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Monopole schaden

Man stelle sich vor, man hätte eine DVD gekauft. Der nette Herr aus dem Supermarkt kommt zu Ihnen nach Hause, erklärt kurzerhand, diese DVD sei eine Raubkopie und vernichtet sie vor ihren Augen.
Einen echten Vorgeschmack auf das rigide Digital Rights Management lieferte Amazon mit seinem Kindle. Amazon kontrolliert sowohl das physische Gerät als auch die Vertriebswege und die Daten. Andere träumen davon, für die meisten Konsumenten ist das aber ein reiner Albtraum.

Gerade Amazon, welches stets um seine Reputation besorgt ist, muss sich hier Kritik gefallen lassen. Es bleibt zu hoffen, dass Amazon ähnlich wie Apple beim I-Pod in Zukunft davon absehen wird, ein Monopol und die totale Kontrolle über die Inhalte zu behalten. Im anderen Falle gibt es genügend Alternativen auf dem Markt der E-Book-Reader.

Wasserzeichen und Fingerabdrücke gegen Raubkopien

Neue Ideen braucht das Land, um mit urhbelich geschützten Inhalten umzugehen. Zumindest gibt es Technologien, um solche Kopien fürs erste einmal aufzuspüren.

Das digitale Wasserzeichen wäre so ein System. In Audio- oder Videodateien lassen sich spezfische Singale einbringen, die kaum wieder beseitigt werden können. Die Signale sind unsichtbar und unhörbar, erlauben aber das eindeutige Identifizieren von Inhalten. Einige Hörbüchshops verwenden einen solchen Schutz. Das Wasserzeichen ist mit dem Käufer und Downloader verbunden. Taucht das Stück irgendwo wieder auf, kann er eindeutig als Ursprungsort der Kopie identifiziert werden. Da das Signal an mehreren Stellen eingebracht wird und resistent gegen Veränderungen wie Qualitäts-Absenkung, Tempoänderung oder gar Konvertierung in andere Formate ist, ist es ein sehr sicheres System, dass zudem den Abspielkomfort nicht einschränkt, dazu gibt es einen Test in der aktuellen c´t.

Die Andere Möglichkeit ist ein Fingerabdruck bei Texten. Das System wird hier erklärt . Damit lassen sich vollständig kopierte Texte aufspüren.

Ob das im Artikel erwähnte Geschäftsmodell so bei Texten funktioniert, bleibt abzuwarten, bei anderem Content wie Musik, Video oder Spielen könnte es durchaus funktionieren. Das zeigt einmal mehr, dass Start-Ups mehr Zeit in Innovation als in Anwälte investieren.