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Auch Kabel Deutschland hat kein Faible für den Datenschutz

Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche und netzpolitik reichte der größte Kabelbetreiber Deutschlands Daten zur Kundenaquise an zweifelhafte Call Center weiter. Die Callcenter-Unternehmen erhielten die Daten in Form von Excel-Dateien, die sie wiederum an weitere Callcenter-Unternehmen weitergeleitet haben, weil sie die Aufträge selbst nicht vollständig abarbeiten konnten. Die Daten kursieren nun im In- und Ausland, Kunden von Kabel Deutschland werden nun mehr belästigt als sonst.

Wenn schon Datenschutzverletzung, dann millionenfach, so scheint die Überzeugung bei Staat und Wirtschaft zu sein. Dabei sollten gerade Unternehmen ein hohes Interesse daran haben, dass ihr größter Schatz, ihre Kundendaten, nur in ihren Händen bleiben.

My own Social Network

Heutzutage ist irgendwie, irgendwo jeder drin, in einem Social Network. Nur wenige scheinen den Schritt zu machen, ihr eigenes Social Network aufzubauen.

Damit ist nicht das eigene Netz an Kontakten gemeint, ein Netz, das bei geringem Datenschutz jeder, zumindest aber der Provider des Netzes einsehen kann. Möchte ich aber, das Person A sieht, dass ich Person B kenne? Und möchte ich auch, dass StudiVZ, welches zu Holtzbrink gehört sieht, wen ich kenne oder wessen Profile ich besuche? Naja, viele wollen das tatsächlich, vielleicht tröpfelt ja ein wenig Ruhm des Anderen auf mich über. „Schau her, wen ich alles kenne“.

Das eigene Social Network ist aber etwas anderes: Jeder, der ein bißchen Webspace und eine Datenbank hat, kann eine Art geschlossenes Internet für sich und seine Kontakte bauen.

Drupal wäre ein Content Management System, mit dem man so etwas gestalten kann. Statt seine Daten für alle – oder zumindest für den Provider sichtbar – auf unbekannten Servern zu lagern, kann man die gesamten Daten auf dem eigenen Webspace lagern. Hält man alle Sicherheitshinweise ein, besteht hier auch nicht die Gefahr, dass es gehackt wird. Vor allem gelangt kein Unbefugter hinein, kein Chef, kein Marketing-Spion, niemand.

Für das Corporate Web 2.0 wäre dies auch interessant: Ein exclusiver Kundenkreis wird eingeladen, in diesem selbst gehosteten Network teilzunehmen. Persönliche Kontakte können gepflegt, Fragen gestellt, Ideen ausgetauscht werden. Ein bessere Art der Kundenbindung und der Vertrauensstärkung ist kaum vorstellbar. Das beste dabei ist, dass Unternehmen und Kunden die volle Kontrolle über die Daten behalten.