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Linkstabilität – warum man auf die Öffentlich-Rechtlichen nicht mehr verlinken sollte

Ich habe mir neuerdings wieder den Broken Link Checker für WordPress installiert. Von den rund 800 internen und externen Links waren 80 404, also tot. Während ich einige Links fehlerhaft gesetzt hatte – das waren hauptsächlich interne Links zu eigenen Beiträgen, zeichnet sich bei den externen Links eine klare Tendenz ab: Viele Inhalte verschwinden wieder aus dem Netz.

Kurioserweise sind es gerade die großen Plattformen, deren Inhalte depubliziert werden, wie die Fachwelt zu sagen pflegt. Der aktuelle Medienstaatsvertrag verpflichtet die Öffentlich-rechtlichen dazu, bestimmte Inhalte gar nicht, andere nur für eine bestimmte Zeit bereit zu stellen. Das vermindert nur nebenbei drastisch ihre Verlinkungsattraktivität. Viele Inhalte, auf die ich verlinkt hatte, sind mittlerweile offline. Menschen, die Suchmaschinenoptimierung betreiben und ihre Seite allgemein in Schuß halten, haben viel Arbeit damit, diese Links aufzuspüren und zu entlinken.

Andere Webseiten verändern ihre Seitenstruktur. Wenn man wie ich gerne auf die Druckversion verlinkt und selbige durch JavaScript erzeugt wird, gehen bei einem Relaunch ebenfalls die Links verloren. Dabei wird der Druck-Algorithmus geändert. Deswegen sind viele Links 404. Es hat aber seinen Grund, warum ich die Druckversion verlinke: Die Zeit hatte früher und Technology Review bis heute die Angewohnheit, auch kurze Artikel auf zwei oder mehr Seiten zu verteilen.

Die 404-Plage erinnert uns daran, dass das Internet eben doch kein lückenloses Gedächnis hat. Niemand weiß, wie viele Texte, die nur im Web standen täglich verschwinden und die nirgendwo archiviert wurden. Denn es kann durchaus sein, dass einige Texte einfach aus dem netz genommen wurden. Archive.org ist eine nette Geschichte, aber die Jungs könnten – selbst wenn sie wollten – nicht alles speichern. Google tut das zwar – vermutlich – aber die dürfen schon aus urheberrechtlichen Gründen dieses Archiv nicht bereit stellen.

Wir neigen ein wenig dazu, die Informationen, digital gespeichert werden können, für unvergänglich zu halten. Dabei muss jedem klar sein, dass jeden Tag große Mengen an Daten verloren gehen, niemand weiß, wie viele das sind. Bücher verschimmeln in Archiven, einige Archive werden unfreiwillig tiefer gelegt, Magnetbänder zerfallen, auch die CDs und Minidiscs, die so unverwüstlich aussehen, können unlesbar werden.

Komplexe Link-Strukturen – Wikipedia

Die Wikipedia ist lebendiger Ausdruck menschlicher freiwilliger Kooperation. Ganz nebenbei ist sie eine riesige Ansammlung von untereinander verbundenen Artikeln. Die Zahl der internen Links ist dabei extrem hoch. Wir kennen das bereits aus gedruckten Lexika, wo praktisch in jedem Artikel ein halbes Dutzend und mehr Verweise auf andere Artikel enthalten sind.

Schaut man sich diese Artikel an, findet man wiederum weitere Querverweise auf weitere Artikel. Nachdem ich mir überlegt hatte, dass jeder jeden über sechs Ecken kennt und versuchte, das Ganze anschaulich zu machen, möchte ich nun einige Überlegungen zu komplexen Netzwerken ansellen.

Nehmen wir an, wir wollten eine Enzyklopädie komplett durchlesen, aber nicht linear von A bis Z, sondern indem wir bei einem beliebigen Artikel anfangen und alle Artikel durchlesen, auf die er verweist. Danach lesen wir sämtliche Artikel, auf die diese Artikel verwiesen haben. Und immer so fort.

Würden wir das tun, müssten wir früher oder später sämtliche Artikel der Enzyklopädie gelesen haben, natürlich vorausgesetzt, wir hätten die Zeit dafür. Wir interessieren uns hier aber weniger für die Artikel als die Verknüpfungen zwischen ihnen.

In Wikipedia müsste so etwas messbar sein. Nehmen wir an, jeder Artikel würde auf zehn weitere Artikel verweisen. Der Rechnung nach 10 x 10 x 10 x 10 x 10 x10 = 1 000 000, so bleiben wir bei unseren sechs Ecken.

