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	<title>Blind-Text</title>
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	<description>Menschen mit Behinderungen und das Internet</description>
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		<title>Corporate Social Responsibility und die Barrierefreiheit</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 11:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit & Zugänglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Blinde & Sehbehinderte]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Social Responsibility]]></category>
		<category><![CDATA[CSR]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity]]></category>

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		<description><![CDATA[Früher oder später wird es vermutlich allgemeine Vorschriften geben, die Privatunternehmen und nichtstaatliche Organisationen zur Barrierefreiheit ermuntern oder sogar verpflichten. Abgesehen davon werden durch die Alterung der Bevölkerung jene Unternehmen im Vorteil sein, welche die Barrierefreiheit von Anfang an umffassen &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2012/01/31/corporate-social-responsibility-und-die-barrierefreiheit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher oder später wird es vermutlich allgemeine Vorschriften geben, die Privatunternehmen und nichtstaatliche Organisationen zur Barrierefreiheit ermuntern oder sogar verpflichten. Abgesehen davon werden durch die Alterung der Bevölkerung jene Unternehmen im Vorteil sein, welche die Barrierefreiheit von Anfang an umffassen berücksichtigen.<br />
Neben den eher harten &#8211; also wirtschaftlichen und rechtlichen &#8211; Faktoren spielen auch die weichen Faktoren eine zunehmende Rolle. Das sind Diversity Management &#8211; also die Förderung der Vielfalt &#8211; und CSR &#8211; die Anerkennung und Übernahme sozialer Verantwortung durch Unternehmen. Weder DM noch CSR werden von Unternehmen aus reiner Barhmherzigkeit durchgeführt. Sie zielen auf die Verbesserung ihrer Gewinne ab, auch wenn man das mit blumigen Worten umschreiben möchte.<br />
Das muss nicht unbedingt negativ sein. Bekanntermaßen stehen alle Maßnahmen, die nicht direkt mit Gewinnerzielung zu tun haben nicht nur in Krisenzeiten zur Disposition. Wer Barrierefreiheit als Teil einer Business-Strategie versteht, wird sie nicht bei der ersten Gelegenheit fallen lassen, sobald es schwierig wird.<br />
Grundsätzlich kann man zwei Bereiche unterscheiden, in denen Barrierefreiheit umgesetzt werden kann: unternehmensintern und extern. </p>
<h4>Intern</h4>
<p>Barrierefreiheit kann intern damit beginnen, Arbeitsplätze möglichst barrierefrei zu gestalten. Dazu gehört zum Beispiel die Beachtung der Bildschirmarbeitsverordnung und anderer Regelungen.<br />
Dazu gehört aber auch die ergonomische  Gestaltung von Arbeitsumgebungen, also rückengerechte Stühle und Tische,  eine ausreichende Beleuchtung, Belüftung und so weiter.<br />
Interessant wird es, sobald es um die Anschaffung oder Programmierung von barrierefreier Software geht. Einige Unternehmen basteln ihre eigenen Lösungen, weil sie am Markt keine passenden Produkte finden oder weil die Programmierer unterbeschäftigt sind. Die Produkte müssen &#8211; da sie normalerweise nicht verkauft werden &#8211; nicht einmal minimale Voraussetzungen der Benutzerfreundlichkeit oder Barrierefreiheit erfüllen. Mit dem Kauf barrierefrei bedienbarer Programme fördert man direkt die Anbieter dieser Produkte und ihr Know-How.<br />
Häufig vergessen wird auch die barrierefreie Gestaltung der Prozesse. Interne Abläufe, Dokumente, Vorlagen, aber auch Redaktionssysteme und Intranets müssen ebenfalls barrierefrei gestaltet werden. </p>
<h4>Extern</h4>
<p>Mit Extern ist hier vor allem die Beziehung zum Kunden gemeint. Barrierefreiheit muss hier vor allem im Bereich Information umgesetzt werden. Das heißt: Internet, aber auch Informationsbroschüren und natürlich auch die Produkte sollen möglichst barrierefrei sein. Auf vielen Arzneimitteln sind zum Beispiel die Namen in Braille aufgedruckt, außerdem gibt es teilweise die Beipackzettel im Internet.<br />
Wer häufig Kundenbesuch hat, kommt natürlich nicht herum, auch wesentliche Teile der Geschäftsräume barrierefrei zu gestalten. Barrierefreiheit beginnt buchstäblich vor der Haustür mit einem rollstuhlgerechten Zugang.<br />
Das Ziel sollte es sein, eine Willkommenskultur für behinderte Kunden und Mitarbeiter zu schaffen, ohne gönnerhaft zu werden. Eine barrierebehaftete Webseite deutet zum Beispiel nicht darauf hin, dass sich das Unternehmen um Behinderte kümmert. Und die Konkurrenz ist nur einen Klick entfernt und hat ihre Hausaufgaben hoffentlich besser gemacht.<br />
Kurios wird es, wenn die Unternehmen Barrierefreiheit ablehnen, weil sie keine Behinderten beschäftigen. Wenn man keine Barrierefreiheit schafft, kann man auch keine Behinderten einstellen &#8211; ein Teufelskreis, der nur von den Unternehmen selbst durchbrochen werden kann.<br />
Das Gleiche gilt natürlich für Produkte oder Dienstleistungen. Ein Blinder kann schlicht nicht ein Konto bei einer Bank eröffnen, die kein barrierefreies Online-Banking anbietet. Natürlich hat die Bank dann keine blinden Kunden &#8211; nach ihrer Logik braucht sie sich deshalb nicht um Barrierefreiheit zu kümmern.<br />
Es ist schade, dass Barrierefreiheit im CSR-Bereich in Deutschland bisher keine Rolle spielt. Im angloamerikanischen Bereich sieht es ganz anders aus. </p>
<h4>Entscheidend ist die öffentliche Meinung</h4>
<p>Nur wenige Unternehmen können es sich heute leisten, auf einen geregelten Umweltschutz zu verzichten. Zugleich ist Umweltschutz normalerweise kein unternehmerisches Ziel in einem betriebswirtschaftlichen Sinn. So ähnlich sollte auch die Barrierefreiheit betrachtet werden.<br />
Ähnlich wie beim Umweltschutz gibt es natürlich immer die Gefahr, dass das Ganze nur als Pro-Forma-Thema betrachtet wird. Es ist daher sinnvoll, dem Ganzen mehr Bedeutung zu verleihen. Das kann man zum Beispiel machen, indem man einen Barrierefreiheits-Beauftragten einsetzt oder konkrete, überprüfbare Ziele ausgibt. Außerdem sollte ein Bekenntnis zur Barrierefreiheit und ein Überblick umgesetzter und geplanter Maßnahmen auf der Webseite, im Geschäftsbericht und wo es noch passt veröffentlicht werden.<br />
Das heißt, Barrierefreiheit sollte ähnlich wie der Umweltschutz als Ziel der Nachhaltigkeit betrachtet werden. Sie sollte als Prozess betrachtet werden, der nach und nach umgesetzt und nicht nach der Durchführung einer bestimmten Zahl von Maßhnahmen abgeschlossen ist.<br />
Barrierefreiheit sollte als soziale und nicht als technische Herausforderung verstanden werden. Was die Barrierefreiheit angeht, schneiden viele Organisationen aus dem Nonprofit- oder Social-Business-Bereich nicht besser ab als kommerziell orientierte Unternehmen. Das heißt, selbst sozial handlnde Akteure haben die Bedeutung von Barrierefreiheit nicht verinnerlicht. </p>
<h4>Weiterlesen</h4>
<ul>
<li><a href="http://www.w3.org/WAI/bcase/soc.html">Social Factors in Developing a Web Accessibility Business Case for Your Organization</a> &#8211; lesenswertes Dokument der Web Accessibility Initiative &#8211; beschreibt diverse Business Cases zur Einführung von Barrierefreiheit</li>
<li><a href="http://www.nasscomfoundation.org/web_accessibility/index.html">Understanding Web Accessibility &#8211; A Guide to create accessible Work Enviroments</a></li>
<li><a href="http://www.computer.org/comp/proceedings/hicss/2008/3075/00/30750284.p<br />
df ">Web Accessibility for the Blind: Corporate Social Responsibility</a> &#8211; PDF</li>
<li><a href="http://g3ict.org/resource_center/publications_and_reports/p/productCategory_whitepapers/subCat_10/id_197">Understanding Web Accessibility: A Guide to Create Accessible Work Environments>/a></a></li>
<li><a href="http://www.karlgroves.com/2011/11/04/the-social-factors-of-accessibility/">The Social Factors of Website Accessibility</a> &#8211; Blog von Carl Growes</li>
<li><a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/?p=1617">Qualitätsmanagement barrierefreier Webseiten</a> &#8211; Maßnahmen der Qualitätssicherung</li>
</ul>
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		<title>Rollt Apple den Bildungsmarkt auf?</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 08:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit & Zugänglichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Normalerweise schreibe ich nicht über die neuesten Trends, aber der Einstieg von Apple in den Bildungssektor könnte wesentlich spannender werden als irgendein weißes iPhone. Apple hat sehr gute Chancen auf dem amerikanischen Bildungssektor, weil seine aktuellen Geräte und Betriebssysteme einen &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2012/01/21/rollt-apple-den-bildungsmarkt-auf/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise schreibe ich nicht über die neuesten Trends, aber der Einstieg von Apple in den Bildungssektor könnte wesentlich spannender werden als irgendein weißes iPhone.<br />
