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	<title>Blind-Text &#187; The Thinking Turn</title>
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	<description>Menschen mit Behinderungen und das Internet</description>
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		<title>Der Charme kleiner Organisationen &#8211; arm, kreativ, innovativ</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 10:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Arm, aber sexy wurde einmal als Leitmotiv für Berlin vorgeschlagen. Der Spruch mag zynisch sein, hat aber seine Berechtigung. Je größer eine Organisation oder ein Unternehmen ist, desto stärker ist sie mit sich selber beschäftigt und desto weniger ist sie &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2011/11/14/der-charme-kleiner-organisationen-arm-kreativ-innovativ/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Arm, aber sexy wurde einmal als Leitmotiv für Berlin vorgeschlagen. Der Spruch mag zynisch sein, hat aber seine Berechtigung. Je größer eine Organisation oder ein Unternehmen ist, desto stärker ist sie mit sich selber beschäftigt und desto weniger ist sie in der Lage, ihren Zweck effizient zu erfüllen.<br />
Ich kann nicht sagen, wie es früher war, aber heute sind viele Organisationen stetig damit beschäftigt, ihre Mission zu erklären, Strategien festzulegen und interne Prozesse zu verbessern. Hochbezahlte Manager kämpfen sich durch unendliche Meetings, Workshops und Selbstfindungsseminare, während das operative Geschäft stetig in den Hintergrund rückt. Das alles mag in gewissem Maße seine Berechtigung haben, aber der Effekt ist verheerend.<br />
Die operative Arbeit wird von den Mitarbeitern der unteren Ränge erledigt. Aber auch sie werden stetig in eine Kultur der Selbstoptimierung hineingepresst. Sie sollen Feedbacks abgeben, sich in Prozesse einbringen, die sie nicht interessieren oder an der Selbstfindungsaktivität teilnehmen. Und natürlich ihre Arbeit machen, die ja nicht weniger wird.<br />
Ein ganzer Wirtschaftszweig hat sich um den Bereich der Selbstoptimierung, Marken- und Strategie-Definition gebildet. Berater, Coaches und Mediatoren verdienen aber nicht nur an diesem Trend, sie rühren auch kräftig die Werbetrommel und erzeugen dadurch erst den Bedarf, den vorher niemand gesehen hat. Sie sind es schließlich, die die Beiträge in Business-Magazinen schreiben.<br />
Es wäre doch nett, wenn Führungskräfte mehr managen und führen würden statt Management- und Führungskurse zu besuchen.<br />
Kleine Organisationen mit wenigen Mitarbeitern können sich diesen Prozess gar nicht leisten. Da wird die Strategie eben im laufenden Prozess entworfen und wenn nötig angepasst. Es funktioniert doch.<br />
Es ist ein populärer Irrtum, wenn man glaubt, mehr Geld steigere die  Qualität zum Beispiel des Marketing oder der Öffentlichkeitsarbeit. Das Gegenteil wäre auch falsch: Fakt ist aber, dass je mehr Geld man zur Verfügung hat, desto eher neigt man dazu, das Geld unnötig auszugeben. Wir kennen alle diesen urbanen Mythos von den Baustellen, die nur aufgemacht werden, damit der entsprechende Haushaltsposten im nächsten Jahr nicht gekürzt wird. Da ist was dran. Aus buchhalterischer Sicht muss man nicht nur begründen, warum man mehr Geld ausgegeben hat als im Budget vorgesehen war. Man muss auch begründen, warum man weniger ausgegeben hat und warum man dann dennoch im nächsten Jahr das gleiche oder sogar mehr Budget haben möchte. Auch das würde in kleinen Organisationen sofort auffallen. Hier würde niemand bei knappen Budgets auf die Idee kommen, Geld aus buchhalterischen Gründen auszugeben, wenn es keine Notwendigkeit dazu gibt.<br />
Der NGO-Bereich hat sich BWLisiert, wenn man so sagen möchte. Marketing, Controlling und andere Bereiche laufen heute nicht anders als in der Privatwirtschaft, was im übrigen zu begrüßen ist. NPOs, was immer man sonst über sie sagen mag sind verpflichtet, mit ihren Geldern effizient umzugehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Geld gespendet wurde oder über Fundraising reinkam.<br />
Das Problem ist, dass das viele Geld und vermutlich auch der Bekanntheitsgrad die Fantasie nicht beflügelt. Wenn man 10.000 Euro pro Jahr für Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung hat, macht man sich Gedanken darüber, wie man am effizientesten arbeiten kann. Wenig Geld beflügelt die Phantasie. Wenn man hingegen 1.000.000 Euro zur Verfügung hat und sie sowieso ausgeben muss, verpulvert man einen Großteil des Geldes für sinnfreie Hochglanzbroschüren, teure Anzeigen und vermutlich auch hochbezahlte PR-Agenturen. Die Kreativität kommt aus diesen Agenturen, die locker 1000 Euro pro Tag kosten können. </p>
<h4>Außenhirn</h4>
