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Google kennt dein Gesicht

Die Google-Bildersuche kann mittlerweile Gesichter erkennen.Unter “beliebiger Content” kann man sich nur Gesichter anzeigen lassen. Googles kostenlose Fotoorganisationssoftware Picasa kann die eigene Fotosammlung auf Gesichter hin durchsuchen.

Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis man nicht nur allgemein Gesichter, sondern bestimmte Gesichter im Sinne der Personensuche finden kann. Noch müssen die Fotos einen Mindeststandard erfüllen.

Glaubt man Klaus Eck, spielt das Web für die Personalsuche eine immer größere Rolle. Das Management der eigenen Reputation wird somit immer wichtiger.

Bisher sind unsere Freunde nämlich zu faul, bei peinlichen Fotos, die sie ins Web stellen, die Namen der Abgebildeten einzutragen. Die Wahrscheinlichkeit, auf solchen Fotos zufällig zu landen, ist mit Handycams, Digicams und Camcordern in Verbindung mit fortgeschrittenem Alkoholkonsum doch recht hoch.

Nun, auch ein Bewerber hat ein Recht auf Privatsphäre, selbst im Web. Im Gegensatz zu Herrn Eck bin ich allerdings der Ansicht, dass man sich nach Möglichkeit weitgehend heraushalten sollte aus dem Web. Wer aber schon im Web ist, sollte tunlichst jede Peinlichkeit vermeiden. Der Job, den man eventuell nicht bekommt ist da vielleicht noch nicht die schlimmste Konsequenz.

Dann bewerben Sie sich doch!

Ein merkwürdiges Phänomen greift in den letzten Jahren um sich, es ist die Bewerberitis. Der Aufwand, eine Stelle über eine stinknormale Bewerbung zu bekommen, ist größer und teurer als je zuvor.

Neben aufwändigen Mappen, Unmengen an Zeugnissen, Arbeitszeugnissen, Bescheinigungen, Zusatzqualis, seitenlangen Lebensläufen fordert jedes Unternehmen noch immer, dass man genau auf sein Profil eingeht, am besten auf einer Seite.

Die Bewerbung zeigt, wie ein an sich sinnvolles System zum Selbstzweck wird. Ein ganzer Wirtschaftszweig – Coacher, Fotografen, Bewerbungsbuch-Autoren, Jobvermittler, Schreibwarenproduzenten, die Deutsche Post – verdient daran mit. Hunderte von Stunden, die vielleicht ansonsten sinnvoller und produktiver verwendet wären – in echter Arbeit – verpuffen buchstäblich mit dem Ablehnungsbescheid.

Hat man den ganzen Mist auf 1-A-Papier in höchster Druckqualität gedruckt, es in einen knickfesten Umschlag gepackt und 2,20 drauf geklebt, es ist eine wahre Erlösung, wenn das hübsche Päckchen in den Briefkasten entlassen wird.

Doch was ist das? Seite 22 von 43 Seiten hat links zu wenig Rand. Tja, Herr Bewerber, so was gibts bei uns nicht. Stundenlange Arbeit und Kosten für Mappe, Porto, Toner sind in den wind geschossen, sobald der Personäler einen Fehler entdeckt. Und einer ist garantiert immer drin.

Oder dem Penäler gefällt einfach deine Nase nicht. Auch die angeblichen Profis – worin eigentlich? – sind von Launen und Bauchgefühl abhängig.

Die Frage ist, ob das System überhaupt noch tragbar ist oder ob man seine Zeit nicht besser verbringen kann.

Fragen beim Bewerbungsgespräch

1. Fragen des Arbeitgebers

Warumsollten wir ausgerechnet Sie einstellen?
Was wissen Sie über unser Unternehmen?
Warum haben Sie Sich beworben?
Warum haben Sie XY studiert?

 

2. Deine Fragen/passendes auswählen!

Wie sieht die Firmenkultur aus? Kleidungsstil, persönilcher Umgang (nicht zu detailiert nachfragen!)
Gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten?
Welche Software wird verwendet (Betriebssystem, Office)? (Nicht aufs Glatteis führen lassen über mangelnde Softwarekenntnisse in Office 2007 o. ä.!)
Gibt es konkrete Projekte in naher Zukunft? Evtl. nach Projekten fragen, die man auf deren Website gesehen hat!
Wurde die Stelle neu geschaffen, was macht der Vorgänger?

Spezifisches

Wie werde ich eingearbeitet?
Wer ist mein Vorgesetzter, wie groß ist die Ateilung/das Team?
Welche  Aufgaben werde ich konkret übernehmen?
Ist nach einer Befristung eine Weiterbeschäftigung geplant?

Nichtfragen!!!!

Urlaub, Gehalt, firmeninterne Konflikte, Gleitzeit, Krankheitsregelungen