Apple hat sehr gute Chancen auf dem amerikanischen Bildungssektor, weil <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2010/01/13/apple-voiceover-werden-blinde-jetzt-zu-macfans/">seine aktuellen Geräte und Betriebssysteme einen sehr guten Stand</a> im Bereich Barrierefreiheit haben. Die USA haben mit der Section 508 und dem Americans with Disabilities Act die wahrscheinlich strengsten Regeln zur Barrierefreiheit und Gleichstellung weltweit. Zum deutschen Pendant sage ich lieber nichts.<br />
Die Geräte verfügen über einen eingebauten Screenreader, Vergrößerungssoftware, eine zumindest rudimentäre Spracheingabe. Sie <a href="http://www.graceapp.com/">gelten als beliebt</a> bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen &#8211; ob zu Recht oder Unrecht vermag ich nicht zu beurteilen.<br />
Apples Schritt dürfte zumindest zwei Größen der New Economy weh tun: der eine ist Amazon, der andere Microsoft.<br />
Amazon <a href="http://www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2011/10/18/jeder-hat-angst-vor-amazon.htm">hat ebenfalls Ambitionen</a> auf dem Buchmarkt als Verleger aufzutreten. Mit der Kindle-Plattform versucht Amazon ebenso wie Apple die Käufer in einen goldenen Käfig aus Hardware, Software und Multimedia-Konsum einzusperren. <a href="http://www.golem.de/1001/72406.html">Amazons Ambitionen</a>, mit dem Kindle DX in den Bildungsmarkt einzusteigen sind grandios gescheitert, weil es die Geräte nicht für Blinde oder Sehbehinderte nutzbar gemacht hat. Bis heute nicht. Apples Anwendung zur Erstellung von Enhanced eBooks zielt exakt in das Herz der Kindle-Plattform, einer Plattform, auf der Autoren ihre Werke so simpel wie selten zuvor einstellen können. Allerdings hängt das Kindle-Format dem Standard ePub immer ein wenig hinterher.<br />
Microsoft  Windows hingegen muss um seine Stellung als führendes Betriebssystem in Bildungseinrichtungen bangen. MS hat es noch länger als Amazon verschlafen, seine Plattformen für Blinde von Haus aus nutzbar zu machen. Wobei Microsoft natürlich wesentlich größer als Amazon ist und das passende Know-How im Haus sitzen hat. MS und Applle gewähren bereits Rabatte für Bildungseinrichtungen. Aber die wenigsten Schulen werden es sich leisten, ihren Schülern zwei Computer-Arbeitsplätze bzw. Geräte bereit zu stellen. </p>
<h4>Open ist besser</h4>
<p>Man kann Apple mögen oder nicht &#8211; mit der Kontrolle über seine Plattformen übt es auch eine Form von Zensur aus. Werden demnächst Bücher nicht im Store zugelassen, die über Aufklärung, Sklaverei oder andere in den USA brisante Themen handeln, weil bestimmte Bilder oder Begriffe eingesetzt werden? Und ist die US-Regierung tatsächlich bereit, das relativ geschlossene Windows-System gegen das absolut verschlossene Apple-System einzutauschen?<br />
kleines Update: Offenbar <a href="http://www.golem.de/1201/89261.html">möchte Apple</a> nicht wie angekündigt das offene ePub-Format unterstützen, sondern sein eigenes Format in den Markt drücken. Das ist eine sehr bedenkliche Entwicklung.<br />
Nur zur Erinnerung: Ein günstiges Netbook kostet zwischen 200 und 300 Euro, verfügt über eine vollständige Tastatur und ist eine nur durch die Performance eingeschränkte Universalmaschine. Ein iPad ist ein Gerät zum Surfen und Multimedia abspielen, auf das man ohne iTunes nicht einmal Daten spielen kann. Und Apple wird nicht unbegrenzt Preisnachlässe gewähren. Ein Schulcomputer ohne vernünftige Tastatur ist ohnehin ein Witz. Das Problem, dass man längere Texte nur schlecht auf einem hintergrundbeleuchteten Bildschirm lesen kann will Apple offenbar über Multimedia statt Text lösen. Bei aller Liebe &#8211; das ist sicher nicht wünschenswert.<br />
Die Alternative heißt XO und wurde von der Initiative <a href="http://one.laptop.org/">One Laptop per Child</a> entwickelt. OLPC ist dadurch bekannt geworden, dass es jedes Kind in einem Entwicklungsland mit einem 100 Dollar teuren Laptop ausstatten wollte. Auf dem Gerät ist Software zum Lernen vorinstalliert. Die Geräte sollen recht robust sein und dank PixelQi-Technik auch in der Sonne gut ablesbar sein. PixelQi soll die Vorteile von elektronischem Papier und klassischen Displays kombinieren, zum besseren Lesen kann die Hintergrundbeleuchtung abgeschaltet werden.  Wenn man die Kurbel zur Stromversorgung weglässt spricht nichts dagegen, das Gerät auch im reichen Westen einzusetzen. An der <a href="http://wiki.laptop.org/go/XO_Accessibility">Accessibility wird gearbeitet</a>.<br />
Der zweite Kanidat für ein Konkurrenzangebot heißt Google Books. Je stärker Apple Druck auf die Lehrbuch-Verlage ausübt, desto attraktiver dürfte ein Konkurrenzangebot von Google werden. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis Google eine Alternative zu Apples Plattform anbieten wird. Mit Text und Tabellen will Google eindeutig gegen Microsofts Office antreten und wird an den chronisch unterfinanzierten Schulen offene Türen einrennen.<br />
Es stellt sich allerdings die Frage, ob es nicht Zeit ist, Schulbücher unter einer CC-Lizenz zu entwickeln und anzubieten. Das Modell Schulbuch-Verlag mag für das 20. Jahrhundert angemessen gewesen sein. Mittlerweile ist es kaum noch einzusehen, warum der Steuerzahler die Schulbuch-Verlage subventioniert, Lehrer und Schüler mit den Büchern aber dank des Urheberrechts nicht machen können, was sie wollen. Oder ist es sinnvoll, wenn <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/drs2aktuell/2643.bt10190757.html">Afrikas Schulbücher in Großbritannien produziert werden?</a>?<br />
Es passt an der Stelle nicht ganz, aber das <a href="http://www.udacity.com/"> Projekt Udacity</a> zeigt, wie Bildung im 21. Jahrhundert aussehen kann. Die Betreiber haben ganz nebenbei die größte Lerveranstaltung der Welt abgehalten. </p>
<h4>Weiterlesen</h4>
<ul>
<li><a href="http://www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum/2012/01/20/welche-huerden-gibt-es-bei-apples-offensive.htm">Die Perspektiven für Apple und Verlage im Schulbuchmarkt</a></li>
<li><a href="http://www.netbooknews.de/60040/kommentar-apple-ibooks-2-eula-die-den-hals-nicht-vollkriegen-teil-2/">Ein Blick auf die Apple-Lizenzbedingungen</a></li>
<li><a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2012/01/03/die-zukunft-des-fachbuches-heist-elearning/">Die Zukunft des Fachbuchs heißt eLearning</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Zukunft des Fachbuches heißt eLearning</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 11:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
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		<description><![CDATA[eLearning hat in Deutschland noch keinen besonders guten Status. Die klassischen Anbieter von Fernstudiengängen, Fernlehrgängen und Fernkursen bieten online Möglichkeiten, Material hoch- oder runterzuladen, mit Studienkollegen zu diskutieren oder aktuelle Infos in Erfahrung zu bringen. Mit elLearning hat das nur &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2012/01/03/die-zukunft-des-fachbuches-heist-elearning/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>eLearning hat in Deutschland noch keinen besonders guten Status. Die klassischen Anbieter von Fernstudiengängen, Fernlehrgängen und Fernkursen bieten online Möglichkeiten, Material hoch- oder runterzuladen, mit Studienkollegen zu diskutieren oder aktuelle Infos in Erfahrung zu bringen. Mit elLearning hat das nur am Rande zu tun. eLearning heißt, dass der Lehrstoff am Computer oder einem mobilen Endgerät bearbeitet werden kann. Dabei können Animationen, interaktive Schaubilder, Audio- und Videoelemente integriert sein.<br />
Dazu gehören aber auch Möglichkeiten, Aufgaben online zu lösen. Das geht offen, indem man eine eigene Antwort auf eine Aufgabe formuliert oder geschlossen, indem man Multiple-Choice-Aufgaben ausfüllt und diese direkt mit der Lösung abgleichen kann.<br />
Viele Fachbücher sind bereits an Lernende adressiert. So werden häufig am Ende eines Kapitels Fragen gestellt, die der Leser beantworten soll, um zu kontrollieren, wie viel er verstanden hat. Bei Softwarebüchern muss er kleine Projekte oder Programme erstellen &#8211; natürlich am Computer.<br />
Es ist also naheliegend, diese beiden Bereiche zu kombinieren. Mit den enriched oder enhanced eBooks werden solche Formate durchaus realisierbar. Mit <a href="http://e-book-corner.blogspot.com/2011/07/epub-3-eine-kleine-ubersicht.html">ePub 3.0</a> lässt sich z.B. schon JavaScript in eBooks einsetzen, was eine Voraussetzung für Interaktivität ist. Formulare für Multiple-Choice-Abfragen lassen sich bereits mit HTML umsetzen, das bei eBooks verwendet wird. <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/wp-content/pocketbookquer1.jpg"><img src="http://www.oliveira-online.net/wordpress/wp-content/pocketbookquer1.jpg" alt="Pocketbook im Querformat" title="Pocketbook im Querformat" width="258" height="183" class="aligncenter size-full wp-image-1663" /></a><br />
Ein Problem könnten die großen Datenmengen sein, die für Multimedia eingesetzt werden müssen. Eventuell muss man hier einige Abstriche machen, da die Displays klassischer eBook-Reader nicht leistungsfähig sind &#8211; und außerdem schwarz-weiß.<br />
Es geht aber noch weiter: die Verlage könnten ein Programm für Zertifikate anbieten. Ein Präsentationskurs könnte optional die Möglichkeit enthalten, für sagen wir 50 Euro eine Prüfung zu absolvieren, wofür ein Zertifikat ausgestellt wird. Natürlich hat ein solches Zertifikat nur einen begrenzten Wert, aber zumindest kann der Betreffende damit belegen, dass er sich mit der Materie beschäftigt hat. Viel mehr bringen die Urkunden zugelassener Fernschulen auch nicht. Und die Verlage könnten die Preise der Fernschulen unterbieten.<br />