<p>Diese Auslagerung der Intelligenz wird für die Mitarbeiter zur Regel. Wenn sie etwas nicht können, fragen sie die Profis. Niemand käme auf die Idee, sich das nötige Wissen selber anzueignen, es sei denn, das Unternehmen bezahlt die Fortbildung. In kleinen Organisationen müssen einzelne Personen oft verschiedene Bereiche beherrschen. Sie lernen, mangelnde finanzielle Mittel in mehr unternehmerische Ideen umzusetzen. Kreativität aus Geldmangel könnte man das nennen.<br />
Zudem fällt es in kleinen Organisationen sofort auf, wenn ein Mitarbeiter nur noch Dienst nach Vorschrift macht. Solche Leute kann man gar nicht gebrauchen. das Engagement scheint antiproportional zur Größe der Mitarbeiterschaft zu sein: je größer die Organisation, desto geringer das Engagement des Einzelnen. </p>
<h4>Rente auf Lebenszeit</h4>
<p>Last not least scheinen größere Organisationen eine sehr geringe Mitarbeiterfluktuation zu haben. Das wird immer positiv hervorgehoben: natürlich haben Mitarbeiter oftmals einen hohen Expertengrad, wenn sie eine Position jahrelang besetzt haben. Auf der anderen Seite gerät man schnell in einen Trott, bei dem das gemacht wird, was man schon immer gemacht hat. Frisches Blut kommt selten herein, so dass der Alltagstrott nicht gestört wird. Neue Ideen gibt es nicht von altgedienten Mitarbeitern, weil ihnen nach fünf Jahren schlicht der Gedanke absurd erscheint, man könnte etwas anders machen. </p>
<h4>Die Kleinen sind innovativ</h4>
<p>Langer Text &#8211; kurzer Sinn. Die Innovationen im NGO-Bereich kommen vor allem von kleinen und relativ neuen NGOs. Da wäre 2aid.org, die mit relativ wenig Geld einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht haben. Oder arbeiterkind.de. Natürlich tun auch die großen viel, aber genau darum geht es ja, sie erreichen viel mit reiner Ressourcenpower, ohne echte Ideen, Innovationen oder Kreativität. </p>
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		<title>Werkstattbericht – wie entsteht ein Blogbeitrag?</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 18:14:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Web]]></category>
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		<description><![CDATA[Da ich arbeitsmäßig recht eingespannt bin, möchte ich heute einmal beschreiben, wie ein Blogeintrag entsteht. Der Leser soll einen Eindruck davon bekommen, wie viel Zeit und Arbeit in einem 300 – 400 Worte langen Beitrag steckt, den er in vielleicht &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2010/12/09/werkstattbericht-%e2%80%93-wie-entsteht-ein-blogbeitrag/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich arbeitsmäßig recht eingespannt bin, möchte ich heute einmal beschreiben, wie ein Blogeintrag entsteht. Der Leser soll einen Eindruck davon bekommen, wie viel Zeit und Arbeit in einem 300 – 400 Worte langen Beitrag steckt, den er in vielleicht einer Minute überfliegt. </p>
<h4>Ein Königreich für eine Idee</h4>
<p>Am Anfang ist der Gedanke. Irgendwie habe ich keine Lust zu schreiben, was alle Anderen schon endlos durchgekaut haben. Die 33 besten Suchmaschinentricks, die fünf besten Conversions-Ratschläge oder eine Runde Selbstbeweihräucherung, das muß nicht sein.<br />
Hat man erst einmal eine Idee, muß man überlegen, ob sich daraus genug für einen Blogbeitrag gewinnen lässt: Gibt es einen neuen Zusammenhang, einen unbeachteten Aspekt, etwas, auf das im Idealfall noch keiner gekommen ist? Und ist das dann auch spannend für eine größere Leserschaft? Und wenn ja, passt das zu meinem Blog? Und habe ich genug Ahnung von dem Thema, um darüber schreiben zu können?<br />
Dann schreibe ich die ersten Notizen zu dem Beitrag oder schon den ersten Entwurf. Die besten Ideen kommen, wenn man gerade etwas Ganz anderes macht. Im Idealfall sollte man immer etwas zu schreiben bei sich haben, es reicht aber auch das eigene Handy. Hier kann man sich kurze Notizen machen, die man für diesen Beitrag oder auch einen ganz anderen verwenden kann.<br />
Schließlich kommt der Zeitpunkt, an dem ein Text finalisiert wird. Ich habe meistens drei oder vier Texte gleichzeitig in der Pipeline und warte auf den entscheidenden Kick, um sie zu finalisieren. Ich schreibe so gut wie nie spontane Beiträge. Und manche Beitragsentwürfe gehen den Weg alles Irdischen und landen im Altpapier. Gibt es eigentlich eine Wiedergeburt bei Papier, Recycling und so? </p>
<h4>Auf der Suche nach der verlorenen Formulierung</h4>
<p>500 Wörter runterschreiben, das geht unheimlich schnell. Würde ich das Geschriebene unmittelbar veröffentlichen, dann würde keiner meiner Leser das verstehen. Zum Einen fehlt häufig die Struktur, zum Anderen haben viele Formulierungen Ecken und Kanten.<br />
Ohne den Feinschliff, die Strukturierung und das gnadenlose Kürzen wäre der Blog-Beitrag bestenfalls ein dadaistisches Gedicht, schlimmer als eine automatische Übersetzung durch den Google-Translator.<br />
