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Abenteuer mit Base – warum die Mobilfunkbetreiber solch sympathische Unternehmen sind

Anmerkung: Wer seine BASE-Kundennummer sucht, die steht auf den monatlichen Rechnungen. Die selbe kann man im Kundenbereich im Web abrufen.

Das Telefonieren ist heute ein unglaublich komplizierter Prozess geworden: VoIP, Festnetz, Handy, mobiles VoIP und immer ist man auf der Suche nach dem billigsten Schnäppchen.
Die Welt hat sich weiter gedreht, wie Stephen King in seinem Epos vom dunklen Turm immer wieder feststellt. Die Mobilfunker sind stehen geblieben.
Ich schloss also vor ca. zwei Jahren einen Vertrag mit BASE, einer Tochter von E-Plus. Zwei Jahre sind eine Ewigkeit, wenn man bedenkt, dass DSL-Tarife oft monatlich gekündigt werden können.
BASE schickt mir also ein Angebot zur Verlängerung meines Vertrages, das heißt, zu den gleichen Konditionen, mit einem ellenlangen Link – der nicht funktionierte. Ich rief also bei der angegebenen Nummer an, die natürlich nur in der Zeit geschaltet war, wo ich bei der Arbeit saß. Als ich die Dame erreichte, wollte sie mein Passwort wissen. Ich kann mich gar nicht erinnern, ein Passwort vergeben zu haben. Bei den ganzen Passwörtern und PINs, die wir so tagtäglich mit uns herumschleppen, ist es ein wenig seltsam zu erwarten, dass wir uns ausgerechnet an dieses Passwort erinnern, das wir vor zwei Jahren vergeben haben. Alternativ wollte sie meine Kundennummer haben. Ich sah auf den wenigen Schreiben nach, die ich von BASE besaß, da steht keine Kundennummer, nicht einmal auf den Vertragsunterlagen.
Ich logge mich also auf dem BASE-Portal ein, wo die Rechnungen liegen, ein Webauftritt, der weder barrierefrei noch durchdacht ist. Da steht auch keine Kundennummer. Übrigens kann man hier seine Vertragsdaten verwalten – aber verlängern kann man nicht. Man kann auch keinen Kontakt mit BASE aufnehmen, ohne seine kompletten Kontaktdaten einzugeben – wohlgemerkt, man ist als BASE-Kunde eingeloggt. Die AGB zu meinem Vertrag suche ich ebenfalls vergeblich, die angegebenen AGB gelten für Verträge ab dem 1. März 2009.
Allmählich komme ich mir echt verarscht vor, stoße aber endlich auf meine Rechnungen, wo – man fasst es kaum – die Kundennummer steht. Natürlich war die Frist zur Verlängerung, die mit irgendwelchen Goodies vergoldet werden sollte, schon abgelaufen.
Damit hatte ich die Nase voll von BASE und habe gekündigt. Leider zwei Wochen zu spät, denn die Kündigungsfrist betrug drei Monate und ich hatte mich verzählt. Der Vertrag hat sich also ohne mein Zutun um ein Jahr verlängert. Mea Culpa, offenbar bin ich zu blöd, um zu verlängern oder zu kündigen.
Seitdem ruft mich BASE ungefähr alle 32 Stunden an, natürlich in meiner Arbeitszeit, wo ich das Gerät ohnehin abgeschaltet habe. Sie wollen mir eine echte Verlängerung aufdrängen. Nach 30 Malen könnten Andere auf die Idee kommen, mir einen Brief zu schreiben, aber vielleicht weiß man bei BASE nicht, was eine Post ist.
Ich sage Nein. Nein zu langen Vertragslaufzeiten, nein zu miserablem Kundenservice, nein zu überteuerten Handys und überhöhten Monatstarifen. Ich sehne mich fast nach einer Zeit, wo aufdringliche Leute nicht versuchten, einen den ganzen Tag anzurufen. Als die Telekom zwar teure, aber überschaubare Tarife und Konditionen bot. Mein Flirt mit BASE ist damit zu Ende.