Die Fernschulen haben gleich mehrere Probleme: Ihre Strukturen sind nicht auf Selbständige ausgelegt, was man daran sieht, dass die meisten Schulen keine Rechnungen mit ausgewiesener Mehrwertsteuer ausstellen. Damit zusammen hängt ihre Preisstruktur, die sich eher an dem Festangestellten mit ordentlichem Einkommen orientiert. Das große Problem ist aber die mangelnde Modularisierung: ein Kurs kann über ein bis zwei Jahre gehen und entsprechend zwischen 1000 und 3000 Euro kosten. Und das, obwohl sich die Kurse leicht in Module zerlegen ließen, die aufgeteilt sogar ein wenig mehr kosten könnten als der komplette Kurs &#8211; aber im Endeffekt für Selbständige attraktiver werden. Denn sie wissen durchaus nicht, was in einem halben Jahr sein wird. Für sie können deshalb einzelne Module eines Kurses interessanter sein als das Gesamtpaket.<br />
Auch mit der Barrierefreiheit der Kurse ist es nicht weit her. Gedrucktes Material ist für Blinde ohnehin ungeeignet, aber auch Großdruck für Sehbehinderte wird normalerweise nicht angeboten. Auch bei eLearning-Kursen ist natürlich nicht garantiert, dass sie barrierefrei sind: es gibt Kurse auf CD, die für Tastaturnutzer einfach nicht nutzbar sind. Aber Barrierefreiheit ist im digitalen Bereich eher umsetzbar als im Printbereich. </p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Ein Autor ist allerdings kein eLearning-Autor. Die oben beschriebenen Werke verlangen neben den Fachexperten auch eLearning-Autoren, die sich mit der Didaktik auskennen und eventuell auch Infografiker oder Multimedia-Designer. Solche Bücher werden zunehmend nicht mehr von Einzelautoren, sondern von Gruppen abgefasst werden.<br />
Das Buch der Zukunft wird außerdem nicht mehr statisch sein. Um Bücher herum werden kleine Communities entstehen, sich über einzelne Stellen austauschen und die Autoren direkt auf schlechte Formulierungen oder Fehler hinweisen können. Man könnte das als Crowd-Lektorat bezeichnen, auch wenn das Wort nicht gerade hübsch ist. Es wird dann ähnlich wie bei Software verschiedene Versionen von Büchern geben, die Bücher werden stetig aktualisiert. Vielleicht werden wir Bücher nicht mehr kaufen, sondern abonnieren.<br />
Entscheidend ist das vernetzte Lernen. Der Kobo-Reader hat das soziale Lesen in seine Software integriert, so dass Leser sich über einzelne Stellen im Buch austauschen können.<br />
Damit eng zusammen hängt das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M-Learning">mobile Lernen</a>. Dabei werden mobile Endgeräte zum Lernen eingesetzt. Das ist sicher nicht für jeden Bereich geeignet, aber dort, wo Informationen häppchenweise aufgenommen werden wie beim Vokabeln lernen erscheint es sinnvoll. </p>
<h4>Weiterlesen</h4>
<ul>
<li>Der Teia-Lehrbuch-Verlag bietet etwas dem oben beschriebenen schon sehr ähnliches an. Die <a href="http://www.teialehrbuch.de/Kostenlose-Kurse.php">Lherbücher</a> können kostenlos online gelesen werden. Bezahlt wird für gedruckte oder elektronische Fassungen sowie für den Erwerb von Zertifikaten</li>
<li>Auch der Galileo-Verlag bietet viele seiner IT-Bücher <a href="http://www.galileocomputing.de/openbook">kostenlos im Netz</a></li>
<li><a href=http://upload-magazin.de/buch-zukunft/fortsetzung-folgt-324/#more-324">Themenspezial des Upload-Magazins zum Buch der Zukunft</a></li>
<li><a href="http://www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum/2011/05/02/in-der-aera-des-internet-ist-kontext-der-koenig.htm">Bob Stein über die Zukunft des Lesens und Schreibens&#8221;</a></li>
<p><a href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/">Open Course 2011 &#8211; die Zukunft des Lernens</a></p>
<li><a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/?p=1718">Rollt Apple den Bildungsmarkt auf?</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>eBook-Reader für Sehbehinderte</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 21:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit & Zugänglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Blinde & Sehbehinderte]]></category>
		<category><![CDATA[eBook-Reader]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[eInk]]></category>
		<category><![CDATA[Elektronisches Papier]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Tablets]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zeit der flimmernden Röhrenmonitore ist mehr oder weniger vorbei. Dennoch ist es nach wie vor eher unangenehm, auf einem hintergrundbeleuchteten Display längere Texte zu lesen. Für Sehbehinderte dürfte das noch stärker gelten, zu der Anstrengung der Augen kommt die &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2011/12/24/ebook-reader-fur-sehbehinderte/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit der flimmernden Röhrenmonitore ist mehr oder weniger vorbei. Dennoch ist es nach wie vor eher unangenehm, auf einem hintergrundbeleuchteten Display längere Texte zu lesen. Für Sehbehinderte dürfte das noch stärker gelten, zu der Anstrengung der Augen kommt die Belastung des Körpers durch eine angespannte Körperhaltung.<a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/wp-content/pocketbook_hoch.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1658" title="Pocketbook Pro 602 mit einem Ausschnitt aus Im Zeichen der Vier von Artur Conan Doyle" src="http://www.oliveira-online.net/wordpress/wp-content/pocketbook_hoch-214x300.jpg" alt="Pocketbook Pro 602 mit einem Ausschnitt aus Im Zeichen der Vier von Artur Conan Doyle" width="214" height="300" /></a><br />
Zumindest der letztere Punkt fällt bei EBook-Readern weg. Das Gerät kann nah ans Gesicht geführt werden, es sei denn, es handelt sich um ein Gerät mit reinem Touchscreen.<br />
Für Sehbehinderte, die sich einen eBook-Reader zulegen möchten, habe ich hier einige Erfahrungen zusammengestellt. Es gibt zwar <a href="http://www.incobs.de/produktinfos/ebookreader/einzelprodukte.php">ausführliche Tests von INCOBS</a>, die meisten dieser Geräte entsprechen allerdings nicht mehr dem Stand der Technik.</p>
<h4>Für Blinde ungeeignet</h4>
<p>Weder Tablets noch reine E-Book-Reader sind heute für Blinde geeignet. Einige Geräte verfügen zwar über Vorlesefunktionen, aber das Gerät will schließlich auch bedient werden. Gerüchteweise <a href="http://www.golem.de/1001/72406.html">war zu vernehmen</a>, Amazon wolle seinem Kindle einen Screenreader verpassen, was aber bis heute nicht passiert ist. Für bei Amazon gekaufte Bücher <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2009/03/01/der-vorleser-bleibt-stumm/">kann sogar die Vorlesefunktion vom Verlag abgestellt werden</a>.<br />
Einige der Geräte verfügen über ein Android-Betriebssystem, es sollte also theoretisch möglich sein, den <a href="http://eyes-free.blogspot.com/2011/03/talkback-refreshed-accessible-on-screen.html">Screenreader Talkback</a> zu installieren. Das wiederum scheint aber nur zu funktionieren, wenn das Gerät mit dem Android-App-Store verbunden ist, was nicht bei allen Geräten geht. Bei meinen Erfahrungen mit Talkback auf Android 2.1 kann ich von dieser Kombination leider nur abraten, das Ganze ist mehr als unbefriedigend.<br />
Für Blinde ist es daher sinnvoller, auf ein funktionierendes System wie Nokia/Talks oder <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2010/01/13/apple-voiceover-werden-blinde-jetzt-zu-macfans/">Apple-Geräte mit VoiceOver zu setzen</a>, dafür reicht sogar ein gebrauchter iPod Touch aus, den man für unter 200 Euro bekommen kann. Ebenso kann man ein iPhone verwenden, sofern man bereits eines hat. Wer es sperriger mag kann ebensogut auf ein Netbook mit Ubuntu oder Windows/NVDA zurückgreifen.<br />
Außerdem verfügen einige DAISY-Player über Vorlesefunktionen für Dokumente. Ob das mit den gängigen DRM-Verfahren funktioniert oder ob ePub unterstützt wird, kann ich leider nicht sagen.</p>
<h4>Vorteile von elektronischem Papier</h4>
<p>Die tragbaren geräte bieten für Vielleser zahlreiche Vorteile, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronisches_Papier">anderswo schon ausführlich behandelt wurden</a>. Für Sehbehinderte ergeben sich aber noch weitere Vorteile:</p>
<ul>
<li>Die Augen werden langsamer ermüdet, weil das Display weder flackert noch hintergrundbeleuchtet ist.</li>
<li>In der Regel gibt es mehrere Grade der Schriftvergrößerung und des Zoomens.</li>
<li>Einige Reader wie der Kindle DX, Pocketbook, Onyx, Asus verfügen über ein großes 9,7-Zoll-Display, was auch großformatige Tabellen zugänglicher macht</li>
<li><a href="http://www.verlagederzukunft.de/2011/12/14/barrierefreiheit/">Es steht nur wenig Literatur</a> in Großdruck zur Verfügung. Mit eBook-Readern erübrigt sich der Großdruck, wenn die Geräte gut genug vergrößern.</li>
</ul>
<p>Leider sind vor allem die großen 9,7-Zoll-Geräte noch überdurchschnittlich teuer. Solche Geräte werden von Pocketbook, Amazon, Asus , Hanvon oder Onyx angeboten, wobei nicht alle in Deutschland lieferbar sind. Datenblätter zu sehr vielen Geräten gibt es bei <a href="http://cme.at/datenblatt-2/pocketbook/t/">CME.AT</a>.<br />
