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Der rasierte Affe – die geruchlose Gesellschaft

Das ständige Bemühen, sich schön zu machen, ist zumindest teilweise von der Evolution angetrieben, was viele Soziologen und andere GeWis aber nicht anerkennen wollen. Die reine Haut, das dichte Haar, der Teint, der sportliche Körper sind klare Anzeichen von Gesundheit und Bereitschaft zur Kinderzeugung.
Dabei spielen auch unterschwellige Faktoren wie der Körpergeruch eine Rolle. Weibliche Haut riecht anders als männliche, weil auf ihr andere Bakterien siedeln. Diese Bakterien zersetzen Stoffe, die im Körperschweiß enthalten sind. Der Schweiß eines Menschen, sofern dieser Mensch gesund ist und keine außergewöhnlichen Lebensmittel verspeist, kann auf Wesen des anderen Geschlechts anziehend wirken.
Dieser Schweiß scheint der Grund zu sein, warum wir noch Haare an so merkwürdigen Stellen wie den Achselhöhlen oder Genitalien haben , wo es ja eigentlich nicht kalt wird. Bekanntermaßen siedeln Bakterien gerne auf diesen Haaren, der Schweiß bleibt hier hängen und verstärkt also den Körpergeruch.

Fast alle Frauen und viele Männer entfernen einen Teil dieser Haare, wodurch der Geruch verschwindet. Deodorants und Mittelchen verhindern entweder den Schweißfluß oder töten die Bakterien ab. Dazu kommen andere Geruchsstoffe aus Shampoos, Duschgels, Parfüms und so weiter, die den feinen Schweißgeruch überdecken können. Last not least vermeiden die meisten Menschen Situationen, in denen sie schwitzen.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Menschen immer einen bestimmten Abstand zueinander halten, je nachdem, wie gut sie sich kennen? Kollegen, die vielleicht zusammenarbeiten sind die einzigen, die nicht befreundet sind und ohne Not in einen Bereich eindringen können, in dem sie Ihren Körpergeruch wahrnehmen – und Sie deren Körpergeruch, das ist etwa eine Armlänge.

Die Erotik des Schweißgeruchs geht natürlich dadurch verloren, zumal wir heute anerzogen bekommen, dass Körperschweiß nur wenig angenehmer ist als Fäkaliengeruch.

Der Titel des Beitrags orientiert sich übrigens an dem Buch von Desmond Morris „Der nackte Affe“.

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