeile und für die Sehbehinderten noch eine Art Stütze, um das Tablet bequem positionieren zu können passt problemlos in einen Kinderrucksack, kann gut transportiert werden und ist insgesamt gesehen wesentlich billiger als das meiste, was heute von Hilfsmittelfirmen angeboten wird. Nur die Braillezeile geht wirklich ins Geld, aber mit dem Orbit-Reader scheint sich auch hier eine günstige Alternative zu entwickeln.
Das Schöne daran ist auch, dass es natürlich nicht auf die Schulbildung begrenzt bleibt. Auch die Erwachsenenbildung, die sich mit der Inklusion noch ein wenig schwer tut, kann natürlich mit den gleichen Mitteln funktionieren. Es sind natürlich erst einmal die Teilnehmer selbst gefordert, sich mit der Technik zu beschäftigen.

Warum es Großstädte eigentlich nicht geben dürfte

Die Großstadt hat zu allen Zeiten eine große Anziehungskraft. Heute ist die Urbanisierung vor allem in Dritte-Welt-Staaten ein Megatrend.
Doch ist die reine Existenz der Großstadt unwahrscheinlich. Dazu muss man sich nur ihre vielen Nachteile anschauen.

Die Nachteile der Siedlung

In den Frühzeiten der Menschheit schlossen sich unsere Vorfahren zu kleinen Gruppen zusammen. Sie lebten im Wesentlichen nomadisch, grasten eine Landschaft ab, müllten sie voll und zogen weiter. Die Gemeinschaft bestand wahrscheinlich aus bis zu 150 Individuen, eine Gruppe, die sich nach allgemeiner Meinung gut überschauen lässt und in der jeder jeden kennt. Wurden die Gruppen zu groß, teilten sie sich auf.
Aus einem Grund, über den Wissenschaftler viel spekulieren, fingen die Menschen an, Landwirtschaft zu betreiben. Das erfordert Seßhaftigkeit: Die Felder müssen bewacht, gepflegt und von Insekten befreit werden. Die Menschen hörten auf, umherzuziehen und bauten sich feste Behausungen.
Durch das erhöhte Nahrungsangebot stieg die Bevölkerung schnell an. Jäger und Sammler wurden durch den demografischen Wandel und die bessere Organisation der Siedler allmählich verdrängt. Kleine Dörfer wurden immer größer. Die erste Arbeitsteilung entstand.
Die Siedlungen wurden immer komplexer. Es gab Handwerker, welche die Gerätschaften herstellten. Es gab Leute, die sich um die Bewässerung kümmerten. Und je komplexer die Siedlung wurde, desto wichtiger war eine Verwaltung. Es ergab sich eine Arbeitsteilung.
Doch bot die Siedlung auch Nachteile. Je größer die Zahl der Menschen, desto größer ist auch die Zahl an Krankheitserregern. Diese konnten sich rasend schnell in der Siedlung verbreiten. Durch den Handel mit anderen Siedlungen breiteten sich die Krankheiten auch über andere Orte aus.
Der Abfall der Siedlung lockte auch Ungeziefer wie Ratten und Mäuse an, die ihrerseits Krankheitserreger mitbrachten.
Nebenbei brachte die Landwirtschaft ein weiteres Problem, dessen Tragweite wir erst heute richtig zu spüren bekommen: Das Getreide. Getreide liefert reichlich Kalorien auf Basis von Kohlenhydraten. In der Natur gibt es solche Produkte nicht. Mehl und Zucker sind die Hauptursachen für Karies, Diabetes und Übergewicht.