6 Zoll ist die Durchschnittsgröße des Displays, das entspricht etwa der größe eines Reclam-Taschenbuchs.</p>
<h4>Display und Darstellung</h4>
<p>Die Qualität der Displays verbessert sich stetig. Deshalb sollte man vor Ort aufprobieren, mit welchem Displaytypen man am besten arbeiten kann. Auch zwischen Displaytypen der gleichen Generation kann es deutliche Qualitätsunterschiede geben. Im Augenblick gelten Pearldisplays als am lesefreundlichsten. Dafür hat zum Beispiel der iRiver Story HD eine deutlich bessere Auflösung als andere Geräte.  In aktuellen Geräten aus den Jahren 2010/2011 sind vor allem Vizplex-Displays verbaut. Die müssen aber nicht<a href="http://blog.the-ebook-reader.com/2010/09/21/pearl-vs-vizplex-are-the-new-high-contrast-pearl-screens-overrated/">schlechter sein als die Pearl-Displays</a>. Einige wenige Geräte haben Sipix-Displays verbaut, die auf anderer Technologie basieren als die eInk-Geräte. Sipix kann derzeit mit dem Kontrast der eInk-Geräte nicht mithalten.<br />
Wie oben gesagt lässt sich die Schrift vergrößern. Wenn man die Schrift vergrößert, passt entsprechend weniger Text auf das Display, so dass häufiger umgeblättert werden muss. Für Sehbehinderte ist daher ein Gerät mit schneller Umblätterzeit sinnvoll. Je nach Leistungsfähigkeit der Geräte kann es sogar mehrere Sekunden dauern, bis das Gerät umschaltet.</p>
<h5>PDF</h5>
<p>Da PDFs standardmäßig keine Strukturinformationen enthalten, kann hier einiges schief gehen. Bei ePub weiß der Reader, wann er den Text umbrechen muss, wo das Inhaltsverzeichnis ist und er hat normalerweise auch keine Probleme mit Zeichensätzen. Bei PDF kann es <a href="http://cme.at/reviews-tests-previews/howto/pdf-darstellung-tablet-pc-vs-ebook-reader/">deutlich schwieriger werden</a>.<br />
Man muss zwischen der Zoomfunktion und der Reflow-Funktion unterscheiden. Die Zoomfunktion ist nützlich, wenn man sich etwa Diagramme anschauen möchte. Beim Lesen von Text müsste man hingegen bei Vergrößerung sowohl vertikal als auch horizontal scrollen, was niemand freiwillig machen wird. Bei Reflow versucht der Reader, den Text an der richtigen Stelle umzubrechen, was nicht immer funktioniert. Beim Pocketbook Pro 602 ist die Möglichkeit zur Schriftvergrößerung bei PDF aus einem nicht ersichtlichen Grund eingeschränkt.<br />
Das ist natürlich tödlich für jedes Gerät. Ein großformatiges PDF nicht angepasst auf einem 6-Zoll-Gerät zu lesen dürfte sogar Sehenden schwer fallen. Auch hier würde ich dazu raten, die entsprechenden Funktionen auszuprobieren, bevor man sich für ein Gerät entscheidet.<br />
Häufiger als man denkt stößt man noch auf PDFs, die nur aus Rastergrafiken bestehen, sozusagen echtes DRM. Damit wird aber kein eBook-Reader umgehen können.<br />
Von den bekannteren Geräten sollen die Sony-eBook-Reader übrigens die beste PDF-Unterstützung haben. </p>
<h4>Betriebssysteme</h4>
<p>Die meisten Geräte scheinen auf einer angepassten Linuxvariante zu beruhen. Einige Systeme sind offen für Erweiterungen wie etwa die Reader von Pocketbook. Einige Geräte basieren auf Android, in der Regel haben sie aber keinen Zugriff auf den Appstore von Google, so dass Erweiterungen erst nach dem Rooten des Gerätes installiert werden können. Deren Funktionsfähigkeit ist entsprechend nicht garantiert. Das ist vor allem schade, weil kostenlose Screen Magnifier oder Screenreader, die für Android bereit stehen vermutlich nicht laufen werden.</p>
<h4>Ausstattung</h4>
<p>Die Kernfunktion ist das Lesen und rudimentäre Verwalten von Texten. Daneben verfügen einige wenige Geräte über eingebaute Vorlesefunktionen, etwa der Pocketbook, Onyx, Asus und der Kindle. Beim Pocketbook ist die Vorlesefunktion recht gut für Leute, die künstliche Stimmen gewohnt sind.<br />
Dazu gibt es die üblichen Zugaben: Spiele, Browser und so weiter. Nette Spielereien, aber ohne leistungsfähige Hardware und einen Touchscreen eher komplex im Handling. Die wenigsten Geräte kommen mit einer vollständigen Tastatur, einige Geräte haben aber Bluetooth, so dass eine externe Tastatur verbunden werden kann. Damit ist es wesentlich leichter, Notizen zu machen oder sogar kurze Texte zu schreiben. Wer zum Beispiel Zitate übernehmen möchte, wird mit einer Tastatur eher zurecht kommen als mit einer Touch-Bedienung.<br />
Für Sehbehinderte interessant ist aber zum Beispiel der Lagesensor. <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/wp-content/pocketbookquer1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1663" title="Pocketbook im Querformat" src="http://www.oliveira-online.net/wordpress/wp-content/pocketbookquer1.jpg" alt="Pocketbook im Querformat" width="258" height="183" /></a>Bei den 6-Zöllern bietet es sich an, sie quer zu halten, damit die Zeilen ein wenig länger werden, außerdem wird die Schrift der Menüs auch ein wenig größer. Daher ist ein automatischer Lagesensor sinnvoll, damit man nicht ständig in den Menüs rumfummeln muss.</p>
<h4>Adobe Digital Editions und Lesestoff</h4>
<p>Einen Haken hat das Ganze dann doch und der heißt Adobe Digital Editions. Hinter diesem sperrigen Namen verbirgt sich eine Software zum Digital Rights Management. Viele Shops haben als Voraussetzung, dass diese Software auf dem Rechner installiert wird, bevor man Bücher kaufen und auf das Gerät spielen kann. Mittlerweile <a href="http://labs.adobe.com/technologies/digitaleditions1-8/">soll sie accessible</a> sein. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich digitale Bücher zu kaufen, sollte vorher ausprobieren, ob er mit Adobes Programm klar kommt.<br />
Eine Alternative ohne &#8220;hartes DRM&#8221; ist <a href="http://www.beam-ebooks.de/agb.php">beam eBooks</a>. Der Shop setzt vermutlich auf <a href="http://homepages.thm.de/~hg10013/Lehre/MMS/SS02/Hlawatsch/text.htm">digitale Wasserzeichen</a>, die in die Dateien eingebettet sind und den Käufer identifizierbar machen. Ansonsten gibt es gemeinfreie Bücher beim <a href="http://www.gutenberg.org/">Projekt Gutenberg</a>.<br />
Wer ein Stichwort mit dem Zusatz filetype:epub oder filetype:pdf bei Google eingibt, findet genug Lesestoff für den Rest seines Lebens. Mit der <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/grabmybooks/">Firefox-Erweiterung GrabMyBooks</a> kann man aus jeder Webseite ein ePub produzieren. Die freie Software <a href="http://calibre-ebook.com/">Calibre</a> wandelt auch PDFs in ePub um, wie gut das funktioniert, muss im Einzelnen geprüft werden. Calibre ist übrigens mit Screenreadern nicht nutzbar.<br />
Mit der <a href="http://www.onleihe.net/">Onleihe</a> bieten einige Bibliotheken die Möglichkeit, Bücher digital auszuleihen. Die Verfügbarkeit von Fachliteratur ist allerdings noch überschaubar. Der Dienst <a href="http://paperc.de/">PAPERC</a> bietet Fachliteratur zum Lesen im Browser, allerdings ist der Dienst bisher nicht barrierefrei nutzbar.<br />
Eine kleine Warnung muss ich noch nachschieben: Amazons Format lässt sich nur mit dem Kindle oder spezieller Kindle-Anwendungen lesen. Der Kindle selbst beherrscht hingegen kein ePub.<br />
Andere auf dem PC gängige Formate wie ppt oder doc oder gar pptx oder docx werden ebenfalls nicht ohne Weiteres unterstützt. Wer das Gerät etwa bei der Arbeit nutzen möchte und mit solchen Formaten arbeiten muss sollte auch darauf achten, dass die Geräte die benötigten Formate unterstützen.</p>
<h4>Erst schauen &#8211; dann kaufen</h4>
<p>Die eBook-Reader werden allmählich erschwinglich, erste Geräte sind schon unter 100 Euro zu haben. Dennoch sollte man als Sehbehinderter nicht das erstbeste Gerät nehmen. Eine ganze Reihe von Faktoren sind dafür entscheidend, ob man sich in sein Gerät verlieben wird. Man sollte sich daher einige Geräte ansehen, bevor man zugreift. Wer zum Beispiel mit großen Tabellen arbeiten muss, wird mit einem 6-Zöller sicher nicht glücklich werden. Wer hingegen noch ein wenig Zeit hat sollte warten, bis sich die Pearl-Displays von eInk oder andere moderne ePaper-Technologien am Markt durchgesetzt haben, die einen besseren Kontrast oder eine bessere Auflösung versprechen.<br />
Mit der Verbreitung Android-basierter eReader mit Touchsteuerung werden auch die Apps aus dem Android-Store interessant, die die Barrierefreiheit der Reader verbessern können. Nathan <a href="http://blog.the-ebook-reader.com/2012/01/16/using-text-to-speech-on-a-rooted-sony-reader-prs-t1/?utm_source=feedburner&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=Feed%3A+feedburner%2FcmWU+%28The+eBook+Reader+Blog%29">erklärt</a> zum Beispiel, wie auf dem gerooteten Sony eine Vorlesefunktion installiert werden kann. </p>
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		<title>Warum das Schreiben auf dem iPad für Kreative schwierig ist</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 15:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Gesellschaftswissenschaften]]></category>
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		<description><![CDATA[Jahrzehntelang haben Stift, Block und Tastatur den Schreibprozess bestimmt. Mit IPad, Smartphone und Handy haben sich neue Probleme für Vielschreiber ergeben, die ich im Folgenden betrachten möchte. Kreativ versus logisch-rational Auf der guten alten Schreibmaschine hatte man nicht allzuviele Formatierungsmöglichkeiten. &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2011/11/28/schreiben-und-formatieren-wo-das-hirn-kollabiert/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jahrzehntelang haben Stift, Block und Tastatur den Schreibprozess bestimmt. Mit IPad, Smartphone und Handy haben sich neue Probleme für Vielschreiber ergeben, die ich im Folgenden betrachten möchte. </p>