Stimmen alle Formulierungen halbwegs, kommt die finale orthographische Korrektur. Da gehen trotzdem einige Rechtschreibfehler durch. Dennoch sollte man die schlimmsten Schnitzer rausbekommen. </p>
<h4>Ihr Besucherlein kommet!</h4>
<p>Von der Idee über den Beitragsentwurf zur finalen Publikation vergehen einige Stunden. An manchen Beiträgen habe ich viele Stunden gearbeitet. Wer nicht selber schreibt, ahnt kaum, wie viel Zeit auch in kurzen Beiträgen stecken kann. Wenn ich für einen Auftraggeber arbeite, kann ich am Ende des Tages eine Rechnung schreiben. Für meinen Blog bekomme ich keinen müden Euro, obwohl er mir manchmal mehr Arbeit macht als mein Job.<br />
Deswegen ist für den Blogschreiber, der einigermaßen regelmäßig schreibt auch wichtig, Leser für sich zu gewinnen. Ja, ich schaue regelmäßig auf die Besucherstatistik und ich freue mich, wenn die Zahl der Besucher in die Höhe steigt. Denn bis auf die spärlichen Kommentare und Links, die hier einfließen ist das die einzige Form von Anerkennung für die Arbeit, die Blogger leisten.<br />
Im Gegensatz zu anderen Webmastern schalte ich hier keine Werbung, nicht einmal, um die Serverkosten zu refinanzieren. Ich verwende keine Schleichwerbung oder gesponserte Posts. Ich bitte auch nicht um Spenden, weil es ungefähr 5 Milliarden Menschen gibt, denen ein Euro mehr helfen würde als mir.<br />
Die zweite Motivation hier zu schreiben besteht schlicht darin, den eigenen Namen unter einen öffentlich zugänglichen Beitrag setzen zu können. Ich freue mich über eine gelungene Formulierung, einen gut geschriebenen Beitrag und eine runde Argumentation. Wer keinen Spaß an einer guten Aufbereitung hat, sollte weder Blogs schreiben noch sie lesen.<br />
Eine weitere Motivation zum Publizieren hat Christian Heilmann so ausgedrückt:<br />
<blockquote>I<br />
love to share my research and information, because when you set them free they can inspire and help others to get their own voices heard.</p></blockquote>
<p>Creating And Distributing Presentations On The Web</p>
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		<title>Gibt es einen allgemeinen Wortschatz?</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 14:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neuerdings muss ich wieder verstärkt an texten arbeiten. Dabei geht es um die optimale Ausdrucksweise für bestimmte Zielgruppen. Dabei ist vor allem wichtig herauszufinden, welche Wörter oder Floskeln von der Zielgruppe verstanden werden. Grob gesprochen soll die Hausfrau die Texte &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2010/05/23/gibt-es-einen-allgemeinen-wortschatz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neuerdings muss ich wieder verstärkt an texten arbeiten. Dabei geht es um die optimale Ausdrucksweise für bestimmte Zielgruppen. Dabei ist vor allem wichtig herauszufinden, welche Wörter oder Floskeln von der Zielgruppe verstanden werden. Grob gesprochen soll  die Hausfrau die Texte verstehen und der Professor soll nicht gelangweilt werden.<br />
Bei einigen juristischen oder gesellschaftswissenschaftlichen Konstruktionen scheint die Sache recht klar. Der &#8220;Sachverhalt&#8221; wird zwar verstanden, ist aber kein Wort, das man im allgemeinen<br />
Sprachgebrauch verwenden würde. Neulich habe ich in einem Buch über Sozialphobie gelesen und das Wort &#8220;Diskriminierung&#8221; gehört. Damit ist nicht die Benachteiligung, sondern nur die Unterscheidung ohne<br />
negativen Unterton gemeint. Wie sieht es aber mit dem Begriff &#8220;Prägung&#8221; aus, die in der frühkindlichen Erziehung eine wichtige Rolle spielt? Und weiß jeder Erwachsene tatsächlich, was &#8220;pränatal&#8221; bedeutet?<br />
Ich gehe da immer von meinem eigenen Sprachgefühl aus. Einerseits lese ich viel im Internet, höre viele Hörbücher und blättere hin und wieder auch durch Zeitschriften durch. Andererseits bin ich selbst durch ein<br />
sozialwissenschaftliches Studium gegangen und merke schon, dass sich so manche Fachtermini bei mir einschleichen. Wie steht es eigentlich mit dem Begriff Fachterminus oder Fach-Jargon? Wäre hier Fach-Chinesisch verständlicher oder vielleicht doch zu banal?<br />
Ich versuche hier pragmatisch zu sein. Wenn ich englische Sendungen oder Vorträge höre, verstehe ich meistens auch viele Wörter nicht, aber der Kontext ist mir meistens klar. Zudem sollte man nicht der Neigung vieler Akademiker nachgeben, die alle anderen Menschen für infantil halten. Vielleicht sind folgende Regeln hilfreich:</p>
<ul>
<li>Verwende keine Wörter, deren Bedeutung du nicht kennst.</li>
<li>Sprich nicht über Dinge, von denen du keine Ahnung hast.</li>
<li>Respektiere deine Leserschaft, unter- und überschätze es nicht.</li>
