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Web 2.0 für die Wissenschaft – Foren

In einer Reihe von Beiträgen ging es hier um das Web 2.0 oder Social Web. Dabei wurden vor allem jene Aspekte beleuchtet, die für Privatpersonen interessant sind. Sie stellen im Grunde eine Fortsetzung der Kommunikation aus der Realität dar, wobei sich die Basis und die Reichweite geändert haben, aber im Grunde die selbe Art von Informationen ausgetauscht wird wie im realen Leben.
Doch das Web hat auch ganz praktischen Nutzen. Die Wurzeln des Internet liegen in der Wissenschaft und an den Universitäten. Sein Zweck war der Austausch von Informationen in Foren. Die Zahl der Nutzer war überschaubar, noch überschaubarer war die Zahl der Computer, die Zugang zu diesem Netz hatten.

Ein Forum ist im Grunde der Archetyp des Net und hat sich bis heute gehalten, wenn es heute auch fescher aussieht mit Emoticons, bunten Bildchen und kuriosen Nicknamen.
Foren können zum wissenschaftlichen Austausch genutzt werden. Diskutant A

Mittlerweile kann jeder ein privates Forum betreiben, entweder auf dem eigenen Webspace oder bei kostenlosen Anbietern. Foren sind als dokumentierende Diskussionen ideal, um Thesen mit auserlesenen Menschen – oder mit jedermann – zu diskutieren.
Die Thesen können frei formuliert oder als Essay vorgetragen werden. Jeder sagt seine Meinung, ist aber gezwungen, sich an die Netiquette – sprich, den Web-Knigge – zu halten. Dies ist wesentlich einfacher, wenn die Teilnehmer nicht anonym sind, sondern einander kennen.
Foren sind die vermutlich einfachste, aber dennoch eine der besten Kommunikationsformen im Web. Wer mit Kritik gut umgehen kann, hat hier die Chance, eine einmalige Diskussionskultur zu erleben und seine Thesen unnachahmlich zu verfeinern.