Archiv der Kategorie: Dies und das

Nur-Text unterstützen wir nicht

Heute möchte ich ausnahmsweise mal einen Newsletter zitieren. Ich habe ja privat seit gefühlten zehn Jahren keinen Newsletter abonniert. Entweder bietet jemand einen RSS-Feed an oder er hat Pech gehabt. Wobei ich mit dieser Einstellung total Old-School bin, wie ich mir habe sagen lassen: Der moderne Mensch läßt sich Artikel über Twitter empfehlen.
Nun aber zum genialen Newsletter-Text, den ich euch nicht vorenthalten wollte:

Ihr E-Mail-Client kann leider keinen HTML-Code darstellen, weshalb
dieser Newsletter auf Ihrem Monitor nicht angezeigt wird. Wir bitten um Nachsicht, dass wir nicht jeden E-Mail-Client hinsichtlich der Darstellung unserer HTML-Newsletter testen können. Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte über unsere Impressumsseite [Linkspam entfernt]

Okay, ich benutze den Thunderbird, wahrscheinlich bin ich der Einzige. Außerdem habe ich den HTML-Quatsch abgeschaltet, HTML ist was für Leute, die gut sehen können und auch Wert auf hübsche E-Mails legen. Ich bin ein Plain-Text-Verfechter und brauche in einer Mail weder Header noch eigenwillige Layout-Tabellen. Jeder Newsletter-Versender sollte damit rechnen, dass die Empfänger HTML wes Grundes auch immer abgestellt haben und eine Text-Fallback-Lösung anbieten.
Aber lustig, dass dieser Telefon-Tarife-Anbieter nicht alle Clients durchtesten möchte und offenbar lieber gar keinen Inhalt anbietet als einen Text-Newsletter.
Alberner war nur eine Regierungsbehörde, die ihren Newsletter als PDF-Anhang bereit gestellt hat. Bei den Anbietern scheint der Glaube vorzuherrschen, sie könnten den Leuten vorschreiben, wie sie ihre Newsletter zu lesen hätten und die Leute würden sich das auch noch gefallen lassen, anstatt das Zeug ungelesen in den Papierkorb zu schieben.