Der Stress der Stadt

Wie oben erwähnt kennen wir in einer kleinen Gruppe fast jeden Menschen zumindest vom Sehen. In einer größeren Siedlung ist es jedoch wahrscheinlich, dass wir nicht jeden Menschen kennen.
Während es auf einem Dorf wahrscheinlich ist, dass man jemanden vom Sehen kennt, ist das in der Großstadt extrem unwahrscheinlich. Gleichzeitig kommt man sich näher, ohne dies zu wollen: Im Supermarkt, im Bus, in der Kantine. Hier zeigt sich, dass wir auf das Leben in der Großstadt im Grunde nicht eingerichtet sind. Wir schauen weg, lesen ein Buch, spielen mit dem Handy oder schließen die Augen. Wir gehen einander und Konflikten mit Fremden möglichst aus dem Weg. Doch bleibt das Leben in der Großstadt eine psychische und physische Herausforderung. Man merkt das vor allem im Straßenverkehr. Hat jemand schon einmal ein aggressiveres Völkchen als die Autofahrer kennengelernt?

Der große Gestank

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Großstadt vor allem eines: Eine Ansammlung von unangenehmen Gerüchen. Wer dies live erleben will, sollte sich Bombay oder Kairo anschauen. Der große Gestank von London hat es sogar in die Geschichtsbücher geschafft.

Anonymität als Fluch und Segen

Die Großstadt bedeutet für viele Menschen Freiheit. Jemand ist schwul, gehört einer niedrigen Kaste an, der falschen Religion oder ist das Falsche? In der Großstadt ist das nicht egal, aber man hält sich weitgehend aus dem Leben der Anderen raus. Auf dem Dorf, wo jeder alles über jeden weiß, sieht das anders aus.
Doch hat die Anonymität auch ihre Nachteile: Assoziales Verhalten gehört in der Stadt eigentlich zum Standard. Einen Platz im Bus für einen Behinderten frei räumen? Jemandem helfen, der verlezt ist? Jemandem den Weg erklären? Ein Großstädte lernt schnell, sich rauszuhalten. Irgendwer anderes wird sich schon kümmern.

Die Masse isoliert

In der Masse kann man wunderbar untertauchen. Doch ist es ebenso wahrschenlich, dass man in der Masse vereinsamt. Die Zahl der Singles, der allein wohnenden Senioren und der insgesamt Vereinsamten nimmt stetig zu. Obwohl man jeden Tag hunderten von Menschen begegnet, können echte Kontakte nur schwer zustande kommen. Auf dem Dorf gibt es zumindest noch den Schützenverein oder die Kirche. Natürlich kann man auch dort isoliert werden. Doch ist die Wahrscheinlichkeit dafür deutlich geringer.

Life Hacking: So schaffst Du es, früh aufzustehen

Die Einen hüpfen putzmunter um 6 aus dem Bett, die anderen frühstücken um 12 Uhr. Doch was ist, wenn man richtig früh aufstehen muss? Das klappt nur, wenn man es nicht muss oder? Früh heißt, sagen wir mal 3 oder gar 2 Uhr. Vielleicht möchtest Du den ersten Zug oder Flug erwischen, musst Dich noch auf eine Klausur oder eine Veranstaltung vorbereiten.

Koffein

Kaffee ist natürlich das universelle Heilmittel. Doch um ihn zu trinken, muss man erst mal wach sein. Und selbst dann dauert es einige Zeit, bis er wirkt. doch Kaffee kann auch helfen, wenn man früh aufwachen möchte.
Der Trick besteht darin, bereits am Vortag eine große Menge Kaffee bzw. Koffein zu sich zu nehmen. Das funktioniert nur, wenn man nicht schon große Mengen Koffein gewöhnt ist. In diesem Fall kann das Koffein seine Wirkung nicht entfalten. Ist man jedoch nicht an Kaffee gewöhnt, funktioniert das ganz gut.
Dabei ist weniger die Menge entscheidend als der Zeitpunkt, zu dem man es zu sich nimmt. Zwei bis drei Tassen am frühen Abend reduzieren das Schlafbedürfnis nachhaltig.
Eine sinnvolle Alternative zu Koffein aus Kaffee sind Koffeintabletten. Diese kann man über eBay relativ günstig beziehen. Sie erleichtern das genaue Dosieren des Koffeins und sind natürlich auch schneller runtergespült.
Schwarzer oder grüner tee sowie Mate sollten eine deutlich angenehmere Wirkung als Kaffee haben. Das werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.

