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Auch Kabel Deutschland hat kein Faible für den Datenschutz

Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche und netzpolitik reichte der größte Kabelbetreiber Deutschlands Daten zur Kundenaquise an zweifelhafte Call Center weiter. Die Callcenter-Unternehmen erhielten die Daten in Form von Excel-Dateien, die sie wiederum an weitere Callcenter-Unternehmen weitergeleitet haben, weil sie die Aufträge selbst nicht vollständig abarbeiten konnten. Die Daten kursieren nun im In- und Ausland, Kunden von Kabel Deutschland werden nun mehr belästigt als sonst.

Wenn schon Datenschutzverletzung, dann millionenfach, so scheint die Überzeugung bei Staat und Wirtschaft zu sein. Dabei sollten gerade Unternehmen ein hohes Interesse daran haben, dass ihr größter Schatz, ihre Kundendaten, nur in ihren Händen bleiben.

datenschutz auf deutsch wird klein geschrieben

Der Datenschutz hat in letzter Zeit sehr gelitten. Dabei war es weniger der spektakuläre Datendiebstahl bei T-Mobile, der schon einen faden Nachgeschmack hinterließ.

Peinlich waren die Pannen, die offenbar unabsichtlich auftraten. Da dachten sich zwei hungrigre Kuriere, den Weihnachtsstollen könnte man doch essen. Die Frankfurter Rundchau erhielt dann statt süßem Gebäck die Kundeninformationen der Berliner Landesbank.

In Köln schickte eine Mitarbeiterin sich selbst eine Excel-Datei mit Bankinformationen per Mail. Nur vergaß sie ein Zeichen in ihrer Mailadresse, die Daten landeten bei einem völlig Unbeteiligten, der Gott sei Dank den Sicherheitsleuten Bescheid sagte. Die Dame hatte zwar mit sensiblen Daten zu tun, das Wort Verschlüsselung scheint ihr dennoch nicht bekannt zu sein.

In einem anderen Fall war eine Behörde offenbar nicht in der Lage, ein Passwort zu ändern, so dass die Daten der Gemeldeten frei zugänglich waren.

In England gehen diverse Notebooks und andere Datenträger mit sensiblen Daten verloren.

Man fragt sich, wie viele Fälle dieser Art es wohl gibt, die nie an die Öffentlichkeit kommen.