<li>Fordere dein Publikum zum Nachdenken heraus, indem du einige komplexe Gedanken und Ideen &#8211; verständlich &#8211; in deinen Texten unterbringst.</li>
<li>Schreibe interessant und lebendig und die Leser werden dir folgen.</li>
</ul>
<h4>Weiterlesen</h4>
<ul>
<li><a href="http://www.einfach-fuer-alle.de/blog/id/2755/">Mit Struktur zu barrierefreien Texten</a></li>
<li><a href="http://www.bildungsstudio.de/inhalt/9.%20arbeiten_von_studierenden/textverstaendlichkeitsmodelle.doc">Überlegungen zum verständlicheren Schreiben</a></li>
<li><a href="http://www.barrierefreies-webdesign.de/knowhow/verstaendlicher-text/">Texte im Web verständlicher schreiben</a></li>
<li>Wolf Schneider. Deutsch für Profis. Goldmann-Verlag 2011</li>
<li><a href="http://styleguide.yahoo.com/">The Yahoo! Style Guide</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Persönliches Wissensmanagement mit Weblogs und Co.</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 10:25:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeden Tag stößt man auf neue Ideen oder Gedanken. Dabei benötigt man sehr viel Disziplin, um diese Gedanken sinnvoll zu notieren, so dass man sie 1. wiederfindet 2. und auch noch Jahre später versteht Unser Gedächtnis ist ein recht komischer &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2010/04/29/personliches-wissensmanagement-mit-weblogs-und-co/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeden Tag stößt man auf neue Ideen oder Gedanken. Dabei benötigt man sehr viel Disziplin, um diese Gedanken sinnvoll zu notieren, so dass man sie<br />
1. wiederfindet<br />
2. und auch noch Jahre später versteht<br />
Unser Gedächtnis ist ein recht komischer Apparat, man kann sich daran erinnern, dass da mal eine bestimmte Idee war, aber auf die Idee selber kommt man nicht mehr.
<div style="width:425px" id="__ss_6577214"><strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a href="http://www.slideshare.net/domingosdeoliveira/tools-zum-persnlichen-informations-und-wissensmanagement" title="Tools zum persönlichen Informations- und Wissensmanagement">Tools zum persönlichen Informations- und Wissensmanagement</a></strong><object id="__sse6577214" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=persnlicheswissens-undinformationsmanagementmitweb-110115070201-phpapp02&#038;stripped_title=tools-zum-persnlichen-informations-und-wissensmanagement&#038;userName=domingosdeoliveira" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed name="__sse6577214" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=persnlicheswissens-undinformationsmanagementmitweb-110115070201-phpapp02&#038;stripped_title=tools-zum-persnlichen-informations-und-wissensmanagement&#038;userName=domingosdeoliveira" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object>
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</div>
<p>Wenn man unter Wissensmanagement genau das versteht, Ideen und Gedanken sinnvoll zu formulieren, zu kategorisieren und zu sammeln, dann sind Weblogs und andere Web-2.0-Anwendungen genau das Richtige.<br />
Die Voraussetzung ist, dass das Weblog tatsächlich öffentlich ist, weil man ansonsten nicht die nötige Disziplin hat, einen Gedanken allgemein verständlich und nachollziehbar zu formulieren. Das ist aber die wichtigste Voraussetzung für ein vernünftiges Wissensmanagement. Wenn Andere deinen Gedanken verstehen, dann wirst du es in zehn Jahren vermutlich auch noch können.<br />
Im Prinzip wären auch Anwendungen wie Googles Such-Historie eine sinnvolle Sache. Wer bei Google eingeloggt ist, dessen Suchaktivitäten über die Google-Suchmaschine werden automatisch aufgezeichnet. Wer viel im Internet surft, kennt das Problem, dass man eine schöne Seite gefunden hat, sich aber nicht mehr an den Namen der Seite oder die entsprechenden Suchbegriffe erinnern kann.<br />
Wer also seine Beiträge sauber mit Kategorien und Schlüsselwörtern versieht, schöne Überschriften und Links gesetzt hat, der hat sehr gute Chancen, seine ideen auch wiederzufinden. Alle Weblog-Systeme haben eine recht gute Suchmaschine integriert, so dass die Suche nach alten Gedanken kein Problem darstellen sollte.<br />
Wer es lieber kurz mag, kann natürlich auch Twitter benutzen, mit Link-Shortener und Hash-Tags kann man auch mit 140 Zeichen effizient arbeiten.<br />
Es kommt auch nicht selten vor, dass man über Kommentare weitere gute Ideen erhält. Wenn ich eine gute Idee habe und du hast eine gute Idee, dann sollten wir uns austauschen, hinterher haben wir beide eine gute Idee mehr. </p>
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		<title>Serendipity &#8211; finden, was man nicht gesucht hat</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 08:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[The Thinking Turn]]></category>
