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OpenSource – der Code als Vollendung

Vielleicht ein wenig zu prosaisch? In vielen Bereichen gehört OpenSource bereits zum Standard. Etwa im Internet. Content-Management-Systeme wie Drupal oder Typo3 oder die Blogsoftware WordPress sind wesentlich beliebter und erfolgreicher als kommerzielle Systeme.

Die Systeme werden schnell weiterentwickelt und oftmals entwickeln sie vollständig neue Konzepte des Arbeitens und Darstellens von Web-Content.

Viele Unternehmen betreiben nach wie vor kommerzielle CMS-Systeme mit allen damit behafteten Nachteilen: Sie sind teuer und werden nur langsam weiterentwickelt. Manchmal machen die Entwickler pleite, so daß ein Dritter das System weiterentwickeln muss – oder die Firma muss selbst Leute anstellen, die das tun. Die Anforderungen etwa an Datenbanken steigen stetig, Sicherheitslücken oder gar Abstürze können finanzielle Probleme verursachen.

Bei den OpenSource-Systemen hingegen werden Fehler schnell in der Community bekannt und behoben. Die Systeme sind modular und gut erweiterbar. Die Entwickler in den Firmen müssen also so gut wie nie direkt in die Systeme eingreifen, sondern können selbstständig eigene Erweiterungen entwickeln.

Ähnliches gilt auch für die Dateiformate. Wer in DOS-Zeiten mit Word gearbeitet hat, wird erschüttert feststellen, daß die neuen Word-Versionen diese Dokumente nicht oder nicht fehlerfrei öffnen können. Viele Behörden haben unterschiedliche Systeme der Datenspeicherung implementiert, so daß ein Datenaustausch, die Archivierung oder die Implementation besserer Systeme zum Mamutprojekt werden.

Daher und aus Kostengründen wird es Zeit, daß öffentliche Einrichtungen konsequent auf OpenSource setzen. Linux, OpenOffice oder XML, für alle Anwendungsbereiche stehen Programme bereit. Der Umstieg läuft zwar nicht ohne Reibungsverluste, ist aber sicher nicht schmerzhafter als der Umstieg von Win XP auf Windows Vista.

Labyrinthe

falls es den Plural überhaupt gibt. Ein Layrinth ist darauf ausgelegt, den Menschen zum Wahnsinn zu treiben. Ein magischer Geist scheint am Werke zu sein, dazu geschaffen, im Schweiße durchwanderte Gänge alle gleich aussehen zu lassen, Türen zu schließen und unnütze Türen zu öffnen, hilflose und nicht hilfsbereite Gestalten umher schweifen zu lassen, die Beleuchtung und Einrichtung für das Auge ungenießbar zu machen, die Geräuschkulisse so zu steuern, dass auch keine Harmonie im Ansatz entstehen kann.

Ja, es geht um die Behörden, die sich offenbar auch von griechischer Mythenwelt anstecken ließen, als ihre Architekten offenbar im Vollrausch zu Werke gingen. Minotauros würde vor Neid erblassen, wenn der kunstvoll verschlungenen Gänge des Kreisverwaltungsamtes durchschlürfte.

Es gibt eine nette Szene aus einer der Asterix-Zeichentrickfilme, in der Asterix und Obelix durch eine antike Behöre rennen au der Suche nach einem bestimmten Formular, dass sie aber nur erhalten, wenn sie ein anderes Formula beibringen können, für das sie wiederum ein anderes Formular benötigen… Unsere Helden kamen jedoch auf die glorreiche Idee, Sand ins Getriebe zu streuen, indem sie ein neues Formular erfanden und dieses den armen Behördlingen aufschwatzten.