Hier kann der Einwand kommen, dass viele Artikel weniger als zehn Verweise haben oder das Artikel, auf die verwiesen wird, oft die selben Verweise enthalten wie die Artikel, von denen der ursprüngliche Verweis kam.

Hier rettet uns die lexikalische Struktur. Ein Verweis von Miguel Cervantes führt uns zu Spanische Literatur, der uns zu Literatur führt, der uns zu Englische Literatur führt, der uns zu Joseph Conrad führt.

Oder anders: Jeder Artikel verweist auf eine höherrangige Kategorie, die uns wiederum zu den tieferen Verästelungen der Artikel führt.

Ein weiterer Vorteil lexikalischer Struktur besteht darin, dass auch voneinander im Grunde unabhängige Komplexe miteinander verbunden werden. Wie hüpfen wir zum Beispiel von Klimawandel zu Paris Hilton?

Wir könnten zum Beispiel – rein hypothetisch – eine Verknüpfung von Klimawandel zu Michael Crichton ziehen. Crichton hat einen heiß diskutierten Roman als Klimakritik verfasst. Nebenbei hat Crichton viele Romane geschrieben, die verfilmt wurden und war an der Serie „Emergency Room“ beteiligt. Von Emergency Room kommen wir zu Hollywood und von Hollywood dürfte es zumindest über zwei Ecken eine Verbindung zu Paris Hilton geben.

Rechte klauen Hardcore – linke Subkultur gekapert

In Zeiten von Pirate Bay-Prozess und deutschen Piratenfängern übernimmt auch Mosaic die Piraensprache, naja, zumindest ein wenig.

Nun haben die Rechten, wie die taz bemerkt, den Hardcore übernommen, ursprünglich eine Domäne der Linken. Was Einem spontan dazu einfällt ist die Frage … was solls?

Die rechten Glatzköpfe haben ihr scheußliches Äußeres ursprünglich von Punks übernommen. Punks waren die ersten, die ein scheußliches Äußeres als Abgrenzungsmedium institutionalisiert hatten. Die Heavy Metaller machten weiter mit dunklen Klamotten und langen Haaren. Die Rechten übernahmen das ebenfalls. Ganz zu schweigen von den Liberalen.

Rechte sind aber mittlerweile überall zu finden. Die Phantasieszene – dass sind die Leute, die sich kaum komischen Festivals wie Herr-der-Ringe- oder DSA-Figuren kleiden – wimmelt von ihnen. Hier dominieren eher Phantasien über deutsche Mythen wie die Nibelungensaga. Man erinnert sich, Siegfried und die Sache mit dem Drachenblut.

Gothic und Heavy Metal spielen in diese Szene hinein. Die Bösen Onkel haben sich eben nicht vom Saulus zum Paulus gewandelt und sind auch absolut keine Minderheit.

Man reibt sich ein wenig die Augen, wenn Rechte mit Palästina-Tüchern und Che-T-Shirts herumlaufen. Blöd ist auch, dass man die Nazis nicht mehr eindeutig ausmachen kann. Glatt gestriegelt wie junge Liberale fallen sie zwischen den ganzen Anderen – unpolitischen – Buben gar nicht auf. Macht auch nichts, unpolitisch heißt, links – rechts – scheißegal.

Wenn in einer Versamllung von Kapitalismuskritikern ein Mensch aufsteht und die x-te Tirade gegen Israel, das Großkapital, Amerika blablabla ablässt, kann man nicht sagen, ob das ein Rechter oder ein Linker ist. Peinlich für die Linke, die sich nicht sauber distanzieren kann. So wie der ehemalige Junge-Weltler Jürgen Elsässer, dem eine Volksfront vorschwebt.

SEO leicht gemacht III – Verlinkungen

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Verlinkungen machen das Leben leichter. Ein Webbastler, der keine externen Links verwendet, weil er glaubt, seine Nutzer dadurch zu verlieren, hat den Sinn des WWW nicht ganz verstanden.
Auch Linkpartnerschaften oder Linkfarmen machen heute wenig Sinn. Suchmaschinenen sind durchaus in der Lage, eine normale Seite von einer zu unterscheiden, die lediglich auf andere Seiten verrweist. Eine Linksammlung zu einem bestimmten Thema ist durchaus sinnvoll, da sie einen Mehrwert für den Nutzer hat. Linksammlungen werden gerne in die Favoriten aufgenommen und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nutzer zurückkehrt.