		<category><![CDATA[frei schwebende Aufmerksamkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Serendipity ist der Name eines bekannten freien Blogsystems. Pity &#8211; das wissen wir noch aus der Mittelstufe &#8211; heißt Pech. Der etwas sperrige Begriff ist noch schlimmer, wenn man versucht, ihn ins Deutsche zu übersetzen. Das &#8220;Serendipitätsprinzip&#8221; bezeichnet den Umstand, &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2010/02/28/serendipity-finden-was-man-nicht-gesucht-hat/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Serendipity ist der Name eines bekannten freien Blogsystems. Pity &#8211; das wissen wir noch aus der Mittelstufe &#8211; heißt Pech. Der etwas sperrige Begriff ist noch schlimmer, wenn man versucht, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Serendipity">ihn ins Deutsche zu übersetzen</a>. Das &#8220;Serendipitätsprinzip&#8221; bezeichnet den Umstand, dass man etwas Interessantes findet, ohne gezielt danach gesucht zu haben.<br />
Menschen, die wie ich selten kreativ arbeiten müssen, suchen manchmal stundenlang nach der besten Formulierung, einer genialen Idee oder der besten Lösung. Dabei konzentriert man sich so auf seine Aufgabe, dass Einem nun wirklich nichts Brauchbares einfällt.<br />
Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mit freiem Schweifen der Gedanken oft mehr erreicht. Die besten Ideen kommen oft, wenn man sich von der ursprünglichen Sache ein wenig wegbewegt und sich aktiv mit anderen Dingen beschäftigt.<br />
Gelegentlich bin ich morgens aufgewacht und habe gedacht: &#8220;Das ist es!&#8221;. Auf der Fahrt in der Bahn kommt ein Gedanke wie ein Blitz und man sucht verzweifelt nach etwas zum Schreiben. Ich habe immer einen Block in meinem Rucksack, wo ich schnell mal etwas notieren kann. Kleiner Tipp nebenbei, das Gedächtnis scheint kurz nach dem Aufwachen nicht so recht zu funktionieren. Man weiß zum Beispiel ganz sicher, dass man etwas geträumt hat und sogar, dass man wusste, was man geträumt hat. Doch schon Minuten später hat man den eigentlichen Traum und auch Vieles, was kurz nach dem Aufwachen passiert ist vergessen. Deshalb sollte man etwas zum Schreiben neben dem Bett liegen haben, wo man sich kurze Notizen machen kann. Natürlich nur, wenn man das unbedingt wissen möchte.<br />
Die Psychologie spricht von &#8220;frei schwebender Aufmerksamkeit&#8221;, beschrieben in einem Interview mit Peter Kruse ist oft wesentlich zielführender als das angestrengte Suchen. Vielleicht löst die Konzentration auf Dauer Stress aus, der die Aufmerksamkeit verschlechtert. Es ist recht schwierig, sich lange Zeit auf einen bestimmten Punkt zu konzentrieren. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum der Staat auf Open Source setzen sollte</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 09:40:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[The Thinking Turn]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Argumente für Open-Source-Software werden selten schlüssig zusammengefasst. Die meisten Menschen argumentieren mit dem geringen Preis dieser Software. Natürlich ist Open Source nicht mit kostenlos zu verwechseln, Open Source bedeutet lediglich, dass der Quellcode der Software für jedermann einsehbar ist. &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2010/02/10/warum-der-staat-auf-open-source-setzen-sollte/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Argumente für Open-Source-Software werden selten schlüssig zusammengefasst. Die meisten Menschen argumentieren mit dem geringen Preis dieser Software. Natürlich ist Open Source nicht mit kostenlos zu verwechseln, Open Source bedeutet lediglich, dass der Quellcode der Software für jedermann einsehbar ist. Für den Privatanwender ist die Umstellung von Closed auf Open Source ein kleiner Kraftakt, schließlich muss man sich in ein neues System eingewöhnen und es kann eine gewisse Zeit dauern, bis man flüssig damit arbeiten kann. Für eine staatliche Behörde ist es ein Kraftakt, der viele Monate Vorlauf braucht und viel Geld kosten kann.<br />
Warum es sich dennoch lohnen kann, <a href="http://ogobin.de/TCPA/villanueva_to_ms_de.html">zeigt dieser Artikel</a>. Es geht vor allem um die Sicherheit der Software und die Zukunftsfähigkeit von Formaten. Der Kostenfaktor spielt eine geringere Rolle.<br />
Bei quelloffener Software hat jeder mit entsprechenden Kenntnissen die Möglichkeit, die Software auf Sicherheitsprobleme zu überprüfen und auf seine eigenen Bedürfnisse anzupassen.<br />
Noch wichtiger erscheint die Nutzung offener Formate. Wer mit älteren Office-Versionen mit Microsoft gearbeitet hat wird schockiert feststellen, dass die neuen Versionen mit älteren Dokument-Formaten nicht vernünftig arbeiten können. Umgekehrt können ältere Office-Versionen nichts mit DOCX anfangen.<br />