<h4>Kreativ versus logisch-rational</h4>
<p>Auf der guten alten Schreibmaschine hatte man nicht allzuviele Formatierungsmöglichkeiten. Das hat sich mit dem Personalcomputer geändert. Heute würde man gewaltigen Ärger bekommen, wenn man unformatierten Text abgeben würde.<br />
Dabei fällt auf, dass das Schreiben von Text und das Formatieren kognitiv zwei völlig unterschiedliche Aufgaben sind. Logisch wäre es, einen Satz zu schreiben, ihn wenn nötig zu formatieren, den nächsten Abschnitt zu schreiben, ihn zu formatieren und so fort. Der Vorteil liegt darin, dass man kaum eine Formatierung vergisst, die man für nötig hält. Hinterher müsste man den gesamten Text noch einmal durchgehen und gucken, wo eine Formatierung nötig ist.<br />
In der Praxis verfährt meiner Erfahrung nach keiner so. Wir kennen alle die Geschichte über die zwei Hirnhemisphären, die eine kreativ, die andere rational. Aus der Sicht des Schreibprozesses könnte da was dran sein. Niemand unterbricht gerne seinen Schreibprozess, wenn er gerade in Fahrt ist. Da stünde die Formatierung einfach im Wege. Für mich ist das wie das Umschalten zwischen zwei Arbeitsmodi, der eine kreativ, der andere rational. Die Umschaltung würde so lange dauern, dass man am Ende keinen kreativen Gedanken zustande bekommt. Mir ist das sowohl beim Formatieren von Text mit der Textverarbeitung als auch mit HTML-Tags aufgefallen. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Rechtschreibkorrektur oder für die logische Gliederung mit Überschriften.<br />
Deswegen darf sich jeder glücklich schätzen, der sehr schnell schreiben kann. Denn das Aneinanderreihen von Worten ist beim Schreiben der eigentlich kreative Prozess, während das Aufschreiben als körperlicher Vorgang vollkommen rational ist. Wer schon mal einen Schnellschreiber in seiner kreativen Phase erlebt hat, weiß, was ich meine. <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/?p=750">Schneller Schreiben als Denken</a> könnte die Devise lauten. Oder besser: Schneller schreiben als Sprechen.<br />
Das Sprechen wäre der einzige wirklich kreative Prozessbestandteil beim Schreiben. Heute ist absehbar, dass wir in einigen Jahren nicht mehr mit der Tastatur schreiben werden &#8211; sofern wir irgendwo alleine sind &#8211; sondern Text unserem Lieblingsgadget diktieren werden. Das Gesprochene wird dann unmittelbar in Text umgewandelt und wir können zumindest diesen Teil des Prozesses vom Tippen ungebremst ablaufen lassen.<br />
Denn die Tastatur ist nur ein Notbehelf. Wenn man nicht gerade Steno beherrscht, wird man nie schneller denken als Schreiben können. Der physische Prozess des Schreibens bremst immer das Denken aus.<br />
Mir ist das aufgefallen, als ich auf meinem iPad zu tippen begonnen habe. Man mag über Tablets sagen, was man will, aber zum Schreiben von texten sind sie ungeeignet. Das Gerät reagiert auf Eingaben von Buchstaben sehr träge. Das Zehn-Finger-System funktioniert hier nicht.<br />
Aber das schlimmste ist, dass man nachdenken muss, bevor man einen Buchstaben tippt. Jeder Tastaturschreiber wird bestätigen, dass man besser fährt, wenn man nicht mehr auf die Tastatur guckt. Nach einiger Zeit geht einem das Tippen auf einer Tastatur so flüssig von der Hand, dass man gar nicht mehr darüber nachdenken muss. Das bilt übrigens auch für das Schreiben von SMS auf den alten Handys mit einfachen haptischen Nummernblock. Selbst hier kann man halbwegs flott schreiben und muss nicht auf die Tastatur gucken. Beim iPad muss man hingegen immer darauf achten, ob man den richtigen Buchstaben gedrückt hat. Hier kollidiert die Rationalität mit der Kreativität und würgt sie rücksichtslos ab.<br />
Ich sehe hier auch die Ursache dafür, dass überwigend noch auf Notizblöcke geschrieben wird, Papier hat eben doch einige Vorteile. Das man flüssig auf dem iPad schreiben kann, halte ich bisher für Zukunftsmusik. Das Schreiben als physischer Prozess muss immer intuitiv erfolgen. Sobald man Aufmerksamkeit auf den physischen Prozess lenken muss, fehlt die Aufmerksamkeit an anderer Stelle.<br />
Letzten Endes ist es aber eine Frage der Gewönung. Die meisten Maschinenschreiber tun sich zunächst schwer, wenn sie von einer Schreibmaschine auf eine Tastatur oder von einer Desktop-tastatur auf eine Notebook-Tastatur umsteigen müssen. Es ist im Wesentlichen eine Frage der Gewöhnung. Deswegen kann es durchaus sein, dass man mit anderen Eingabegeräten bald ebensogut schreiben kann wie auf der klassischen Tastatur. </p>
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		<title>Qualitätsmanagement barrierefreier Webseiten</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 10:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit & Zugänglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Blinde & Sehbehinderte]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Optimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätssicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Relaunch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist die Website einmal fertig gestellt, werden selten noch große Änderungen durchgeführt. Es gibt den großen Relaunch alle fünf Jahre, einige Sicherheitsupdates, hier und da wird eine neue Funktion eingefügt. Im eCommerce läuft es genau anders herum: viele Shops arbeiten &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2011/11/24/qualitatsmanagement-barrierefreier-webseiten/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist die Website einmal fertig gestellt, werden selten noch große Änderungen durchgeführt. Es gibt den großen Relaunch alle fünf Jahre, einige Sicherheitsupdates, hier und da wird eine neue Funktion eingefügt. </p>
<p>Im eCommerce läuft es genau anders herum: viele Shops arbeiten ständig an der Optimierung. Sie sprechen von Conversionsoptimierung oder Landingpageoptimierung,was einen ähnlichen Hype  wie damals die Suchmaschinenoptimierung ausgelöst hat.</p>
<p>Damit kann man es zwar schnell übertreiben, einige Methoden sind aber sicher auch für den normalen Webmaster interessant. Ich sehe immer wieder, wie groß angelegte Relaunches angegangen werden. Die Oberfläche sieht oft schicker und moderner aus, aber weder die Benutzerfreundlichkeit noch die Barrierefreiheit werden verbessert. Alte Probleme werden gelöst, <a href="http://www.zehe-edv.de/2011/10/28/mehrere-nicht-barrierefreie-relaunches-in-dieser-woche-die-wut-ist-gros/">neue werden geschaffen</a>. Kurioserweise merkt man als Webseitenbetreiber am wenigsten die Probleme mit seinem Webauftritt: zum einen hält man sich die meiste Zeit im Backend auf, zum anderen weiß man ja, wie es funktioniert, weil man es selber geplant hat. </p>
<p>Für mich besteht die Lösung darin, das Budget statt in einen Relaunch in eine beständige Optimierung der Webseite zu stecken. Finanziell dürfte am Ende in etwa das Gleiche rauskommen. Ein Relaunch erfordert aber, dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt viel Zeit investiert, während man bei einer beständigen Optimierung sehr genau planen kann, wie viele Stunden man pro Woche oder Monat mit Optimierungsmaßnahmen verbringen möchte. </p>
<p>Es ist banal, aber viele Webseitenbetreiber achten bis heute nicht darauf, dass tote Links auf andere Webseiten repariert oder 404-Fehlerseiten gefixt werden. Ein großes Problem sind zum Beispiel auch veraltete Informationen. Viele Seiten sind nicht datiert, so dass der Nutzer nicht weiß, wie aktuell die Informationen sind oder wann sie das letzte mal aktualisiert wurden. Für Empfänger von Sozialleistungen kann das enorm wichtig sein. Veraltete Informationen sind falsche Informationen. Die Funktionsfähigkeit einer Webseite zu gewährleisten ist eine Maßnahme der Qualitätssicherung. </p>
<h4>Barrierefreiheit sichern</h4>
<p>Viele Anbieter achten beim Relaunch oder der Entwicklung ihrer Webseite darauf, dass sie barrierefrei ist, aber schlampen bei neuen Funktionen, die ja meist auch auf neuerer Technik basieren. </p>
<p>Dabei sollten die Menschen auch eingeladen werden, bestehende Schwierigkeiten zu melden. Der normale Webmaster hat ein ungesundes Mißtrauen gegenüber Volkes Meinung. Verbesserungsvorschläge bleiben unbeachtet, weil &#8220;unser Webauftritt perfekt ist&#8221;. So verkauft man weder Produkte noch Dienstleistungen.</p>
<p>Die größten Erkenntnisse werden allerdings von Experten gemacht. Man kann z.B. gezielt Menschen mit Behinderung einladen, die Seite nach und nach zu evaluieren, um sie allmählich zu verbessern. ein jährlicher Checkup kann auch neue Hilfssoftware oder Endgeräte berücksichtigen. </p>
<h4>Web Analytics</h4>
<p>Web Analytics lässt sich nur eingeschränkt zur Messung der Barrierefreiheit einsetzen. Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Heatmaps, welche die Mausbewegungen und das Klickverhalten abbilden. Damit lässt sich vermutlich auch die Dropout-Rate bei Ausklappmenüs messen. </p>
<p>Mit Heatmaps oder genauer Clickmaps lässt sich beobachten, wo die Benutzer hingeklickt haben. Wenn es da nichts zu klicken gab, sollte die Seite darauf hin überprüft werden.</p>