Magnum p. i. – warum die Serie bis heute funktioniert

Viele Serien der 80er wirken heute antiquiert und wären wohl nicht mehr erfolgreich. Kinight Rider oder Street Hawk zum Beispiel
Magnum ist eine Krimiserie, die in gewisser Weise das Band zwischen den 70ern und 90ern bildet. Viele Menschen zwischen 30 und 50 sind mit den Serien der 80er aufgewachsen: A-Team, Hart aber herzlich, Knight Rider, Ein Colt für alle Fälle, Simon und Simon oder Ein Trio mit vier Fäusten. Obwohl sie alle sehr unterschiedlich sind, strahlen sie alle einen heute etwas muffig wirkenden Charme aus. Allen gemein sind die etwas flachen Geschichten. Außerdem sind die Serien als klassische Serienplots angelegt, die Folgen stehen zusammenhanlos nebeneinander.
Magnum dürfte eine der ersten populären Serien sein, wo dieses Schema durchbrochen wurde. Ähnlich wie später bei Deep Space Nine gibt es Personen, die in größeren Abständen wieder auftauchen.
Die Serie gewinnt ihren Charme weniger aus den oft nicht so spannenden Geschichten, sondern aus dem Zusammenspiel der Charaktäre und den Running Gags, von denen die Serie durchzogen ist. Magnum ist ständig pleite, eher schlampig und geht körperlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg. Er verhandelt vor allem in den ersten Staffeln mit Higgins ständig über die Nutzung der Ressurcen des Anwesens und nimmt Leistungen von T.C. und Rick ständig in Anspruch, ohne eine echte Gegenleistung anzubieten. Die Charaktäre prallen ähnlich wie beim A-Team aufeinander und die Komik erwächst aus diesem Zusammentreffen, wobei das A-Team die Selbstironie stärker herausstellt
Wie bei einer Zwiebel schälen sich nach und nach die Eigenschaften und die Vergangenheit der Hauptfiguren heraus. Erst allmählich erfährt man mehr über die Vergangenheit der vier Hauptfiguren. Der etwas blasse Rick gewinnt im Rahmen der Serie erst nach und nach an Charakter, Higgins wird einem erst später allmählich sympathisch und auch TC wirkt am Anfang noch ein wenig flach. In den ersten Staffeln wirken die drei oft nur als Stichwortgeber und Nebenfiguren der Serie, während sie später nach und nach wichtigere Rollen einnehmen.
Ähnlich wie bei den Simpsons funktioniert jede Episode als eigenständige Folge, aber anders als bei den Simpsons ist eine Weiterentwicklung auf der Metaebene zu erkennen.
Das Vietnam-Thema zieht sich durch die komplette Serie, Magnum, Rick und T.C. sind Kriegskameraden, der Krieg nur wenige Jahre her. Vor allem in der ersten Staffel, die Ende der 70er Jahre spielt, erlebt Magnum Flashbacks, die sich um seine Erfahrungen in Vietnam drehen. Wie im realen Leben lassen diese Flashbacks allmählich nach, ohne das die Vietnamproblematik vollständig verschwindet. Obwohl T.C. und Magnum das Vietnam-Trauma verfolgt, sind sie kaum in der Lage, sich das gegenüber einzugestehen.
Die Spannungen zwischen Magnum und Higgins sind zu Beginn wesentlich schärfer und weichen nach und nach einer freundschaftlichen Rivalität, einem respektvollen Wetzen der Klingen. Higgins freundet sich nach und nach auch mit T.C. und Rick an, was aufgrund der unterschiedlichen Charaktäre und Lebensstile sehr überaschend ist. In der Rückschau lässt sich die gesamte Serie als die Suche nach einem Sinn für sein Leben durch Magnum verstehen. „On the road of experience, trying to find my way, sometimes I wish, I could fly away“ ein Countrysong von John Denver ist das Hauptthema der letzten Magnum-Folge.
Magnum ist zugleich das perfekte Gegenstück zu den hard boiled-Detektiven a la Philip Marlowe. Er geht körperlichen Auseinandersetzungen und Problemen oft aus dem Weg, ohne dass er ihnen entkommen kann. Er ist zwar chronisch pleite, lebt aber auf die Kosten von Robin Masters und seiner Freunde ein teils aufwendiges Leben. Die beiden Welten der hard boiled Stories und der 80er Deteektiv-Serien prallen zusammen in den Folgen, in denen Luther Gilles auftritt.
Anders als die harten Macho-Typen wird Magnum oft unterschätzt wegen seines legeren Auftretens. Er ist fast immer in Hawaii-Hemd und kurzen Hosen unterwegs und deswegen nicht ganz ernst genommen.
Dennoch scheint er sich während der Serie weiter zu entwickeln. Er legt sich nach und nach ein seriöseres Image zu und versucht zuletzt sogar, einen langweilen Job als Hoteldetektiv zu bekommen.
Viele Folgen und die Serie als Ganze sind an die klassische Heldenreise angelegt. Oft wider Willen wird Magnum in Schwierigkeiten hineingezogen. Er kämpft einerseits gegen die Schurken der Gegenwart, aber auch gegen die Dämonen der Vergangenheit, die ihn und seine Freunde heimsuchen.
Last not least ist Magnum eine Geschichte über Männerfreundschaft. Obwohl die vier Hauptfiguren grundverschieden sind, werden sie durch die gemeinsamen Erlebnisse zusammengeschweißt und sie halten trotz Konflikten immer zusammen.
Interessant ist auch, das wichtige nebencharaktäre der Serie sterben. Das kennt man so aus keiner Serie dieser Zeit.
Einige der Folgen weichen vom typischen Schema der Serie ab. So finden sich die vier Hauptcharaktäre auf einmal in Kamboscha mitten in einem Kriegsgebiet wieder. Ein andermal wird die Serie eine Omage an Sherlock Holmes. Und dann findet sich Magnum plötzlich in den 30er Jahren.
Gelegentlich gleitet die Serie auch ins Soapige ab, wenn Magnums Ex-Frau Michelle die Bühne betritt. Nicht alle Folgen sind gleichermaßen gelungen, aber das ist bei 160 Folgen auch zu erwarten. Die Serie folgt ein wenig zu oft dem Klischee der hübschen Mandantin, die durch den bärigen Detektiv gerettet wird.
Interessant ist das Serienschema von Magnum dennoch. Während andere Serien dieser Zeit wie Raumschiff Enterprise – das nächste Jahrhundert, aber auch viele andere Serien folgen einem sehr starren Serienschema, das praktisch in keiner Folge durchbrochen wird. Bei Magnum werden einzelne Figuren in einzelnen Episoden näher betrachtet. Auch Nebenfiguren wie Mack, Tanaka oder Luther Gilles werden teilweise in den Vordergrund gerückt. Beim A-Team waren die meisten Nebenfiguren praktisch nur Animateure für die Hauptfiguren.