Behörden müssen höhere Anforderungen an die Austauschbarkeit und Kompatibilität sowie die Archivierung von Dokumenten stellen. Deshalb kann es nicht sinnvoll sein, ein Format zu verwenden, das nur von einem Unternehmen vollständig unterstützt wird und dessen Schnittstellen nicht offen gelegt sind. Entweder macht man sich auf Dauer von einem Unternehmen abhängig oder das Unternehmen geht pleite, in diesem Falle muss die Behörde möglicherweise ihre Dokumente aufwendig konvertieren oder verliert sie im schlimmsten Falle vollständig.<br />
Ähnliche Probleme gibt es bereits im Bereich der Content Management Systeme. Viele Unternehmen haben frühzeitig auf Agentur-Lösungen gesetzt. Wenn die Agenturen dann pleite gehen, was durchaus passiert ist, dann muss jemand dieses System aufwendig weiterentiwckeln. Im schlimmsten Fall ist das System nachlässig dokumentiert, so dass es nur mit großem Aufwand weiter entwickelt werden kann.<br />
Die Open-Source-Lösungen a la TYPO 3 oder Drupal sind hingegen wesentlich flexibler und werden auf absehbare Zeit weiterentwickelt. Eine Migration von einem zum anderen System ist sehr gut möglich.<br />
Der finanzielle Aufwand &#8211; um auf das Ausgangsargument zurückzukommen &#8211; dürfte auf lange Sicht bei Open Source geringer sein als bei Closed Source. Die Kosten für die Überführung veralteter und nicht unterstützter Formate und die Migration von Systemen scheint eventuelle Einsparungen durch Closed Source vollständig aufzuheben. </p>
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		<title>Captain Crunch und der Telefonhacker</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 09:10:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blinde & Sehbehinderte]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[The Thinking Turn]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch Netzpolitik wurde ich auf ein WDR-Hörspiel um Captain Crunch aufmerksam. Zu Anfang spielt ein Blinder eine tragende Rolle. Es geht grob gesagt um eine Technik zum Hacken des amerikanischen Telefonsystems. Das gelang über die Erzeugung von Tönen, durch die &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2010/02/01/captain-crunch-und-der-telefonhacker/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.netzpolitik.org/2010/wdr1-live-hoerspiel-captain-crunch/">Durch Netzpolitik</a> wurde ich auf <a href="http://medien.wdr.de/download/1267445545/radio/download/wdr_hoerspiel_download_captain_crunch_20100303.mp3">ein WDR-Hörspiel</a> um Captain Crunch aufmerksam. Zu Anfang spielt ein Blinder eine tragende Rolle. Es geht grob gesagt um eine Technik zum Hacken des amerikanischen Telefonsystems. Das gelang über die Erzeugung von Tönen, durch die das Telefonsystem damals gesteuert wurde. Der blinde Jugendliche hatte über sein Keyboard diese Töne erzeugt und Captain Crunch baute ein Gerät namens Bluebox, das diese Töne selbstständig erzeugen konnte.<br />
Die Biographie des Hackers, der eigentlich John T. Draper heißt, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_T._Draper">bricht in der Wikipedia</a> in den 70ern ab. Draper lebt heute verarmt in einer kleinen Wohnung in Los Angeles.<br />
Das Hörspiel erinnert mehr an eine Doku mit nachgestellten Szenen. Es birgt ungeahnten Sprengstoff. Draper traf mit den jungen Apple-Gründer Steve Jobs und Steven Wozniak zusammen. Die beiden Steves sollen ihr Startkapital für Apple aus der Herstellung und dem Verkauf von Blueboxes für die Mafia erhalten haben.</p>
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		<title>Neue Begriffe braucht das Land</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 12:52:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies und das]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[The Thinking Turn]]></category>
		<category><![CDATA[ortungetüm]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer in der Internet-Szene in sein will, sollte mit kryptischen Wortkombinationen und deren Abkürzungen um sich werfen. Es schadet nicht, ab und zu neue Wortungetüme zu basteln. Die müssen natürlich englisch sein, schließlich leben wir in Deutschland. Hier habe ich &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2010/01/28/neue-begriffe-braucht-das-land/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in der Internet-Szene in sein will, sollte mit kryptischen Wortkombinationen und deren Abkürzungen um sich werfen. Es schadet nicht, ab und zu neue Wortungetüme zu basteln. Die müssen natürlich englisch sein, schließlich leben wir in Deutschland.<br />
Hier habe ich eine kleine Hilfe gebastelt, das Wortkarussell. Nimm dir ein Wort der ersten Spalte, kombiniere es mit einem Wort der zweiten und dritten Spalte und schon haben wir einen neuen Begriff geschaffen.</p>
