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Das E-Book als neues Geschäftsmodell

Das E-Book könnte die Katastrophe der Printindustrie bedeuten – oder auch nicht. Auf jeden Fall ist sein Potential größer, als mancher denken mag. Bezahlinhalte könnten endlcih wieder intereesant werden. Warum?

Wer sich den Spaß gönnt, morgens in die Münchner U-Bahn zu steigen, sieht sie sofort. Leute, die ihre din-a-2 große Zeitung im Stehen zu lesen belieben und über jeden meckern, der in der vollen U-Bahn mit ihnen zusammenstößt.

Das E-Book bietet nun die Möglichkeit, die interessanten Teile von Zeitungen jederzeit automatisch herunterzuladen und in Echtzeit anzuzeigen. Print und Online würden wieder verschmelzen.

Zudem fällt der Unsinn weg, dass kaum ein Mensch sich für mehr als zwanzig Prozent seiner Zeitung interessiert und selbst bei bestem Willen sie nicht von vorn bis hinten durchlesen kann.

Man abonniert etwa den Kanal „Lokales“, „Bundespolitik“ und „Sport“ und bezahlt genau für diese Kanäle. Man verzichtet auf „Vermischtes“, „Kultur“ und anderes. das ungelesen im Papierkorb landen würde. Natürlich lassen sich im Artikel problemlos Werbebanner einblenden. Bei höherer Qualität der Endgeräte wären auch kleine Flash-Animationen oder Bilder möglich.

Eine weitere Möglichkeit sind Kurzgeschichten oder Fortsetzungserzählungen. Vor nicht allzu langer Zeit fester Bestandteile in gedruckten Publikationen gibt es diese Elaborate kaum noch. „Der Graf von Monte Christo“ ist als Fortsetzungsroman erschienen.

Das Problem in Deutschland besteht darin, das man problem- und nicht lösungsorientiert denkt. Jene werden das E-Book wirtschaftlich für sich nutzen können, die gute und durchaus bessere Ideen entwickeln als jene, die hier skizziert wurden.