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Hacking als soziales Engagement?

Einst war der Hacker eine Art Held des Cyberspace, heute gilt ein Hacker als ein Krimineller, der Schaden anrichtet, um sich selbst zu bereichern. Heute muss ein Hacker nicht einmal besonders technisch befähigt sein. Die nötigen Tools kann er sich oft kostenlos und immer gegen Geld erwerben.

Dabei sollte man den Begriff Hacker rehabilitieren. So feiert die Schriftstellerin und Juristin Juli Zeh ein Loblied auf die Nerds . Hacker und Nerds sind vielleicht gelegentlich weltfremde Sonderlinge, aber oft sind sie die treibende Kraft hinter OpenSource-Softwareprojekten wie Linux, OpenOffice, Firefox, WordPress, Gimp und vielen anderen Projekten.

Das digitale Engagement wird dabei selten gesellschaftlich so geschätzt. Dabei setzt OpenSource heute ganze gesellschaftliche Gruppen in Lohn und Brot. Wie etwa die Autoren und Trainer für OpenSource-Software.

Unternehmen sparen bares Geld in Service und Support, weil Hunderte von Foren den Kunden und Nutzern kostenlos und kompetent helfen, egal, ob es um Software, Computer, Autos, Unterhaltungselektronik oder was auch immer geht.

Digitales Engagement stößt aber bestenfalls im eigenen Kreis auf Anerkennung. Tatsächlich braucht man mehr Menschen, die ihre Energie in nützliche Projekte investieren. Und wir brauchen wesentlich mehr Menschen, die diese Leistungen auch anerkennen.

Netzpolitik berichtet über Formen des Online-Protests.

Leserbindung durch Communitybuilding

Die meisten Zeitungen haben heute Anhängsel im Internet. Nun ja, vielleicht sind die Printprodukte nun Anhängsel des Webauftritts. Zumindest ist die Zeit vorbei, wo man seine Artikel einfach nur online gestellt hat, als ob das Web aus Texten bestehe.

Was tatsächlich fehlt, ist eine Leserbindung im Web. Die Zeitungen haben es relativ verschlafen, hier frühzeitig anzufangen. Dabei gibt es gute Vorbilder, in Deutschland etwa das Online-Magazin Telepolis. Hier ist an jeden Artikel ein Forum drangehängt, welches nicht immer zu lesen lohnt. Allerdings stehen da gelegentlich auch intelligente Kommentare drin, manche User sind schon seit vielen Jahren dabei und haben mehr Kommentare bei TP hinterlassen als irgend einem anderen Medium.

Geradezu schlabbrig wirken da die angehängten Foren bei welt.de oder taz. Beide haben – und da sind sie in der Online-Zeitungslandschaft keine Ausnahme – kein Management ihrer Community. Die Beiträge werden absteigend hintereinander angezeigt. Spam soll durch Captchas ausgebremst werden, doch das, was durch die Filter kommt, ist qualitativ auch nicht wesentlich besser.

Welt online wimmelt somit von Kommentaren, durch die man sich durchblättern mag – aber wer tut das? Bei der taz hingegen sind Kommentare relativ rar gesät.

Wie das Beispiel Telepolis aber zeigt, ermöglichen Communities eine Leserbindung. In Communties können sich wie im Social Web üblich, Beziehungen entwickeln. Man lernt sich kennen, diskutiert regelmäßig miteinander, freut sich, wenn man sich wieder trifft. Wie im wahren Leben.

Communities sind also nicht nur aufwendige Zeitverschwendung, sie sind praktisch der einzige Weg, die Bindung der Leser zu erhöhen und zu sichern.