Ist Higgins Robin Masters

Robin Masters ist der offizielle Eigentümer des Grundstücks, das von Higgins verwaltet wird. Magnum ist für die Sicherheit zuständig. Masters ist so gut wie nie auf seinem Grundstück und taucht nur in wenigen Folgen überhaupt auf. Erst in der siebten Staffel stellt Magnum die Frage, ob Higgins der eigentliche Robin Masters ist. Als Magnum Higgins direkt fragt, sagt dieser zunächst Ja, um dieses Geständnis später zu widerrufen.

Könnte Higgins Robin Masters sein? Aus der Serienlogik heraus lässt sich das eindeutig verneinen. Robin Masters existiert offensichtlich als Person, und es gibt zahlreiche Personen, die ihn schon lange kennen.

Möglich ist aber, dass Higgins der eigentliche Eigentümer des Grundstücks und Autor der Schmöker ist, die angeblich aus Robins Feder stammen. Higgins ist ein englischer Lord, der sich möglicherweise geniert, als Autor von Schundliteratur betrachtet zu werden. Es gibt zahlreiche Analogien zur Shakespeare-Debate. Demnach hat ein englischer Adliger die Stücke geschrieben, die von dem untalentierten Shakespeare inszeniert wurden.

Higgins kann in seiner Rolle als Gutsverwalter die Vorzüge des Reichtums genießen, ohne von Journalisten und anderen Leuten belästigt zu werden. Sein Vermögen sollte ausreichen, um die eigene extravaganten Hobbies zu pflegen und Robin Masters durch die Weltgeschichte tingeln zu lassen.

Es gibt ein paar episoden, die dagegen sprechen: Einmal verspielt Robin das Grundstück bei einem Baseballspiel, allerdings war das Spiel gezinkt. Ein anderes Mal behauptet Higgins, das Grundstück gehöre ihm vor einigen seiner Militärkollegen. Anschließend gesteht er ein, dass ihm Ehrlichkeit wichtiger ist als Prallerrei und das er nur Gutsverwalter ist.

In beiden Fällen hätte Higgins eingestehen können, dass er der ware Herr ist und Robin somit kein Recht habe, das Grundstück zu verspielen. Vielleicht hätte er das auch gemacht, wenn die Gefahr, das Grundstück zu verlieren real geworden wäre. Andererseits gilt das Gentleman Agreement, demnach ist ein Spiel ein Spiel und die Regeln müssen auch eingehalten werden, wenn es unangenehm wird.

Man mag argumentieren, dass das Versteckspiel auch unehrlich ist und damit gegen Higgins Auffassung von Ehre verstoßen würde. Das widerum denke ich nicht. Higgins hätte es als Spiel betrachten können, welches er so lange weiter spielt, bis er eindeutig geschlagen würde.

Für die Higgins-Theorie spricht, dass Higgins ein typischer Erzähler ist und auch viel schreibt. Sein Hang, langweilige Kriegsanekdoten zu erzählen deutet auf eine Affinität zum Erzählen hin. Als ein Kamerad ermordet wird und ein zweiter Kamerad auftaucht und mit Higgins die Hintergründe aufklärt schreibt Higgins anschließend diese Geschichte auf, das ist die erwähnte Omage an Sherlock Holmes. Er hat also Talent zum Schreiben.