<p>Beängstigend genug, dass man aus vielen dieser Kunstbegriffe mit ein wenig Phantasie auch noch einen Sinn ziehen kann.</p>
<table style="border-collapse: collapse; table-layout: fixed; width: 186pt;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="249">
<col style="width: 62pt;" span="3" width="83"></col>
<tbody>
<tr style="height: 13.2pt;" height="18">
<td style="height: 13.2pt; width: 62pt;" width="83" height="18">Social</td>
<td style="width: 62pt;" width="83">Media</td>
<td style="width: 62pt;" width="83">Analyse</td>
</tr>
<tr style="height: 13.2pt;" height="18">
<td style="height: 13.2pt;" height="18">Key</td>
<td>Performance</td>
<td>Indicators</td>
</tr>
<tr style="height: 13.2pt;" height="18">
<td style="height: 13.2pt;" height="18">Search</td>
<td>Engine</td>
<td>Marketing</td>
</tr>
<tr style="height: 13.2pt;" height="18">
<td style="height: 13.2pt;" height="18">Cloud</td>
<td>Computing</td>
<td>Optimization</td>
</tr>
<tr style="height: 13.2pt;" height="18">
<td style="height: 13.2pt;" height="18">User<span style="mso-spacerun: yes;"> </span></td>
<td>Centered</td>
<td>Strategy</td>
</tr>
<tr style="height: 13.2pt;" height="18">
<td style="height: 13.2pt;" height="18">Latent<span style="mso-spacerun: yes;"> </span></td>
<td>Semantic</td>
<td>Monitoring</td>
</tr>
<p><!--[if supportMisalignedColumns]--></p>
<tr style="display: none;" height="0">
<td style="width: 62pt;" width="83"></td>
<td style="width: 62pt;" width="83"></td>
<td style="width: 62pt;" width="83"></td>
</tr>
<p><!--[endif]--></tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		<title>Leichte Sprache ganz schwer &#8211; Behinderung und die Political Correctness</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 18:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit & Zugänglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Blinde & Sehbehinderte]]></category>
		<category><![CDATA[The Thinking Turn]]></category>
		<category><![CDATA[Befindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Political Correctness]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich verfolge mit echtem Befremden, wie sich Behinderte und Nicht-Behinderte über angebliche Verstöße gegen die Political Correctness (PI) beschweren. Manche Dinge mögen berechtigt sein. So sind Rollstuhlfahrer natürlich nicht &#8220;an den Rollstuhl gefesselt&#8221;, Gehörlose sind nicht unbedingt taubstumm und Autismus &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2010/01/27/leichte-sprache-ganz-schwer-behinderung-und-die-political-correctness/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verfolge mit echtem Befremden, wie sich Behinderte und Nicht-Behinderte über angebliche Verstöße gegen die Political Correctness (PI) beschweren. Manche Dinge mögen berechtigt sein. So sind Rollstuhlfahrer natürlich nicht &#8220;an den Rollstuhl gefesselt&#8221;, Gehörlose sind nicht unbedingt taubstumm und Autismus geht nicht unbedingt mit einer Inselbegabung einher.<br />
Nun möchte ich Rollifahrern, Autisten oder Gehörlosen nicht sagen, was sie gut finden müssen und worüber sie sich beschweren möchten.<br />
Ich habe aber selbst erlebt, was es bedeutet, wenn man nicht weiß, was aktuell politisch korrekt ist.  Eine blödsinnige Erfindung &#8211; ich würde wetten, sie kam von einem Nicht-Behinderten &#8211; ist die Schöpfung &#8220;Menschen mit &#8230;&#8221;. Wir wissen, was Blinde, Gehörlose und Taub-Stumme sind. Weiß aber irgendjemand, was Menschen mit kognitiver, geistiger, mentaler oder Lernbehinderung sein sollen? Haben sie nun etwas oder fehlt ihnen etwas?<br />
Ein ganzer Blumenstrauß aus Begriffen hat sich um diese körperliche oder geistige Einschränkung gebildet. Wir sollen also Menschen mit Lernschwierigkeiten sagen. Heißt das also, dass diese Personen ansonsten keine Probleme haben?<br />
Ich darf also nicht mehr &#8220;Behindertensport&#8221; oder &#8220;Behindertentestament&#8221; sagen, weil irgend jemand sich eventuell diskriminiert fühlen könnte? Manchmal frage ich mich, ob die Leute keine handfesten Probleme mehr haben. </p>
<h4>Verständlichkeit ade</h4>
<p>Was auch immer die Protagonisten dieser Begriffe Gutes tun wollen, meistens verschlechtern sie die Verständlichkeit. Wenn die Sonderschule jetzt Förderschule heißt, wissen die betroffenen Eltern, wonach sie suchen müssen? Wenn wir jetzt Behindertentestament durch Sozialtestament ersetzen, weiß niemand, was damit gemeint ist.<br />
Die Sätze werden durch neue Substantive aufgebläht, was die Verständlichkeit wiederum verschlechtert. Wir sagen jetzt statt Familie mit einem behinderten Kind: Familie mit einem Kind mit Behinderung.<br />