Google PageRank

Der Google PageRank bewertet eine Seite auf der Basis von Verlinkungen. Je öfter eine Seite verlinkt ist, desto besser wird sie bewertet. Allerdings werden auch Links unterschiedlich gewertet: Bei einer Seite mit hohem PageRank werden ausgehende Links höher bewertet als externe Links von Seiten, auf die selbst keine Links verweisen.
Wikipedia hat somit eine höhere Autorität als etwa die Seite des lokalen Kanichenzüchtervereins.
Wer allerdings versucht, wild Links auf allen möglichen Seiten zu streuen, wird vermutlich enttäuscht. Wikipedia stattet offenbar alle externen Links mit dem Attribut no-follow aus. Das gibt dem Suchmaschinenbot die Anweisung, diesem Link nicht zu folgen und ihn damit auch nicht zu werten. Zudem wird Linkspam recht flott beseitigt.

Links verteilen

Auch Gästebücher werden nicht gewertet, da sie ebenfalls vollgespamt werden.
Wenn es inhaltlich Sinn macht, darf man dennoch seine Links verteilen. Etwa wenn jemand in einem Forum oder Yahoo ASK nach einer bestimmten Sache frage, die man auf der eigenen Seite bereits beantwortet hat.

Linkwertigkeit

Man kann zudem vermuten, dass nur „echte“ Links gewertet werden. Das heisst, der Text http://www.oliveira-online.net/wordpress/wp-admin/post-new.php
würde nicht gewertet, weil die Suchmaschine nicht erkennen kann oder will, dass es sich um einen Link handelt. Der Link muss anklickbar sein, der Tag a sollte verwendet werden, dass sieht dann so aus: das ist also der Link. Ich empfehle zudem die Verwendung sinnvoller Linknamen, nicht ausgerechnet „Hier klicken“, eher sollte man dem Nutzer klar machen, was ihn erwartet, wenn er den Link anklickt. Linknamen, Alternativtext und Titel spielen ebenfalls eine Rolle, wenn die Suchmaschine den Wert des Links herauszufinden sucht. Wir erinnern usn:
– der Linkname ist das, was der Nutzer als erstes sieht und den er anklicken kann
– der Alternativtext ist in XHTML vorgeschrieben und enthält einer ausführlichere Beschreibung dessen, was sich hinter dem Link verbirgt
– der Titel wird angezeigt, wenn der User mit der Maus über den Link fährt.

Bookmarken erleichtern

Der Nutzerfreundlichkeit wegen sollte man Icons anbieten, die das Favorisieren oder soziale Bookmarken erlauben, etwa bei Mister Wong oder del.icio.us. Man kann natürlich selbst seine eigene Seite als Favoriten dort einstellen, es ist ganz natürlich eine Affinität zur eigenen Site zu haben. Wie viel das bei Suchmaschinen im Endeffekt bringt, lässt sich aber nicht so ohne weiteres sagen. Bietet man aber interessanten Inhalt an und die Möglichkeiten zum einfachen Bookmarken, erhöht man zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher wieder kommt.

Intern versus extern

Ein interner Link verweist auf siteinterne Informationen, ein externer Link führt von der Seite weg. Je stärker eine Seite intern verlinkt ist, desto höher ist ihre Bedeutung. Am stärksten verlinkt sein dürften die Seiten, die in der Navigation stehen: die Startseite, die Kontaktseite usw. Interne Links haben zudem den Vorteil, dass sie auf Seiten verweisen können, die von der Suchmaschine aus irgendeinem Grund nicht gefunden wurden. Zudem sollte man eine Sitemap haben, Google stellt hier für Webmaster entsprechende Tools zur Verfügung.

Sinn der SEO

Schließlich sollte man das eigentliche Ziel der SEO nicht aus den Augen verlieren. Es besteht keineswegs darin, den eigenen Traffic in ungekannte Höhen zu treiben, sondern relvante Personen auf den eigenen rlevanten Content aufmerksam zu machen. Wer hingegen Foren vollspamt oder versucht, Suchmaschinen zu manipulieren, macht sich nicht nur unbeliebt, sondern kann ganz schnell auf einer Blacklist landen,k was im schlimmsten Falle das Ende des eigenen Geschäftes bedeuten kann.

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