Vieles spricht also dafür, dass Higgins der Autor der Masters-Werke und Eigentümer des Grundstücks ist.

Access News vom 26. August 2010 – Navi ohne GPS

Für Open Source droht neues Ungemach: Oracle verklagt Google wegen der Verwendung von Java in Android. Es war wohl absehbar, dass Oracle das von ihm gekaufte Sun früher oder später wie eine Zitrone auspressen würde: jetzt fragt sich jeder, was nach der Einstellung von Open Solaris als nächstes kommt. Google wird die Klage wenig schaden. Allerdings spielt Java im Open-Source-Bereich eine große Rolle und ziemlich sicher werden auch Zugänglichkeits-Anwendungen betroffen sein. Die Klage verunsichert vor allem die Programmierer, die zuvor auf Java als plattformübergreifende Programmiersprache gesetzt haben. Auch wenn bisherige Programme nicht betroffen sein mögen – als Laie ist das schwer zu sagen – weiß niemand, in welche Richtung Oracle künftig die Lizenzpolitik für Java steuern wird.

Brotkrummen statt GPS

Microsoft hat ein von Sensoren strotzendes Handy vorgestellt, mit dem sich ein Weg exakt zurückverfolgen läßt – ohne GPS. Das Gerät ermittelt die Daten über Luftdruck, Geschwindigkeit und weitere Parameter. Zweifelhaft ist die Tendenz, die Daten über das Internet auf zentralen Servern zu speichern. Es ist eigentlich wahrscheinlich, dass man sich an einem Ort befindet, wo kein GPS, aber Internet vorhanden ist?
Wie dem auch sei: kann man so viel Power in einem Gerät vereinen, dürfte das Gerät auch für die Orientierung Blinder und stark Sehbehinderter interessant werden. Dafür wären vor allem Sensoren interessant, welche die Entfernung bewegter und unbewegter Objekte – Menschen, Autos, Gebäude – ermitteln könnten.

iPad für Autisten

Autisten sind in der Lage, sich über Tablets auszudrücken. Der direkte taktile Kontakt mit der Oberfläche mit dem Gerät und die leichte und intuitive Bedienung erlaubt es auch Menschen mit Lernschwierigkeiten, sich schnell mit dem Computer zurecht zu finden. Das könnte ein sehr interessantes Forschungsfeld für neue Therapieformen werden.

Studieren zuhause – Vorlesungen auf dem Sofa hören

Obwohl wir schon von lebenslangem Lernen sprechen, hat sich eigentlich recht wenig in diese Richtung entwickelt. Die autodidaktischen Fähigkeiten werden kaum gefördert. Um so schöner, dass es doch noch einige interessante Angebote gibt, die das Lernen zuhause ermöglichen.

Vorlesung Digitale Medien von Prof harald Sack
Die Vorlesung ist sehr gut zum Einstieg in das Thema digitale Medien, aber eher für Techniker geeignet. Der Screencast wird im topaktuellen RealMedia-Format angeboten.

Prof. Eduard Heindls Vorlesungen zum Online-Marketing
Eine eher allgemein gehaltene Einführung in Suchmaschinenoptimierung, Web Analytics und vieles mehr als mp3 zum Download. Die Sound-Qualität lässt zu wünscen übrig.

Weitere Vorlesungen von Prof. Heindl
Heindl hat weitere Vorlesungen online gestellt. Themen unter anderem Mathematik, die Rolle von Innovationen und Objektorientiertes Programmieren in Java. Die Vorlesungen liegen in mp3 vor, sind aber nicht alle vollständig.

Vorlesung Algorithmen von Prof. Dr. Oliver Vornberger
Die Vorlesung gibt es als FLV, MP4 und MP3. Algoritmen werden anhand von Java eingeführt, die Vorlesung ist wirklich lang.

Selbiger hält eine Vorlesung zu Datenbanken
Ebenfalls in FLV, MP4 und mp3.

Der vermessene Mensch – welche Leute nehmen an Studien teil?