Ich habe kein Problem damit, mich als Behinderten zu bezeichnen. Meine Behinderung ist nicht mein Eigentum, sondern eine Eigenschaft, ein Substantiv dient lediglich dazu, Sachverhalte zu verschleiern, statt sie deutlich zu machen. Wenn irgendwer glaubt, behindert zu sein seine meine Kerneigenschaft, dann ist mir das schnuppe. Diese Art von Sprachdiskurs baut meiner Meinung nach mehr Barrieren auf als sie abbaut. Anstelle eines Nicht-Behinderten würde ich den Kontakt mit einem Behinderten vermeiden, weil ich stets Angst hätte, er könnte sich durch eine Bemerkung beleidigt fühlen.<br />
Und um damit wieder an den Ausgangspunkt des Artikels zurück zu kehren: durch die teilweise sehr aggressiven Reaktionen auf sprachliche Fehltritte bringt man die Leute zum Nachdenken. Sie denken darüber nach, ob sie überhaupt noch Artikel über Behinderte schreiben sollen, wenn sie solche Reaktionen vermeiden wollen. In meinem Fall wollte ich einen Artikel über eine Webseite schreiben, die sich mit Asperger beschäftigt. Ich wollte aber nicht das Risiko eingehen, das irgendjemand sich über eine Formulierung beschwert. So habe ich nach reichlich hin und her auf den Artikel ganz verzichtet. Als Journalist hat man es schwer genug und geht daher Ärger dort aus dem Weg, wo man ihn vermeiden kann. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Längeres Interview mit Jared Diamond</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 11:46:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Gesellschaftswissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[The Thinking Turn]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Jared Diamond]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Online-Ausgabe der Zeit gibt es ein längeres Interview mit dem Universalgelehrten Jared Diamond. In seinem älteren Buch &#8220;Kollaps&#8221; versucht Diamond, verschiedene Ansätze unterschiedlicher Wissenschaften zusammenzuführen, um den Niedergang und Untergang von Kulturen zu erklären. Diamond verbindet Ansätze der &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2010/01/26/langeres-interview-mit-jared-diamond/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Online-Ausgabe der Zeit gibt <a title="Interview" href="http://www.zeit.de/2010/04/Klein-Diamond-04?page=all" target="_blank">es ein längeres Interview </a>mit dem Universalgelehrten Jared Diamond. In seinem älteren Buch &#8220;Kollaps&#8221; versucht Diamond, verschiedene Ansätze unterschiedlicher Wissenschaften zusammenzuführen, um den Niedergang und Untergang von Kulturen zu erklären. Diamond verbindet Ansätze der Ökologie, der Gesellschaftswissenschaften und der Geographie, um etwa das Verschwinden der Kultur auf der Osterinsel zu erklären. Dabei handelt es sich um ein Wechselspiel aus ökologischen und sozialen Faktoren. Obwohl die Bewohner der Osterinsel wussten, dass sie nach und nach die Umwelt ihrer Insel zerstörten, hörten sie nicht damit auf, sondern verwandten große Ressourcen darauf, seltsame Statuen zu errichten. Möchte man das Ganze symbolisch sehen, steht die heutige Gesellschaft nicht wesentlich besser da.</p>
<p>Ich selbst bin Anhänger der Universalwissenschaft und der Universalgeschichte. Diamond sagt an einer Stelle</p>
<blockquote><p>Viele Historiker sind so verliebt in ihren speziellen Fall, dass sie den größeren Zusammenhang missachten. So wird Geschichte zu einer Erzählung, die nichts weiter besagt. Nehmen Sie den Amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865. Da werden dicke Wälzer über den ersten Tag der Schlacht von Gettysburg geschrieben. Solche Details sind sicher wichtig. Aber wenn Sie diesen Konflikt verstehen wollen, müssen Sie ihn mit anderen Bürgerkriegen vergleichen – mit dem finnischen Bürgerkrieg von 1918, mit dem irischen Bürgerkrieg, mit den Kriegen zwischen Habsburg und Preußen. Dann können Sie herausfinden, was an unserem Bürgerkrieg besonders war und was typisch. Aber nichts davon geschieht.</p></blockquote>
<p>Spezialisierung führt zu Atomisierung des Wissens. Wir haben sehr viele Leute, die sich in einem Gebiet recht gut askennen und von anderen keine Ahnung haben. Wir benötigen sicher beides: den Universalisten und den Spezialisten, aber im Augenblick scheint es eher an Universalisten zu fehlen.</p>
<p>Die Universalhistoriker glauben, dass die Geschichte sich im Großen und Ganzen nach bestimmten Prinzipien entwickelt. Der Aufstieg und Niedergang von Zivilisationen verläuft demnach nach bestimmten Mustern. Berühmte Vertreter dieser Richtung waren Oswald Spengler, Arnold Toynbee, Ibn Khaldun und in jüngerer Zeit auch Samuel Huntington in &#8220;Kampf der Kulturen&#8221;, sowie die Weltsystem-Theoretiker, hier vor allem Immanuel Wallerstein und Andre Gunder Frank.</p>
]]></content:encoded>
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