<p>Über das Tracking von Formularen kannst du beobachten, wo die häufigsten Fehler gemacht wurden. Neben einem schlecht strukturierten formular dürfte ein schlechtes Fehlermanagement der häufigste Grund sein, warum der Ausfüllvorgang abgebrochen wurde, mehr dazu in der <a href="http://www.einfach-fuer-alle.de/artikel/barrierefreie-formulare/">Formularserie von Einfach für Alle</a>. Das Schöne ist, dass man bei Anpassungen anschließend sehr genau beobachten kann, wie sich die Fehlerrate entwickelt. </p>
<h4>Nutzertests am lebenden Objekt</h4>
<p>Im Grunde sind <a href=http://www.einfach-fuer-alle.de/blog/id/2751/">Nutzertests mit Menschen mit Behinderung</a> nicht so schwierig umzusetzen. Denkbar ist etwa ein geschlossener Beta-Bereich, in dem die Menschen bestimmte Aufgaben erledigen sollen. Der Vorteil solcher Tests besteht darin, dass Behinderte von zuhause aus arbeiten können und damit in vertrauter Umgebung ihre eigene Technik einsetzen können. In Kombination mit A/b-Tests oder multivariaten Tests kann erprobt werden, welche Version am besten funktioniert. Telefonisch oder per Skype kann auch die Methode des lauten Denkens eingesetzt werden. </p>
<h4>Redakteure schulen</h4>
<p>Redakteure sollten beständig geschult werden, damit sie ein Grundverständnis für Barrierefreiheit entwickeln können und vor allem wissen, worauf es eigentlich ankommt. </p>
<p>Schulung klingt irgendwie langweilig und reißt sicher keinen vom Hocker. Statt einer langatmigen Lerneinheit kann zum Beispiel ein Blinder eingeladen werden, der den Redakteuren zeigt, wie sie blind surfen können. </p>
<h4>Redaktionsleitfaden</h4>
<p>Jede Redaktion hat einen Leitfaden. Sollte deine Redaktion noch keinen haben, dann wird es mal Zeit. Im Leitfaden werden Grundsätze wie die Textformatierung festgehalten. Es wird aber auch festgehalten, welche Formulierungen nicht verwendet werden sollten &#8211; sozusagen ein Giftschrank für Fachjargon und hohle Phrasen. Hier ist der ideale Platz für Informationen, wie Texte und Bilder barrierefrei angeboten werden. Die Redakteure sollten angehalten werden, <a href="http://www.webzeugkoffer.de/die-barrierefreie-redaktion/">ihre Texte auch regelmäßig zu prüfen</a>. </p>
<h4>Dokumentieren statt verstecken</h4>
<p>Wenn sich jemand die Mühe gemacht hat, eine Webseite barrierefrei zu machen, sollte er das auch dokumentieren, statt verschämt darauf zu hoffen, dass es niemandem auffällt. </p>
<h4>Weiterlesen</h4>
<ul>
<li><a href="http://www.w3.org/WAI/eval/">Evaluating Websites for Accessibility</a> &#8211; Infos der Web Accessibility Initiative</li>
<li><a href="http://blog.calm-n-easy.de/archiv/die-evaluierung-von-webseitenzuganglichkeit-teil-1-hintergrund-und-vorbereitung.html">Die Evaluierung von Webseitenzugänglichkeit Teil 1, Hintergrund und Vorbereitung</a></li>
<li><a href="http://blog.calm-n-easy.de/archiv/die-evaluierung-von-webseitenzuganglichkeit-teil-2-grundlegende-prufschritte.html">Die Evaluierung von Webseitenzugänglichkeit Teil 2, Grundlegende Prüfschritte</a></li>
<li><a href="http://blog.calm-n-easy.de/archiv/die-evaluierung-von-webseitenzuganglichkeit-teil-3-das-nachhaken.html">Die Evaluierung von Webseitenzugänglichkeit: Teil 3, Das Nachhaken</a></li>
<li><a href="http://www.joedolson.com/articles/2012/01/how-to-structure-an-accessibility-review/">How to structure an accessibility review</a></li>
<li><a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/?p=1740">Corporate Social Responsibility und Barrierefreiheit</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Desktop-Publishing für Blinde &#8211; die Vorteile des codebasierten Formatierens</title>
		<link>http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2011/11/21/desktop-publishing-fur-blinde/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 15:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit & Zugänglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Blinde & Sehbehinderte]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Tutorial]]></category>
		<category><![CDATA[Latex]]></category>
		<category><![CDATA[SVG]]></category>
		<category><![CDATA[TeX]]></category>
		<category><![CDATA[XML]]></category>
		<category><![CDATA[XSL-Fo]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gestaltung von Printprodukten gehört normalerweise nicht zu den Aufgaben, die von Blinden erledigt werden. Beim Desktop Publishing geht es weniger um das Schreiben von Texten als um die ästhetische Gestaltung. Bekannte DTP-Programme sind Adobes Indesign, Quark Express oder das &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2011/11/21/desktop-publishing-fur-blinde/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gestaltung von Printprodukten gehört normalerweise nicht zu den Aufgaben, die von Blinden erledigt werden. Beim Desktop Publishing geht es weniger um das Schreiben von Texten als um die ästhetische Gestaltung. Bekannte DTP-Programme sind Adobes Indesign, Quark Express oder das <a href="http://www.scribus.net/canvas/Scribus">freie Scribus</a>. Keines dieser Programme ist für Blinde vernünftig einsetzbar.<br />
Die einfache Textgestaltung ist keine große Herausforderung. Funktionen wie Zeilenabstand, Textausrichtung Seitenränder usw. lassen sich in den gängigen Textverarbeitungen über die Menüs erledigen. Schwierig wird es zum Beispiel wenn einzelne Textpassagen von dieser Formatierung abweichen. Wir kennen das, wenn zum Beispiel Text aus einem anderen Dokument kopiert wurde, für den Blinden ist es schwierig, das zu erkennen. Eine Erleichterung <a href="http://www.webkrauts.de/2011/12/02/konzentriert-und-strukturiert-texten/">nicht nur für Blinde</a> kann dabei die Arbeit mit Code sein. </p>
<h4>HTML und CSS</h4>
<p>Rudimentäre Textgestaltung ist mit HTML und CSS bereits möglich. Da CSS und HTML rein auf Code-Basis bearbeitet werden können, können auch Blinde damit arbeiten.<br />
Ein Problem besteht darin, dass die Standards von jedem Programm anders verarbeitet werden. Man kann sich also vor allem als Blinder nicht sicher sein, dass die vorgenommenen Formatierungen so verarbeitet werden. Pfade gibt es in CSS 2 bisher gar nicht, die <a href="http://de.selfhtml.org/css/eigenschaften/schrift.htm">Formatierungsmöglichkeiten</a> sind also derzeit noch eingeschränkt. Eine interessante Alternative zur Strukturierung von Texten ist zum Beispiel <a href="http://www.autoren-infos.de/2011/02/02/zeit-und-muhe-sparen-semantisches-schreiben-mit-markdown/">Markdown</a>.<br />
In CSS gibt es zudem die Möglichkeit zur Definition eigener Klassen. Mit den HTML-Containern DIV und SPAN lassen sich damit ähnlich wie in graphischen Textverarbeitungen Formatvorlagen definieren. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Hunderte von Word-Dokumenten und Ihre Firma denkt, ein neues CSR wäre angebracht. Wenn Sie rückwirkend Ihre Word-Dokumente ändern müssten, könnten Sie einen Praktikanten wochenlang beschäftigen. Wenn Sie eine Formatvorlage in CSS angelegt hätten, das in alle Dokumente eingebunden ist, müssten Sie nur ein paar Zeilen Code ändern. </p>
<h4>XML</h4>
<p>XML ist eine Metasprache zur Formulierung von Auszeichnungssprachen. Es bildet die Basis für viele bekannte Formate wie Scalable Vektor Graphics (SVG).<br />
XML könnte als gute Basis für DTP dienen. In SVG lassen sich z.B. Pfade definieren. Mit XSSL-FO lassen sich Vorlagen für PDF erstellen, auch XSL ist für diesen Bereich interessant. Allerdings ist der Lernaufwand für diese XML-Sprachen recht hoch. </p>
<h4>LaTeX</h4>
<p><a href="http://www.meta-x.de/faq/LaTeX-Einfuehrung.html">TeX</a> ist ebenfalls eine textbasierte Auszeichnungssprache. Im Gegensatz zu XML ist der eigentliche Zweck von LaTeX die Gestaltung von Texten. Latex wird bereits von Blinden eingesetzt, um zum Beispiel <a href="http://www.lbzb.de/cms-bildungsangebote/allgemeinbildende-schulen/erfahrungsbericht-aus-dem-lessing-gymnasium-uelzen.html">mathematische Formeln zu schreiben</a>. Der Einsatz durch Blinde <a href="http://humbert.in.hagen.de/iffase/Artikel/2006-05-24_LaTeX-Blinde.html">wird hier diskutiert</a>. </p>
<h4>Andere Zielgruppen</h4>
<p>Auch für andere Behinderte kann das DTP über Auszeichnungssprachen interessant sein: zum Beispiel für Menschen, die keine Maus benutzen können. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie die Ergebnisse ihres Schaffens kontrollieren können, während Blinde  dazu keine Möglichkeit haben. Ich fände es sinnvoll, wenn die gängigen DTP-Programme eine textbasierte Auszeichnungssprache als alternativen Bearbeitungsmodus anböten, so wie jeder WYSIWYG-Editor für Webseiten einen Modus für HTML anbietet.<br />
Sehr häufig lassen sich Darstellungsfehler auch in der Codeansicht leichter korrigieren als mit der Maus, es profitieren also alle, die damit arbeiten müssen.</p>
<h4>Bessere Bedienbarkeit</h4>
<p>Vielleicht ist es für Blinde nicht wirklich sinnvoll, Druckerzeugnisse zu gestalten. Einen Vorteil habe ich aber schon erwähnt: Textverarbeitungen mögen viele Vorteile haben, aber für Blinde ist es schwierig, die korrekte Formatierung eines Dokumentes vorzunehmen und zu überprüfen. Ob man sich nun Shortcuts oder Formatierungsanweisungen merken muss, macht im Endeffekt keinen Unterschied. </p>