Egal, was man studiert, früher oder später wird man gefragt, ob man nicht Lust hat, an einer Untersuchung teilzunehmen. Psychologie-Studenten mussten zu meiner Zeit in Marburg 25 Versuchsstunden bis zum Vordiplom zusammen bekommen. Sie mussten an Versuchen teilnehmen, die von älteren Studierenden durchgeführt werden, die ihre Zwischen- oder Abschlussarbeiten mit empirischen Untersuchungen untermauern müssen. Auch in der Soziologie und der Pädagogik gehören Studien zum Standard.

Die Unmessbaren messen

Was aber macht man mit Leuten, die sich schlicht weigern, an solchen Studien teilzunehmen? Darüber schweigen sich die Studien aus. Gibt es den Typus des Studiengroupies, der sich darum reißt, befragt, vermessen, gewogen und durchleuchtet zu werden? Vielleicht, ganz sicher gibt es den Menschen, der sich kategorisch verweigert. Seine Motive kennt niemand, er läßt sich ja nicht befragen.

Beliebt sind die Befragungen per Telefon oder direkt an der haustür. Sie finden zu einer Zeit statt, wo Berufstätige normalerweise nicht zu Hause sind. Viele jüngere Leute haben gar kein Festnetz mehr und stehen mit ihren Handy-Nummern nicht im Telefonbuch.

Auch die Zahl der Totalverweigerer lässt sich kaum herausfinden. Bei postalischen Umfragen, wo Fragebögen ausgefüllt zurückgesendet werden müssen, läßt sich die Zahl der Rückläufe ermitteln.Man weiß aber nie, ob man hier einen Verweigerer vor sich hat oder jemanden, der schlicht keine Zeit hat oder vergisst, den Bogen auszufüllen. Und wer bei obskuren Anrufern einfach auflegt, ist vielleicht einmal zuviel von Werbeanrufern belästigt worden. Selbiges gilt für unbekannte Leute, die eines Tages vor der Tür stehen oder jemanden in der Fußgängerzone anhalten. Religiöse Freaks, Verkaufs-Genies, Bettler, Politiker auf Stimmenfang und wirre Zeitgenossen, nach solchen Erfahrungen wird jeder Mensch bei Spontan-Begegnungen nervös.

Spontan würde ich die Zahl der Studienverweigerer auf 20 – 30 Prozent schätzen. Doch selbst wenn es nur zehn Prozent wären, würde sich das signifikant auf die Studienergebnisse auswirken.

Die exakten Angaben der Studienergebnisse verführen zu dem Glauben, sie wären irgendwie näher an der Realität als andere Forschungsmethoden. Das können sie im Grunde genommen aber nicht sein, wenn rund ein Drittel der Menschen sich schlicht weigert, daran teilzunehmen oder einfach nicht erreicht wird.

Falls einer meiner Leser zufällig etwas mehr darüber weiß, würde ich mich über Hinweise freuen.

Sprüche, die jeder einmal sagen sollte

„Verfolgen Sie dieses Auto!“

„Es ist ein kleiner Schritt für einen Mann, aber ein großer Schritt für die Menschheit“

„Ich war jung und brauchte das Geld.“

„Geben Sie mir den Präsidenten.“

„Earl Grey, heiß.“

„Bring mich zu deinem Führer.“

Machen Sie es so!

Asta la Vista, baby!

Warum man Deep Space Nine anschauen sollte

Die Star-Trek-Saga scheint fürs erste ausgesetzt zu sein. Allerdings gibt es für die Neueinsteiger die alten Serien zu entdecken. Wer ein wenig Geld ausgibt, kann mehrere hundert Stunden Video erwerben, alle Serien sind als Bundels auf DVD erhältlich.

Deep Space Nine ist für meinen Geschmack die am besten gelungene Inkarnation von Star Trek.
Ein Motiv, das sich durch die Serie zieht ist das des Ausgeschiedenseins. Es gibt gleich mehrere Figuren, die von ihrem Volk verstoßen wurden: Der Formwandler Odo, der Ferengi Quak, der Klingone Worf, und der cardassianer Garak.

