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Die neue Bilderkunde II – oder wie ich lernte, die Manipulation zu lieben

Das wort manipulation bedeutet im Englischen schlicht verändern und hat nicht den Beigeschmack von Verfälschung wie im Deutschen. Das bekannte Open-Source-Programm GIMP etwa hat also nicht die primäre Aufgabe, Bilder zu fälschen, sondern sie zu verändern, ebenso Datenmanipulation etwa in Datenbanken lediglich deren Veränderng bedeutet.
Im Gegensatz zu Photoshop sind GIMP und viele andere Tools kostenlos zu haben. Und in jedem Magazin wird erklärt, wie man diese Tools verwendet. Das Computermagazin c´2 erklärte in seiner jetzigen Ausgabe, wie stark Manipulation bereits verbreitet ist und wie Experten dahinter kommen, ob ein bild manipuliert ist oder nicht. Kurioserweise erklärt c´t in seiner nächsten Ausgabe offenbar, wie man selbst Manipulationen vornehmen kann.
Die Technik machts möglich: Pickel oder Speckröllchen werden wegretuschiert, ein kleines Strahlen kommt in die Augen, Fältchen werden entfernt, die Haut verdunkelt die Zähne weißer und dann noch Weichzeichner über die Gesichtshaut, schon sind Poren, Krähenfüße und ähnliche Unschönheiten entfernt.
Was bei Illustrierten Gang und Gäbe ist, macht auch bei anspruchsvolleren Magazinen nicht halt. Die Hochglanzaufnahmen in Wissenschaftsmagazinen sind im realen Leben kaum zu machen, jeder, der ein wenig fotografiert weiß, wie schwierig es ist, einzelne Objekte so gut aufzunehmen. Die Farben werden verstärkt, der Kontrast wird erhöht, Objekte werden – sehr schwierig – von einem Bild in ein anderes transplantiert.
Daß Ganze hat im Privaten noch nicht dieses Niveau erreicht, weil es doch relativ zeitaufwändig ist, soll die Fälschung nicht sofort auffalen: Falsche Schatten, unscharfe Kanten, falsche Beleuchtung usw. sind deutliche Indizien, die einem guten Beobachter selten entgehen.
Zudem ist etwa das Freistellen von Objekten – will man exakt abeiten – sehr zeitaufwändig.