Essen

Eine Alternative zum Kaffee ist Essen. Wichtig ist dabei, eine große Menge Essen vor dem Schlafengehen zu sich zu nehmen, also am besten nach 20 Uhr. Fett und Kohlenhydrate scheinen dabei stärker zu wirken als Eiweiß. Das Ganze hält den Stoffwechsel auf Trab und sorgt für einen Energieschub am Morgen. Auch das wirkt natürlich nur, wenn man nicht schon an große Essensmengen und abendliches Essen gewöhnt ist.
Zugegeben, das ist nicht die gesündeste Variante. Aber man macht das ja auch nicht jeden Tag.

Gendergerechte Sprache und Barrierefreiheit

In letzter Zeit werde ich häufig gefragt, ob gendergerechte Sprache generell barrierefrei ist. Hier meine Antwort. Ob eine gendergerechte Sprache sinnvoll ist, möchte ich hier nicht diskutieren.
Wir gehen von Personen aus, die nicht täglich mit gendergerechten Texten zu tun haben. Selbst ich, ich bin recht viel im sozialen Bereich unterwegs, kriege recht selten gendergerechte Texte zu Gesicht.
Fangen wir mit den Varianten an, die aus Sicht der Barrierefreiheit nicht optimal sind.

Das Gender-Sternchen

Pilot*innen, Aktivist*innen, Polizist*innen –
aus einem mir nicht bekannten Grund ist das Gender-Sternchen eine belibte Variante.
Für Sprachausgaben ist das nicht optimal. Wir lesen:
Pilot Stern innen, Aktivist Stern innen, Polizist Stern innen –
Es klingt also so, als ob es sich um drei Worte und nicht um eines handelt.
Kurz zum Hintergrund: Sprachausgaben lassen sich so einstellen, dass sie Satzzeichen entweder vorlesen oder ignorieren. Standardmäßig werden Kommata, Interpunktionspunkte und ähnlich häufige Zeichen nicht vorgelesen. Es stört einfach den Lesefluss und an der Stimme kann man in der Regel auch hören, welches Zeichen da steht.
Bestimmte Zeichen sollen aber vorgelesen werden. Zu diesen Zeichen zählt auch das Sternchen.

Der Gender-Schrägstrich

Pilot/innen, Aktivist /innen, Polizist/innen –
Auch der Gender-Schrägstrich ist eine beliebte Variante. Hier haben wir aber das gleiche Problem wie bei den Sternchen. Der Screenreader liest:
Pilot Schrägstrich innen, Aktivist Schrägstrich innen, Polizist Schrägstrich innen –
Man muss schon ziemlich gute Nerven haben, um das länger durchzuhalten.

Das Gender-I

PilotInnen, AktivistInnen, PolizistInnen
Diese Variante klingt mit der Sprachausgabe ein wenig besser, aber wirklich nur ein wenig. Mit dem Screenreader klingt das so:
Pilot innen, Aktivist innen, Polizist innen
Es klingt also wiederum wie zwei Worte, als ob hinter dem Substantiv das Wort “innen” käme. Das klingt unlogisch und stört daher den Lesefluss.

Das Gender-Und

Pilotinnen und Piloten, Aktivistinnen und Aktivisten, Polizistinnen und Polizisten
Ah, wunderbar: Hier kann ich mir die Screenreader-Variante sparen, denn es wird genau so vorgelesen, wie es da steht.
Aber das sind doch auch schon wieder drei Worte? Ja, aber drei Worte, die logisch mit einem und verkettet sind. Es entspricht unserem Sprachgefühl. Und nach einem “Pilotinnen und” ist relativ sicher, dass ein “Pilot” nachgeschoben wird. Der Lesefluss fließt.
Gleiches halte ich für Braille-Leser sinnvoll. Das Gender-Und ist schneller heruntergelesen, obwohl es natürlich mehr Platz einnimmt als die Varianten mit den Binnenzeichen.
Diese Variante ist also die einzige, die ich aus Sicht der Barrierefreiheit empfehlen kann.