Man muss sagen, dass die Qualität der einzelnen Folgen in den Serien sehr schwanken kann. Es gibt viele action-geladene Folgen, die aber nicht unbedingt die besten sein müssen. Deep Space Nine hat im Schnitt die besten Folgen der Start–Trek-Serien. Die Reihe um Captain Picard hat ebenfalls viele gute Folgen, vor allem die ersten beiden Staffeln wirken aber ziemlich angestaubt, außerdem nerven einige Leute ziemlichh: Wesley Troi, Riker und Data sind teilweise unerträglich. Gleiches gilt für Voyager, hier hat man eine Chance vertan, als man den Konflikt zwischen Sternenflotten- und Marquis-Crew zu früh einschlafen ließ.

Ich darf zwei der Folgen empfehlen, die mir mit am besten gefallen haben.

Die eine Folge dreht sich um Tosk. Tosk ist ein Wesen, dass für die Jagd gezüchtet wurde und auf Deep Space Nine notlandet. Als die Jäger ihn gefangen nehmen wollen, bittet er nicht um Asyl, weshalb Captain Sisqo ihn auslifern muss. In der anderen Folge geht es um Garak. Garak soll ein Agent des cardassianischen Geheimdienstes gewesen sein. Ein Chip, der in sein Gehirn operiert wurde, um ihn vor Folter zu schützen versagt. Dabei stellt sich heraus, dass Garak abhängig von diesem Gerät ist, weil es Hormone ausschüttet, die ein für ihn ansonsten unerträgliches Leben unter Feinden erlaubt.

Wo wir schon dabei sind, möchte ich euch auch die meiner Meinung nach beste Folge von Star Trek – die nächste Generation ans Herz legen. Picard wird bei einem Einsatz tödlich verletzt. Im Jenseits begegnet er Q, der ihm anbietet, sein Leben zurückzuerhalten. Dazu muss er einem früheren Unfall aus dem Weg gehen, bei dem sein Herz gegen ein künstliches Herz ausgetauscht wurde. Picard willigt ein und findet sich in der Jetzt-Zeit wieder, allerdings nur als unterer Offizier. Er findet heraus, dass der Vorfall mit den Mausikaanern ihn dazu bewegt hat, das Leben zu schätzen, aber auch Verantwortung zu übernehmen und Risiken in Kauf zu nehmen.
Ebenfalls sehenswert ist die Episode Damog. Die Crew der Enterprise trifft hier auf ein Volk, dass nur über Metaphern kommuniziert. Universal-Übersetzer der Crew können damit nichts anfangen. Das Zitat „Shaka – als die Mauern fielen“ ist in einigen Kreisen zum geflügelten Wort avanciert.

DS9 unterscheidet sich von den Vorgänern dadurch, dass es durch die Serie hindurch einen roten Faden gibt, der ungefähr ab der 3. Staffel beginnt.

Die etwas zu wohlwollende Darstellung der Sternenflotte und der Föderation wird in DS9 sehr stark aufgeweicht. Sisqo entwickelt echte Rachegefühle, es gibt versuchte Militärputsche durch Sternenflottenoffiziere und einige Militärs schließen sich sogar einem militanten Widerstand an.

Viele Charaktäre entwickeln sich im Laufe der Serie weiter. Insbesondere Julian Bashir, der Arzt der Station gewinnt im Laufe der Serie an Charakterstärke.

Viele Charaktäre sind ambivalent. Gul Dukat kann einem zwischendurch fast leid tun, Garak ist einer der spannensten Figuren in der Serie.

Die Hauptspannung entsteht daraus, dass viele Nebenfiguren starke Parts in der Serie übernehmen. In keiner der Serien spielen Nicht-Mitglieder der Föderation eine so große Rolle.
Und in keiner Serie gab es so viele Doppel- und Dreierfolgen, wodurch wesentlich größere Spannungsbögen möglich wurden.

Die Bajoraner sind sehr stark an Tibet angelegt. Das wird deutlich an der starken Rolle der Religion und der religiösen Führung. Die Verklärung des Buddhismus im Westen hat mit der Realität dieser Religion nichts zu tun. In Tibet zum Beispiel haben vor der chinesischen Invasion die verschiedenen Orden eine quasi-feudale Struktur gebildet. In der tibetischen Spielart des Buddhismus spielen Geister, Dämonen und archaische Rituale eine große Rolle. Das Gleiche findet man auch bei den Bajoranern. Charmant ist hier der Zusammenstoß der praktisch religionsfreien Föderation mit den zutiefst religiösen Bajoranern. Wobei ich dazu sagen muss, dass der mystische Anteil der Serie nicht immer zugute kommt.