<p>Und auch für Sehbehinderte hat es Vorteile. Viele mögen mit Vergrößerungssoftware und Maus schnell arbeiten können, aber mit Code geht es immer noch einen Tick schneller. Kurioserweise haben die Entwickler von Zoomtext &#8211; der bekanntesten Vergrößerungssoftware &#8211; die Shortcuts für die Bedienung der Software teilweise mit den Shortcuts von Word belegt. Damit ist die Tastaturbedienung extrem eingeschränkt.</p>
<p>Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Späterblindete oder Menschen mit einem geringen Sehrest wie ich Interesse an der ästhetischen Gestaltung von Texten haben. Diese Vorstellungen lassen sich aber mit DTP-Programmen oder der Textverarbeitung nicht umsetzen. </p>
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		<title>Der Charme kleiner Organisationen &#8211; arm, kreativ, innovativ</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 10:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Arm, aber sexy wurde einmal als Leitmotiv für Berlin vorgeschlagen. Der Spruch mag zynisch sein, hat aber seine Berechtigung. Je größer eine Organisation oder ein Unternehmen ist, desto stärker ist sie mit sich selber beschäftigt und desto weniger ist sie &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2011/11/14/der-charme-kleiner-organisationen-arm-kreativ-innovativ/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Arm, aber sexy wurde einmal als Leitmotiv für Berlin vorgeschlagen. Der Spruch mag zynisch sein, hat aber seine Berechtigung. Je größer eine Organisation oder ein Unternehmen ist, desto stärker ist sie mit sich selber beschäftigt und desto weniger ist sie in der Lage, ihren Zweck effizient zu erfüllen.<br />
Ich kann nicht sagen, wie es früher war, aber heute sind viele Organisationen stetig damit beschäftigt, ihre Mission zu erklären, Strategien festzulegen und interne Prozesse zu verbessern. Hochbezahlte Manager kämpfen sich durch unendliche Meetings, Workshops und Selbstfindungsseminare, während das operative Geschäft stetig in den Hintergrund rückt. Das alles mag in gewissem Maße seine Berechtigung haben, aber der Effekt ist verheerend.<br />
Die operative Arbeit wird von den Mitarbeitern der unteren Ränge erledigt. Aber auch sie werden stetig in eine Kultur der Selbstoptimierung hineingepresst. Sie sollen Feedbacks abgeben, sich in Prozesse einbringen, die sie nicht interessieren oder an der Selbstfindungsaktivität teilnehmen. Und natürlich ihre Arbeit machen, die ja nicht weniger wird.<br />
Ein ganzer Wirtschaftszweig hat sich um den Bereich der Selbstoptimierung, Marken- und Strategie-Definition gebildet. Berater, Coaches und Mediatoren verdienen aber nicht nur an diesem Trend, sie rühren auch kräftig die Werbetrommel und erzeugen dadurch erst den Bedarf, den vorher niemand gesehen hat. Sie sind es schließlich, die die Beiträge in Business-Magazinen schreiben.<br />
Es wäre doch nett, wenn Führungskräfte mehr managen und führen würden statt Management- und Führungskurse zu besuchen.<br />
Kleine Organisationen mit wenigen Mitarbeitern können sich diesen Prozess gar nicht leisten. Da wird die Strategie eben im laufenden Prozess entworfen und wenn nötig angepasst. Es funktioniert doch.<br />
Es ist ein populärer Irrtum, wenn man glaubt, mehr Geld steigere die  Qualität zum Beispiel des Marketing oder der Öffentlichkeitsarbeit. Das Gegenteil wäre auch falsch: Fakt ist aber, dass je mehr Geld man zur Verfügung hat, desto eher neigt man dazu, das Geld unnötig auszugeben. Wir kennen alle diesen urbanen Mythos von den Baustellen, die nur aufgemacht werden, damit der entsprechende Haushaltsposten im nächsten Jahr nicht gekürzt wird. Da ist was dran. Aus buchhalterischer Sicht muss man nicht nur begründen, warum man mehr Geld ausgegeben hat als im Budget vorgesehen war. Man muss auch begründen, warum man weniger ausgegeben hat und warum man dann dennoch im nächsten Jahr das gleiche oder sogar mehr Budget haben möchte. Auch das würde in kleinen Organisationen sofort auffallen. Hier würde niemand bei knappen Budgets auf die Idee kommen, Geld aus buchhalterischen Gründen auszugeben, wenn es keine Notwendigkeit dazu gibt.<br />
Der NGO-Bereich hat sich BWLisiert, wenn man so sagen möchte. Marketing, Controlling und andere Bereiche laufen heute nicht anders als in der Privatwirtschaft, was im übrigen zu begrüßen ist. NPOs, was immer man sonst über sie sagen mag sind verpflichtet, mit ihren Geldern effizient umzugehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Geld gespendet wurde oder über Fundraising reinkam.<br />
Das Problem ist, dass das viele Geld und vermutlich auch der Bekanntheitsgrad die Fantasie nicht beflügelt. Wenn man 10.000 Euro pro Jahr für Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung hat, macht man sich Gedanken darüber, wie man am effizientesten arbeiten kann. Wenig Geld beflügelt die Phantasie. Wenn man hingegen 1.000.000 Euro zur Verfügung hat und sie sowieso ausgeben muss, verpulvert man einen Großteil des Geldes für sinnfreie Hochglanzbroschüren, teure Anzeigen und vermutlich auch hochbezahlte PR-Agenturen. Die Kreativität kommt aus diesen Agenturen, die locker 1000 Euro pro Tag kosten können. </p>
<h4>Außenhirn</h4>
<p>Diese Auslagerung der Intelligenz wird für die Mitarbeiter zur Regel. Wenn sie etwas nicht können, fragen sie die Profis. Niemand käme auf die Idee, sich das nötige Wissen selber anzueignen, es sei denn, das Unternehmen bezahlt die Fortbildung. In kleinen Organisationen müssen einzelne Personen oft verschiedene Bereiche beherrschen. Sie lernen, mangelnde finanzielle Mittel in mehr unternehmerische Ideen umzusetzen. Kreativität aus Geldmangel könnte man das nennen.<br />
Zudem fällt es in kleinen Organisationen sofort auf, wenn ein Mitarbeiter nur noch Dienst nach Vorschrift macht. Solche Leute kann man gar nicht gebrauchen. das Engagement scheint antiproportional zur Größe der Mitarbeiterschaft zu sein: je größer die Organisation, desto geringer das Engagement des Einzelnen. </p>
<h4>Rente auf Lebenszeit</h4>
<p>Last not least scheinen größere Organisationen eine sehr geringe Mitarbeiterfluktuation zu haben. Das wird immer positiv hervorgehoben: natürlich haben Mitarbeiter oftmals einen hohen Expertengrad, wenn sie eine Position jahrelang besetzt haben. Auf der anderen Seite gerät man schnell in einen Trott, bei dem das gemacht wird, was man schon immer gemacht hat. Frisches Blut kommt selten herein, so dass der Alltagstrott nicht gestört wird. Neue Ideen gibt es nicht von altgedienten Mitarbeitern, weil ihnen nach fünf Jahren schlicht der Gedanke absurd erscheint, man könnte etwas anders machen. </p>
<h4>Die Kleinen sind innovativ</h4>
<p>Langer Text &#8211; kurzer Sinn. Die Innovationen im NGO-Bereich kommen vor allem von kleinen und relativ neuen NGOs. Da wäre 2aid.org, die mit relativ wenig Geld einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht haben. Oder arbeiterkind.de. Natürlich tun auch die großen viel, aber genau darum geht es ja, sie erreichen viel mit reiner Ressourcenpower, ohne echte Ideen, Innovationen oder Kreativität. </p>
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		</item>
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		<title>Ranking bei Amazon &#8211; welches Produkt wird verkauft?</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 12:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Gesellschaftswissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinenoptimierung SEO]]></category>
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		<category><![CDATA[Optimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Produktsuche]]></category>
		<category><![CDATA[SEO]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt jede Menge Statistiken darüber, welche Suchmaschinen am stärksten eingesetzt werden. Ob Google, Bing oder Yahoo, wir kennen die Marktanteile dieser Suchmaschinenanbieter. Hinzu kommen soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, die seltsamerweise nicht in diesen Rankings berücksichtigt werden, obwohl &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2011/11/06/ranking-bei-amazon-welches-produkt-wird-verkauft/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt jede Menge Statistiken darüber, welche Suchmaschinen am stärksten eingesetzt werden. Ob Google, Bing oder Yahoo, wir kennen die Marktanteile dieser Suchmaschinenanbieter. Hinzu kommen soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, die seltsamerweise nicht in diesen Rankings berücksichtigt werden, obwohl &#8211; wenn man sie als Suchmaschinen betrachtet &#8211; sie wahrscheinlich eine größere Rolle spielen als Bing oder Yahoo.<br />
Seltsamerweise unbeachtet bleibt eine zweite Form nicht klassischer Suchmaschinen: die eCommerce-Riesen Amazon und eBay. Wenn man sich eine Vorstellung davon machen möchte, wie der aktuelle Durchschnittspreis eines Produktes ist, schaut man dort nach. Wenn man eine Bewertung von Büchern oder Musik haben möchte, wird man bei Amazon schneller fündig als bei Google. Leider verraten die beiden Shopping-Seiten nicht, wie viele Suchen über ihre Seiten abgewickelt werden, aber wenn man sie zu den Suchmaschinen rechnen würde, hätten sie einen guten Marktanteil. Ein wenig beachteter Aspekt ist das Ranking von Produkten bei Amazon. Nehmen wir an, ich suche nicht ein bestimmtes Buch, sondern gebe nur ein Stichwort wie &#8220;Web 2.0&#8243; ein. Dann wirft Amazon eine ganze Reihe von Büchern aus. Gehen wir weiterhin davon aus, dass es bei Amazon ähnlich ist wie bei Google, die erste Suchergebnisseite erhält die gesamte Aufmerksamkeit, kaum jemand blättert auf Seite 2. Und je höher das Produkt steht, desto eher wird es gekauft   oder zumindest zur Kenntnis genommen.<br />