SEO leicht gemacht III – Verlinkungen

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Verlinkungen machen das Leben leichter. Ein Webbastler, der keine externen Links verwendet, weil er glaubt, seine Nutzer dadurch zu verlieren, hat den Sinn des WWW nicht ganz verstanden.
Auch Linkpartnerschaften oder Linkfarmen machen heute wenig Sinn. Suchmaschinenen sind durchaus in der Lage, eine normale Seite von einer zu unterscheiden, die lediglich auf andere Seiten verrweist. Eine Linksammlung zu einem bestimmten Thema ist durchaus sinnvoll, da sie einen Mehrwert für den Nutzer hat. Linksammlungen werden gerne in die Favoriten aufgenommen und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nutzer zurückkehrt.

Google PageRank

Der Google PageRank bewertet eine Seite auf der Basis von Verlinkungen. Je öfter eine Seite verlinkt ist, desto besser wird sie bewertet. Allerdings werden auch Links unterschiedlich gewertet: Bei einer Seite mit hohem PageRank werden ausgehende Links höher bewertet als externe Links von Seiten, auf die selbst keine Links verweisen.
Wikipedia hat somit eine höhere Autorität als etwa die Seite des lokalen Kanichenzüchtervereins.
Wer allerdings versucht, wild Links auf allen möglichen Seiten zu streuen, wird vermutlich enttäuscht. Wikipedia stattet offenbar alle externen Links mit dem Attribut no-follow aus. Das gibt dem Suchmaschinenbot die Anweisung, diesem Link nicht zu folgen und ihn damit auch nicht zu werten. Zudem wird Linkspam recht flott beseitigt.

Links verteilen

Auch Gästebücher werden nicht gewertet, da sie ebenfalls vollgespamt werden.
Wenn es inhaltlich Sinn macht, darf man dennoch seine Links verteilen. Etwa wenn jemand in einem Forum oder Yahoo ASK nach einer bestimmten Sache frage, die man auf der eigenen Seite bereits beantwortet hat.

Linkwertigkeit

Man kann zudem vermuten, dass nur “echte” Links gewertet werden. Das heisst, der Text http://www.oliveira-online.net/wordpress/wp-admin/post-new.php
würde nicht gewertet, weil die Suchmaschine nicht erkennen kann oder will, dass es sich um einen Link handelt. Der Link muss anklickbar sein, der Tag a sollte verwendet werden, dass sieht dann so aus: das ist also der Link. Ich empfehle zudem die Verwendung sinnvoller Linknamen, nicht ausgerechnet “Hier klicken”, eher sollte man dem Nutzer klar machen, was ihn erwartet, wenn er den Link anklickt. Linknamen, Alternativtext und Titel spielen ebenfalls eine Rolle, wenn die Suchmaschine den Wert des Links herauszufinden sucht. Wir erinnern usn:
– der Linkname ist das, was der Nutzer als erstes sieht und den er anklicken kann
– der Alternativtext ist in XHTML vorgeschrieben und enthält einer ausführlichere Beschreibung dessen, was sich hinter dem Link verbirgt
– der Titel wird angezeigt, wenn der User mit der Maus über den Link fährt.

Bookmarken erleichtern

Der Nutzerfreundlichkeit wegen sollte man Icons anbieten, die das Favorisieren oder soziale Bookmarken erlauben, etwa bei Mister Wong oder del.icio.us. Man kann natürlich selbst seine eigene Seite als Favoriten dort einstellen, es ist ganz natürlich eine Affinität zur eigenen Site zu haben. Wie viel das bei Suchmaschinen im Endeffekt bringt, lässt sich aber nicht so ohne weiteres sagen. Bietet man aber interessanten Inhalt an und die Möglichkeiten zum einfachen Bookmarken, erhöht man zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher wieder kommt.

Intern versus extern

Ein interner Link verweist auf siteinterne Informationen, ein externer Link führt von der Seite weg. Je stärker eine Seite intern verlinkt ist, desto höher ist ihre Bedeutung. Am stärksten verlinkt sein dürften die Seiten, die in der Navigation stehen: die Startseite, die Kontaktseite usw. Interne Links haben zudem den Vorteil, dass sie auf Seiten verweisen können, die von der Suchmaschine aus irgendeinem Grund nicht gefunden wurden. Zudem sollte man eine Sitemap haben, Google stellt hier für Webmaster entsprechende Tools zur Verfügung.