Das Gute an der Serie ist, dass der Anteil nerviger und unrealistischer Charaktäre relativ gering ist. Kein chronisch eingeschüchterter Wesley Crusher, keine pädagogisch nervende Troi, kein Riker, dessen Rechtschaffenheit einem wirklich auf die Nerven geht.

Interessant ist auch die Idee, einen Handlungsstrang über mehrere Episoden zu spannen, die aber nicht hintereinander gezeigt werden. Die Sektion 31 zum Beispiel – eine Art geheimer Geheimdienst innerhalb der Föderation – spielt in drei Folgen eine wichtige Rolle, die drei Folgen werden aber in größeren Abständen zueinander gezeigt, wodurch eine ganz andere Dynamik möglich wird.

Die ersten beiden Staffeln werden von dem Konflikt zwischen Bayor und Cardassia sowie den Streitigkeiten zwischen Bayor und der Föderation geprägt. Die weiteren Staffeln drehen sich um den Konflikt der Föderation mit dem Dominion. Im Rückblick waren die Episoden um Picard sehr statisch und voraussehbar, was man über DS 9 nicht behaupten kann.

Ein großer Teil der Spannung entsteht aus den Beziehungen der Charaktäre untereinander. Quark zum Beispiel ist sehr ambivalent, ab und zu ist er einem fast sympathisch, oft ist er einfach nur raffgierig. Der Sicherheitschef Odo und Quark haben eine Art Haß-Liebe. Odo lässt Quark in seinen teils illegalen Machenschaften
ein Stück weit gewähren, weist ihn aber oft in die Schranken, wenn Quark zu weit geht. Beide scheinen das Ganze als eine Art Spiel zu betrachten und pflegen eine freundschaftliche Rivalität.

Neue Begriffe braucht das Land

Wer in der Internet-Szene in sein will, sollte mit kryptischen Wortkombinationen und deren Abkürzungen um sich werfen. Es schadet nicht, ab und zu neue Wortungetüme zu basteln. Die müssen natürlich englisch sein, schließlich leben wir in Deutschland.
Hier habe ich eine kleine Hilfe gebastelt, das Wortkarussell. Nimm dir ein Wort der ersten Spalte, kombiniere es mit einem Wort der zweiten und dritten Spalte und schon haben wir einen neuen Begriff geschaffen.

Beängstigend genug, dass man aus vielen dieser Kunstbegriffe mit ein wenig Phantasie auch noch einen Sinn ziehen kann.

Social Media Analyse
Key Performance Indicators
Search Engine Marketing
Cloud Computing Optimization
User Centered Strategy
Latent Semantic Monitoring

Konzepte statt Programme – wie man mit vielen Programmen umgehen lernt

Es kommt mittlerweile sehr häufig vor, dass sich Programme als Quasi-Standard etablieren. Es ist aber sinnvoller, Konzepte von Programmen zu lernen, anstatt sich auf ein bestimmtes Programm festzulegen. Das Ziel muss sein, die Grundlagen zu lernen, so dass man mit wenig Einarbeitungszeit jedes Programm verwenden kann, welches die gleiche Aufgabe erledigt.

Warum das? Weil es immer passieren kann, dass ein neues Programm das alte ablöst. So passiert mit Quake Express, einer Desktop-Publishing-Software, die offenbar von Adobes InDesign auf dem PC verdrängt wird. Ähnlich passiert das schon seit längerem mit Photoshop, das etwa gegen Paintshop antritt.

Man muss sich dabei bewußt machen, dass es sich dabei um Programme handelt, die im professionellen Bereich verwendet werden. Dass diese Programme dennoch von Laien verwendet bedeutet aber nicht, dass sie professionell damit arbeiten können.