Sehbehinderte und Lese-Behinderte

Etwas anders könnte die Situation tatsächlich bei Menschen sein, die nicht blind sind, sondern aus anderen Gründen Probleme bei Texten haben. Sie könnten davon profitieren, dass die ersten drei genannten Varianten kürzer sind. Andererseits profitiert auch diese Gruppe davon, wenn eine Wort-Verkettung häufig vorkommt, weil sie diese schneller erfassen können. Alles Ungewohnte kann den Lesefluss stören und Sternchen mitten im Wort sind tatsächlich ungewohnt.
Wie gesagt, wie gehen von Menschen aus, die nicht jeden Tag mit solchen Texten beschäftigt sind.

Leichte und einfache Sprache

Eindeutiger ist meine Einschätzung bezüglich Leichter Sprache und einfacher Sprache. Handelt es sich nicht gerade um Spezial-Texte, die sich um das Thema Diskriminierung drehen, sollte hier auf sämtliche o.g. Varianten des Gender-Mainstreamings inklusive des Gender-Unds verzichtet werden. Ich würde hier absolute Priorität auf die Lesbarkeit und Verständlichkeit legen. Und leider erfüllt keine mir bekannte Variante diese Anforderungen.
In der Regel kann man dieses Problem aber umgehen, in dem man unterschiedliche sprachliche Kniffe anwendet. Man kann zum Beispiel die Leser direkt ansprechen, das generische Maskulinum “die Arbeiter” oder neutrale Begriffe wie “die Studierenden” verwenden.

Mein Rückblick auf das Litcamp Bonn 2017

Bücher sind meine Leidenschaft. Um so mehr hat es mich gefreut, ein Barcamp zum Thema Literatur in Bonn besuchen zu können.
Nun stellt man sich unter einem Literaturcamp einen Haufen Leute vor, die aus ihren halbfertigen Romanen vorlesen wollen. Doch die Selbstdarstellung hielt sich erfrischend in Grenzen. Bei anderen Barcamps steht oft das Selbstmarketing im Vordergrund. Das war bei dem Literaturcamp nicht der Fall, wie auch meine Begleitung bemerkte. Schön war vor allem, dass es viele Barcamp-Neulinge gab und dass die Frauenquote erfreulich hoch war – leider auch bei Barcamps keine Selbstverständlichkeit, aber beim Thema Literatur wohl nicht anders zu erwarten.
Ich selbst erklärte in meiner Session, wie man behinderte im Storytelling einsetzen kann.

Behinderte sind ideale Figuren, weil sie sehr vielseitig eingesetzt werden können. Wie genau? Verrate ich nicht, hättet ihr mal meine Session besucht:-)
Da ich ein Fan von Lesungen bin, hat mir der Vorlese-Workshop gut gefallen. Richtig gut zu lesen ist eine Kunst. Das weiß man zu schätzen, wenn mal wieder ein Professor das Wort Vorlesung mit Ablesung verwechselt.
Sebastian Eckert erklärte in seiner Session, wo man als Bonn-Blogger besonders gut Informationen herbekommt. Dabei fiel mir auf, wie wenig ich über meine Heimatstadt weiß.
Zweifellos das Highlight des Tages war der Workshop zum Improvisationstheater der Taubenhaucher. Es zeigt, einerseits, was für eine große Leistung die Schauspieler vollbringen. Andererseits zeigt es aber auch, dass im Prinzip Jeder das Potential zum Schauspieler hat.
Insgesamt war es ein sehr spannender und unterhaltsamer Tag. Mein Dank geht an die Organisatorinnen, die für den reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Die Volkshochschule ist eine sehr schöne Location und es wäre toll, weitere solche Veranstaltungen dort stattfinden zu lassen.

Warum wir immer dicker werden

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die dazu führen, dass wir immer dicker werden.