Es stellt sich also die Frage, wie Amazon seine Produkte rankt. Zunächst dürfte der wichtigste Faktor das Vorkommen des Suchbegriffs im Buchtitel sein. Das klingt zwar logisch, aber Amazon zeigt häufig genug auch Bücher an, in deren Titel das Suchwort nicht vorkommt.<br />
Weitere Faktoren könnten sein: </p>
<ul>
<li>das Erscheinungsdatum</li>
<li>der Preis</li>
<li>die Lieferbarkeit</li>
<li>die Höhe der Bewertung</li>
<li>die Zahl der Bewertungen</li>
<li>die Verkaufszahlen</li>
<li>die Durchklickrate</li>
</ul>
<p>Die wenigsten Leute machen sich bewusst, dass Amazon sehr genau beobachten kann, was sie auf der Webseite treiben, welche Produkte wie lange angeguckt werden und so weiter. Es gibt keinen Beleg dafür, dass diese Faktoren in das Ranking einfliessen, aber möglich ist es.<br />
Da Amazon maßgeblich für den Absatz der Produkte sorgen kann, wäre eine Optimierung des Produktnamens auf seine Suche nicht abwägig. Insbesondere bei Büchern, wo sich der Großteil der Preise zwischen 20 &#8211; 40 Euro bewegt, der Preis also nicht ausschlaggeben für den Kauf ist, ist es nicht nur wichtig, auf Seite 1 der Suche zu stehen, sondern möglichst weit oben.<br />
Der Trend geht ja hin zu immer schreienderen Buchtiteln und Covern. Dass die Bücher häufig nicht halten können, was ihre Titel versprechen, ist leider jedem Käufer allzu bekannt. Ich neige heute eher dazu, mir eine Buchanschaffung sehr genau zu überlegen, weil ich bei einigen intuitiv gekauften Büchern doch sehr unzufrieden war.<br />
Ich möchte hier keine Bewertung für das eCommerce-Optimieren abgeben, im Gegenteil, ich sehe das ziemlich kritisch. Wenn ich etwas suche, möchte ich das passende finden und nicht irgendwelchen SEO-optimierten Quatsch. Das Problem ist, dass möglicherweise interessantere und bessere Produkte hinten runterfallen, weil sie ein paar Euro teurer sind, die knalligen Keywords nicht im Titel vorkommen oder sie nicht oft genug rezensiert wurden. Wir haben zudem das Problem der selbsterfüllenden Prophezeiung, wenn wenig gekaufte Produkte nach hinten fallen. Ein Produkt, das häufiger gekauft wird, rutscht nach vorn und wird deshalb häufiger gekauft. Ein Produkt, das seltener gekauft wird, rutscht nach hinten und wird deshalb seltener gekauft. Dabei ist die Zahl der Verkäufe kein brauchbares Qualitätskriteerium. Amazon hilft mir dabei, Produkte zu kaufen, indem es mir Produkte empfiehlt, die andere Leute gekauft haben, die diesen Artikel gekauft haben, den ich mir gerade angucke. Amazon hilft mir nicht dabei, das Produkt zu finden, welches ich benötige, darum muss ich mich selber kümmern.<br />
Ich will daher jedem Käufer raten, sich auch mal die hinteren Suchseiten anzugucken und vor allem kritisch auf die Produkte der Seite 1 zu gucken. Es schadet auch nicht, die Suchbegriffe zu variieren. </p>
<ul>
<li><a href="http://www.onlinemarktplatz.de/16044/verbraucher-fuhren-produktsuche-zu-60-uber-ebay-amazon-und-co-durch/">erbraucher führen Produktsuche zu 60% über eBay, Amazon und Co. durch</a></li>
<li><a href="http://www.fonerbooks.com/surfing.htm">Understanding Sales Rankings for Books</a></li>
<li><a href="http://www.buchreport.de/blog.htm?p=1774">Joachim Leser: Die Amazonisierung des Sortiments</a></li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2011/10/25/wer-weis-was-uber-die-nutzer-die-wirkliche-datenkrake-heist-amazon/">WER WEIß WAS ÜBER DIE NUTZER: Die wirkliche Datenkrake heißt Amazon</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Zusammenarbeit in Gruppen</title>
		<link>http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2011/11/02/zusammenarbeit-in-gruppen/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 09:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Domingos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Gesellschaftswissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppendynamik]]></category>
		<category><![CDATA[Teamwork]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Aufgaben können heute besser in einer Gruppe gelöst werden. Ob das in stundenlangen Meetings oder asynchron übers Netz geschieht, ist letzten Endes egal. Um die Gruppenarbeit zu verbessern, sollte man bestimmte Regeln beachten, die generell für die Zusammenarbeit von &#8230; <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2011/11/02/zusammenarbeit-in-gruppen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Aufgaben können heute besser in einer Gruppe gelöst werden. Ob das in stundenlangen Meetings oder asynchron übers Netz geschieht, ist letzten Endes egal. Um die Gruppenarbeit zu verbessern, sollte man bestimmte Regeln beachten, die generell für die Zusammenarbeit von Menschen gelten. </p>
<h4>Struktur im Chaos</h4>
<p>Anarchismus und Basisdemokratie sind interessante Ideen. Sie funktionieren aber nur bedingt. Am Ende braucht man jemanden, der eine Entscheidung für das eine oder das andere trifft. Das muss nicht unbedingt eine einzelne Person sein. Der Parteienforscher Joachim Raschke hat festgestellt, dass es in jeder Partei einen strategischen Kern etwa fünf Personen gibt, welche die grobe Steuerung übernehmen. Raschke spricht von einem <a href="http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=BRW3B3&#038;page=0">strategischen Zentrum</a>. </p>
<h4>Alles Pareto</h4>
<p>Das <a href="http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2008/12/20/alles-pareto-die-2080-regel/">Pareto-Prinzip</a> ist eine Regel, die auf viele Lebensbereiche angewendet werden kann. Demnach verrichten 10 &#8211; 20 Prozent der Menschen 80 &#8211; 90 Prozent der Arbeit. Das ist vielfach mißverstanden worden:</p>
<ol>
<li>Es ist zum einen in der Wertschöpfung zu sehen. Die Entscheidungen eines hohen Managers haben finanziell höhere Konsequenzen als die Entscheidungen eines Müllmanns.</li>
<li>Das heißt aber nicht, dass der Manager auf den Müllmann verzichten kann. Im Gegenteil: der Müllmann könnte auf den Manager eher verzichten als umgekehrt. Der Manager, der die Presseaussendung macht, den<br />
Müll wegbringt und die Toilette sauber macht kommt nicht mehr dazu, seine eigentliche Aufgabe zu erledigen.</li>
</ol>
<p>Im Endeffekt &#8211; und diesen Satz sollte sich jeder Entscheidungsträger auf den Handrücken schreiben &#8211; ist jeder ersetzbar. Nochmal &#8211; jeder ist ersetzbar. </p>
<h4>Zeit ist ungleich Effektivität</h4>
<p>Ein damit verwandter Denkfehler ist der Glaube, wer mehr arbeite, leiste auch mehr. Effizienz besteht aber darin, aus der Zeit die meiste Leistung herauszuholen. Der eine erledigt die Arbeit in 30 Stunden, der andere in 50, wen würdest du eher einstellen? Deswegen ist es auch wenig beeindruckend, wenn die jungen Anwälte bei John Grisham 80 Stunden die Woche arbeiten. </p>
<h4>Was ist zu tun?</h4>
<p>Wichtig ist vor allem, die Mitarbeiter regelmäßig zu motivieren. Gute Ideen sollten aufgenommen und diskutiert werden. Auch wenn sie nicht komplett umgesetzt werden können, sollte man zumindest versuchen, sie teilweise in andere Ideen einfließen zu lassen. Grundsätzlich sollte es eine offene Kritikkultur geben. </p>
<h4>Informelle Strukturen zulassen</h4>
<p>Je größer die Gruppe ist, desto mehr sollte man informelle Strukturen zulassen. Aus jeder chaotischen Gruppe geht am Ende eine Form der Selbstorganisation hervor. Wer versucht, den kompletten Prozess zu steuern, erlebt folgendes: die Mitarbeiter übernehmen am Ende keine Verantwortung mehr, sie machen nur noch Dienst nach Vorschrift und warten darauf, neue Befehle zu erhalten. Jegliche Eigeninitiative wird abgewürgt. Aber auch der komplette kreative Prozess wird abgewürgt, denn die Mitarbeiter erkennen schnell, dass ihre Ideen keine Anerkennung finden. Sie leben in einer Führerkultur, wo nur der Chef kreativ ist. </p>
<h4>Amerikanisches Lob stinkt</h4>
<p>Zu viel Loben nervt. Die Amerikaner haben generell eine andere Lebenseinstellung. Sie loben viel und finden erst mal alles ganz toll. Was für die Amerikaner erst einmal kulturell angemessen sein mag, kommt hierzlande eher als Anbiederung an. Lob für banale Aufgaben  kommt eher negativ an.<br />
Das selbe gilt für Understatement. Das ist eher in Großbritannien angesagt. Understatement soll Mitarbeiter und Vorgesetzte auf eine Stufe stellen. Es klingt aber häufig antrainiert &#8211; was es meistens auch ist. Der Mitarbeiter ist sich immer bewusst, dass er mindestens eine Stufe unter seinem Vorgesetzten steht und empfindet dessen Understatement als künstlich und gönnerhaft. </p>
<h4>Weiterlesen</h4>
<p>ul>
<li><a href="https://www.forumforthefuture.org/greenfutures/articles/power-connected-minds">The Power of connected Minds</a></li>
<li>James Surowiecki. Die Weisheit der Vielen. Bertelsmann 2009</li>
<li>Etienne Wenger. Digital Habitats; Stewarding Technology for Communities. Cpsquare 2009</li>
]]></content:encoded>
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