Außerdem sind sie unheimlich teuer. Es lohnt also eher nicht für den Privatanwender, diese Software zu kaufen, um sie zu erlernen. Stattdessen gibt es eine Handvoll Aufgaben, die er damit erledigen möchte und deren Konzepte er verstehen muss.

In Photoshop etwa ist dies der Umgang mit Pixel- und Vektorgraphiken, mit verschiedenen Dateiformaten, verlustfreier und verlustbehafteter Komprimierung, Farbmanagement und verschiedenes mehr. Hinzu kommen Dinge wie Gradationskurven, Filter und vieles mehr.

Hat man all diese Dinge einmal an einem beliebigen Programm gelernt, kann man mit ein wenig Einarbeitung in die jeweilige Oberfläche und ein wenig Recherche mit jedem vergleichbaren Programm umgehen. Der Umstieg auf ein besseres Programm ist dann kein großes Problem mehr.

Das gleiche gilt natürlich auch für Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation. Oder für das ganze Betriebssystem. Das Kernproblem vieler Unternehmen beim Umstieg von einer Software auf eine andere besteht darin, dass die Mitarbeiter sich allzusehr mit der etablierten Software angefreundet haben.

Andersherum kann man tatsächlich mit Photoshop arbeiten, wenn man keine Ahnung von Graphikbearbeitung hat. Dabei kann auch brauchbares herauskommen. Nach Art eines Rezeptes etwa wird haargenau beschrieben, wie Farbe, Helligkeit und Tonwert korrigiert werden. Man spielt ein wenig mit den Reglern herum, speichert in JPEG – das kennt schließlich jeder – und fertig ist das Foto.

Doch die Zeit, die man für die Einarbeitung in Grafikbearbeitung gespart hat, investiert man doppelt und mehrfach in die Einarbeitung in andere Programme, in die Recherche nach Arbeitsschritten, die hier aus dem Rahmen fallen. Zudem ist man unfähig, ein Problem oder eine Aufgabe, die man durchführen möchte, klar zu formulieren und treibt somit jeden, der Einem helfen könnte in den Wahnsinn.

OpenSource – der Code als Vollendung

Vielleicht ein wenig zu prosaisch? In vielen Bereichen gehört OpenSource bereits zum Standard. Etwa im Internet. Content-Management-Systeme wie Drupal oder Typo3 oder die Blogsoftware WordPress sind wesentlich beliebter und erfolgreicher als kommerzielle Systeme.

Die Systeme werden schnell weiterentwickelt und oftmals entwickeln sie vollständig neue Konzepte des Arbeitens und Darstellens von Web-Content.

Viele Unternehmen betreiben nach wie vor kommerzielle CMS-Systeme mit allen damit behafteten Nachteilen: Sie sind teuer und werden nur langsam weiterentwickelt. Manchmal machen die Entwickler pleite, so daß ein Dritter das System weiterentwickeln muss – oder die Firma muss selbst Leute anstellen, die das tun. Die Anforderungen etwa an Datenbanken steigen stetig, Sicherheitslücken oder gar Abstürze können finanzielle Probleme verursachen.

Bei den OpenSource-Systemen hingegen werden Fehler schnell in der Community bekannt und behoben. Die Systeme sind modular und gut erweiterbar. Die Entwickler in den Firmen müssen also so gut wie nie direkt in die Systeme eingreifen, sondern können selbstständig eigene Erweiterungen entwickeln.

Ähnliches gilt auch für die Dateiformate. Wer in DOS-Zeiten mit Word gearbeitet hat, wird erschüttert feststellen, daß die neuen Word-Versionen diese Dokumente nicht oder nicht fehlerfrei öffnen können. Viele Behörden haben unterschiedliche Systeme der Datenspeicherung implementiert, so daß ein Datenaustausch, die Archivierung oder die Implementation besserer Systeme zum Mamutprojekt werden.

Daher und aus Kostengründen wird es Zeit, daß öffentliche Einrichtungen konsequent auf OpenSource setzen. Linux, OpenOffice oder XML, für alle Anwendungsbereiche stehen Programme bereit. Der Umstieg läuft zwar nicht ohne Reibungsverluste, ist aber sicher nicht schmerzhafter als der Umstieg von Win XP auf Windows Vista.