Schlagwort-Archiv: Blindenschrift

Gibt es ein Revival der Braille-Schrift?

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Heute, am 4. Januar, ist Welt-Braille-Tag. Es ist wohl dem Braille-Jahr 2012 und dem Winterloch geschuldet, dass das Thema kaum Aufmerksamkeit erfährt.
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Braille spielt heute jenseits von Nischenbereichen in Deutschland kaum eine Rolle. Vor ein paar Jahren hatte ich noch vermutet, dass Braille in Deutschland mehr oder weniger verschwinden würde.

Die Kunst des Lesens

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“In jedem Fall werden wir nicht darauf verzichten, literarische Fiktionen zu lesen, denn sie sind es, in denen wir nach einer Formel suchen, die unserem Leben einen Sinn gibt. Im Grunde suchen wir unser Leben lang nach einer Geschichte unseres Ursprungs, die uns sagt, warum wir geboren sind und warum wir leben. … Manchmal hoffen wir, unsere persönliche Geschichte mit der des Universums ineins zu bringen.” Umberto Eco. Im Wald der Fiktionen. Carl-Hanser Verlag 1994, Seite 182

Can touch this – die Hand als Augenersatz

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Ist man eine bestimmte Zeit lang blind oder stark sehbehindert gewesen, kommt man gar nicht mehr auf die Idee, sich einen kleinen Gegenstand anzuschauen, um ihn zu erkennen. Sehende sind dann immer überrascht, es dauert eine Weile, bis sie verstehen, dass es für einen Blinden keinen Sinn macht, eine Sache mit den Augen zu betrachten. Für uns ist es hingegen ganz natürlich, eine Tasche oder einen Karton mit den Händen zu durchwühlen und mit den Augen ganz wo anders hinzugucken.

Um etwa Kabel zu identifizieren, tastet man die Stecker ab. Wie schon öfter erwähnt habe, vefügen Blinde nicht über bessere Sinnesorgane, sondern haben gelernt, ihre verbliebenen Sinne effizienter einzusetzen.