Sinn der SEO

Schließlich sollte man das eigentliche Ziel der SEO nicht aus den Augen verlieren. Es besteht keineswegs darin, den eigenen Traffic in ungekannte Höhen zu treiben, sondern relvante Personen auf den eigenen rlevanten Content aufmerksam zu machen. Wer hingegen Foren vollspamt oder versucht, Suchmaschinen zu manipulieren, macht sich nicht nur unbeliebt, sondern kann ganz schnell auf einer Blacklist landen,k was im schlimmsten Falle das Ende des eigenen Geschäftes bedeuten kann.

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Social Web – Beziehungen

Bezeihungen sind im Social Web anders als in der realen Welt, aber keineswegs haben sie eine schlechtere Qualität. Ein Nickname – also ein Pseudonym – hat fast so viel Bedeutung wie ein realer Name. Er hat Wiedererkennungswert.
Es bilden sich Zirkel heruas, in denen einzelne Personen mehr zu sagen haben und denen mehr zugehört wird als Anderen.
Es bilden sich kline Fangemeinden und Dauerfehden heraus.
Es gibt einen Verhaltenscodex, Netiquette genannt, an den man sich halten musss, um akzeptiert zu werden.
Es gibt eine eigene Sprache, die aus Emoticons und Abkürzungen besteht.
Man unterhält sich über Leute, die lange Zeit nichts mehr von sich hören lassen oder vollständig verschwunden sind. Man sucht nach Leuten, die man bereits kennt, nähert sich anderen an, die schon lange dabei sind, die man aber bisher noch nicht wahrgenommen hat.

Man freundet sich an, so weit dies im netz überhaupt möglich ist.

Social Web – Foren

Foren sind eigentlich älter als der Begriff Social Web. Ein Forum ist eine Diskussionsseite, in der eine Person ein Thema eröffnet und andere Personen die Gelegenheit haben, einen Kommentar zu geben, Kritik zu üben oder andere Aspekte zu betrachten und hervorzuheben.Oftmals sind die Foren zu einzelnen Artikeln etwa bei Telepolis interessanter als der eigentliche Artikel.
Viele Foren sehen heute ein wenig seltsam aus, die Beiträge stehen wie bei PHPBB statisch untereinander, gleichzeitig werden Emoticons als animierte Graphiken angeboten. Besser ist bei Diskussionen die Baumstruktur, wie es sie bei Heise gibt, da man hier direkt sehen kann, wer auf wen antwortet.
Die Foren haben mit verschiedenen Problemen zu kämpfen. Die Anonymität führt dazu, dass Trolle sich breit machen: Leute, die provozieren wollen, um die Diskussion zu beenden. Zudem arten Diskussionen auch so in Beschimpfungsorgien aus, da sich die Leute nicht richtig verstehen.
Bei den Foren fehlt einerseits die freundschaftliche Komponente, so dass man glaubt, im beliebigen Tonfall miteinander sprechen zu können. Andererseits fehlt die Face-to-Face-Kommunikation, man kann weder das Gesicht sehen noch die Stimme hören, so dass man nicht weiß, ob jemand gerade einen Scherz macht oder es ernst meint. Die Toticons sind dafür kein brauchbarer Ersatz.
Forenschreiber lassen sich sehr oft am Stil wiedererkennen. Der Stil bekommt hier die gleiche Bedeutung, wie die Kleidung in der Realwelt. In Foren können sich ähnlich gute Kontakte und Freundschaften entwickeln wie etwa bei Facebook oder Twitter.
Im Grunde spiegeln Foren die Realwelt mit ihren unterschiedlichen Rollen wieder. Da ist der Hitzkopf, der Provokateur, der Intrigenschmieder, der Mahner, der Versöhner, der Vermittler…