Die Industrielle Revolution geht weiter

Die industrielle Revolution hat irgendwann im 18. Jahrhundert stattgefunden. Das hat doch irgendwas mit James Watt und der Dampfmaschine zu tun, richtig? Ja und nein. Damals hat die industrielle Revolution begonnen oder sich zumindest enorm beschleunigt. Doch im Grunde hat diese Revolution nie aufgehört. Sie geht immer weiter. Zumindest wenn wir diesen Grundsatz annehmen: Industrielle Revolution heißt, dass Menschenkraft ersetzt wird. Vor rund 250 Jahren hat die absolute Mehrheit der Menschen noch körperlich gearbeitet. Heute ist in den entwickelten Industrieländern genau das Gegenteil der Fall. Nur ein Bruchteil der Personen arbeiten noch körperlich: Pflegepersonen, Müllmänner, Bauarbeiter und Handwerker. Wobei wir selbst diese Prozesse weiter automatisieren: Roboter-Pfleger und Putzroboter sind keine ferne Zukunft. Bauroboter und Roboter-Müllmänner klingen nach ferner Zukunft, sind aber durchaus möglich.
Während unsere Vorfahren noch harte körperliche Arbeit verrichteten und dabei viel Energie verbrauchten, ist unsere größte Energieanstrengung das Gehen zum Auto, der Einkauf oder das Tragen unseres Aktenkoffers.
Wir verbrauchen also immer weniger Energie. Wer im Büro arbeitet verbraucht kaum mehr Energie als jemand, der auf der Couch sitzt. Und weil die Muskeln im Laufe der Zeit immer weiter abbauen – ein natürlicher Prozess im Alter – nimmt der Energieverbrauch sogar noch ab.

Essen war Arbeit

In der Natur gibt es nur wenige Nahrungsmittel mit hohem Kaloriengehalt. Dazu gehören etwa Nüsse oder Fleisch. Die meisten Naturprodukte enthalten wenig Energie und viele Ballaststoffe. Sie müssen aufwendig gekaut und verdaut werden. Die Kifer und Kaumuskeln sind in der Evolution des Menschen immer weiter verkümmert. Grund dafür ist, dass wir mit Werkzeugen und dem Feuer die Lebensmittel besser erschließbar und kaubar gemacht haben. Die Kiefer hatten immer weniger zu tun.
Unsere Feldfrüchte sind alles andere als natürlich: Ihre Wildformen wie den wilden Apfel würden wir kaum als essbar empfinden. Essen und verdauuen selbst waren große Energiefresser. Unsere Vorfahren mussten also mehr Energie aufwenden, um weniger Energie zu erschließen.
Die meisten hochkalorischen Nahrungsmittel sind eine Erfindung der Neuzeit. Maßgeblich für deren Entwicklung war die Verbilligung des Haushaltszuckers. Der steckt dafür heute in fast jedem Lebensmittel. Dabei ist unser Körper nicht auf solche Lebensmittel eingestellt. Sie werden schnell und praktisch ohne hohen energieaufwand gekauft und verdaut.
Die Lebensmittel sind nicht nur hochkalorisch. Sie sind auch praktisch verdaufertig. Ballaststoffe gibt es in Fast Food oder Fertiggerichten kaum.

Billig will ich

Die Lebensmittel sind immer billiger geworden. Natürlich sind sie in Deutschland extrem ujd unverhältnismäßig billig. Doch sind sie insgesamt immer billiger geworden. Früher mussten die Menschen noch einen hohen Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben. Heute könnte eine Person durchaus mit 100 Euro pro Monat für Lebensmittel auskommen.
Uns ist also nicht einmal durch den Preis eine Bremse auferlegt. Für wenige Euro erhalten wir tausende von Kalorien.

Evolution macht dick

Die meiste Zeit hatten die meisten Menschen ein eher geringes Nahrungsangebot. Der menschliche Körper ist ein guter Energieverwerter und kann überschüssige Energien in Fettreserven bunkern.
Da wir heute zu viel essen und uns zu wenig bewegen, nehmen wir zwangsläufig immer weiter zu. Die Evolution hat uns nicht für ein Leben mit wenig Bewegung, billiger, immer verfügbarer und hoch kalorischer Nahrung geschaffen.