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Sieben Prozent der Jugendlichen rechtsradikal?

Innenminister Wolfgang Schäuble und Professor Christian Pfeiffer stellten heute eine Studie vor, wonach sieben Prozent der Jugendlichen Affinitäten zu rechten Gruppen haben oder gar Mitglieder sind.

Man sollte aber die Bälle flach halten, die Jugendlichen spiegeln schließlich nur die Einstellungen der Gesellschaft wieder und hier dürften deutlich mehr Leute rechte Einstellungen haben. Auch Schäuble hält den Ball flach. Im Gegensatz zu Parteikollegen wie dem nordrhein-westfälischen Innenminister Armin Laschet hat Herr Schäuble nun wirklich gar nichts getan, um die Integration von Ausländern zu unterstützen.

Herr Pfeiffer hingegen ist für zugespitzte Thesen bekannt. Pfeiffer äußert gerne radikale Ansichten zu den schädigenden Wirkungen von Computerspielen. Pfeiffer verpackt seine wissenschaftlichen Studien gerne mediengerecht, die Medien greifen ja bekanntlich solche „wissenschaflichen“ Ergebnisse gerne auf.

Das Problem von Ausländern in Deutschland besteht sicher nicht in rechtsradikalen Jugendlichen. Das Problem besteht darin, Jobs, Arbeitsplätze und gutes Einkommen zu finden.

Das Auge als Kamera

Viele Leute glauben immer noch, Sehen funktioniere wie eine Art Kamera, das Bild, welches auf unsere Netzhaut fällt, werde 1 : 1 ins Gehrin übertragen. Die Wirklichkeit ist faszinierender.

Fest steht bereits seit langem, dass das Gehirn Informationen des Sehens an verschiedenen Stellen verarbeitt. Ein rollender, roter Ball wird in drei Informationen verlegt, für deren Verareitung unterschiedliche Teile des Hirns veantwortlich sind: Bewegung, Farbe, Form.

In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Spektrum der Wissenschaft (Mai 2008, der genannte Artikel ist kostenpflichtig!) beschreiben zwei Forscher ein noch komplexeres System. Demnach werden nicht nur die oben genannten Faktoren voneinander getrennt, es laufen zwölf oder mehr verschiedene Filme ab. Sol heißen, die Nethaut vermag viele Informationen paralell, aber getrennt voneinander aufzunehmen: Schatten, Helligkeit, Umrisse, Bewegungsrichtungen.

Sinn des ganzen könnte sein, dass das Auge sich somit auf verschiedenste Stufen der Helligkeit und der Bewegung adaptieren kann. Vor allem die Billigkameras taugen oft nur – und auch nur bedingt – für verschiedene Lichtzustände. Oftmals können sie kaum adäquat eingestellt werden. Keine Kamera kann ohne Scheinwerfer oder Restlichtverstärker im Dunkeln brauchbar arbeiten.