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Machen Sie sich ein Bild vom Herzen

Nachtrag zum Beitrag über den Kardiologenkongress
Die Technik der bildgebenden Verfahren hat eine kleine stille Revolution in der Erforschung biologischer Vorgänge hervorgebracht. Vorher musste man jemanden umbringen, um in dessen Kopf oder Körper zu schauen. Aber Tote denken nicht, atmen nicht, es fließt kein Blut in ihnen und sie entwickeln sich natürlich auch nicht.

Die Computertomographie macht es aber nun möglich, ganz neue Einblicke zu gewinnen. Lustig eingefärbte Hirnbereiche machen deutlich, wo etwas passiert. Die Biologen waren hier ausnahmsweise anschaulich, sie sprechenden von feuernden Nervenzellen, also von Bereichen, in denen starke Aktivität stattfindet. Einige Vorurteile konnten so endgültig ausgeräumt werden, zum Beispiel der Gedanke, zehn Prozent des Hirns würden nicht benutzt oder die Mär von linker und rechter Hirnhälfte.

Für das Imaging gibt es zwei verschiedene Methoden: Nicht-invasive und Invasive.
Die funktionale Kern-Resonanz-Spektroskopie kann Bilder von verschiedenen Geweben erzeugen,
radioaktive Markierungen die in die Blutbahn gespritzt werden, erzeugen sehr gute Bilder.

Scheinbar wird hauptsächlich die kardiovaskuläre Computertomographie fürs imaging genutzt,
Computertomographie steht für computed tomography, also computer-unterstützte Tomographie
gut in Wiki nachzulesen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Computertomographie
im Prinzip werden viele Bilder mit Röntgen erzeugt, Schicht für Schicht und zwar rundherum
nicht von oben nach unten, deswegen legt man sich in eine Röhre, wo die Kamera um einen herum fährt,
diese Einzelschicht Bilder werden dann per PC zusammengesetzt und erzeugen ein dreidimensionales bild, das dann von oben nach unten Schicht für Schicht angeschaut werden kann,
Den Spaß, in eine Computertomographie machen zu müssen, gönnt man sich eher ungern: Man muss rund eine halbe Stunde ruhig liegen, während die Röhre einen unglaublichen Lärm macht. Mittlerwile wird man sogar beim Zahnarzt durchleuchtet, was besonders dann Freude macht, wenn die Arzthelferinnen total unfähig sind.

Daneben gibt es noch invasive Methoden, das heißt, man macht die Bilder nicht von außen,
sondern geht ins Gewebe hinein,
Wenn man zum Beispiel weiß, daß in einem Raucherbein eine Hauptarterie verkalkt ist,
kann man mit einem Schläuchlein an dem eine Glasfaserkamera sitzt und ein Werkzeug
in die Ader reingehen und die Ader entlang rutschen bis man auf die verkalkte bzw. verstopfte
Stelle trifft, das ganze verfolgt man auf einem Bildschirm,
Trifft man die Stelle, kann man mit dem Werkzeug die Stelle frei machen oder nicht,
bei feinen Ader dagegen oder wo man nicht weiß wo die stelle ist,
zum Beispiel beim Gehirn ist es angenehmer, vorher nachzuschauen wo genau was los ist.

Ein Herz für die Spezialisten – München begrüßt den Kardiologen-Kongress

Die European Society of Cardiologists ist eine Vereinigung von Herzspezialisten. Ihr jährlicher Kongress findet jedes Jahr an anderem Orte statt. Doch in diesem Jahr kehren die Kardiologen nach München zurück, der Kongress findet zum zweiten Mal seit dem Jahr 2004 in diesem Jahr auf dem Gelände der Neuen Messe München statt.
Die rund 30.000 Herzspezialisten diskutieren vom 30. August bis 3. September 2008 im ICM über neue Entwicklungen auf ihrem Gebiet. Besonderes Thema ist in diesem Jahr das Cardiovascular Imaging – bildgebende Verfahren bei Herz-Blutgefäßen.
Die Messe München, die Stadt München und Müncher Gastronomie-Betriebe sowie die Verkehrsbetriebe haben sich etwas Besonderes ausgedacht: Verkehrsverubnd Die illustren Gäste erwartet ein persönlicher Begrüssungsbrief sowie ein Geschenk auf ihrem Hotelzimmer. An einigen Stellen der Stadt sowie auf Müncher bussen wird das Logo des ESC für die Dauer des Kongresses zu sehen sein.