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Designen für das Web 2.0 – neue Herausforderungen

Ob Hype oder nicht, wer Web 2.0 einsetzen will, muss neue Maßstäbe im Design setzen. Die klassische Konstellation aus Banner, Navigation und Inhalt muss einer Sidebar Platz machen, die Mitmachfunktionen an prominenter Stelle unterbringt.
Dabei muss die Übersichtlichkeit gewahrt bleiben. Die Hauptnavigation bleibt natürlich das Skelett der Website. Die Web-2.0-Funktionen müssen sich davon optisch deutlich abheben.
Kann man Beiträge schreiben, muss es eine Unternavigation für diese Beiträge geben.
Hat man zudem ein Nutzersystem – das man immer haben sollte, möchte man eine Community aufbauen – müssen auch hier entsprechende Funktionen eingebaut werden.
Schließlich müssen auch die Ergebnisse des Mitmachens deutlich sichtbar werden, Kommentare müssen unterhalb des Kommentierten angezeigt werden und am besten über einenen seiteninternen Link ansteuerbar sein.
Ideal ist hier eine optische Trennung, etwa eien horizontale Hautpnavi und ein vertikales Menü. Oder umgekehrt.
Sinnvoll mag auch eine optische Trennung sein, wobei die Hauptnavi aus Gründen der Nutzerfreundlichkeit immer links oder oben sein sollte. Da sich die 22-Zoll-TFTs allmählich durchsetzen, kann man durchaus „in die Breite“ gehen.
Weniger sinnvoll sind es allerdings, das Ganze über die beliebten Pulldownmenüs von JavaScript zu realisieren. Wer eine Beteiligung möglichst vieler Personen wünscht, muss entsrprechende Funktionen deutlich sichtbar auf dem Eingangsscreen – also ohne scrollen – und auf jeder Seite anbieten.
Beliebt sind auch Beitragslisten, die auf einzelnen Beitragsseiten angezeigt werden. Es ist fast immer eine Top-Tenliste, die angezeigt wird. Ich tendiere eher dazu, eine Zufallsauswahl zu präsentieren. Diese Liste sollte aber, schon aus Platzgründen, nicht im Hauptfenster angezeigt werden, sondern erst durch scrollen sichtbar werden. Alternativ lässt sich auch ein Anker in der Seitennavigation einbauen, der einen direkten Sprung vom Startsreen zu der Liste ermöglicht und zumindest deutlich macht, dass eine solche LIste existiert.

Visionen für das Web 3.0 – lokalisierte Angebote

Wie man in meinen Beiträgen zu Unified Communications sehen kann, wird die einfache Zusammenführung verschiedener Kommunikationskanäle das „nächste große Ding“.

Wird das Surfen mit dem Handy wesentlich bequemer und günstiger, könnten sich lokale Serviceleistungen durchsetzen. Das Navigationssystem bietet schließlich bereits die Möglichkeit, Lokalitäten in der Nachbarschaft aufzuspüren.

Mit der OpenStreetMap wird dies noch wesentlich einfacher. Gekoppelt mit Local Services wird es möglich – wenn jemand das möchte – seinen Standpunkt zu ermitteln und ihm lokale Nachrichten aus der Gegend zu vermitteln, in der sich gerade befindet.

Das können Fahrplan- oder Staumeldungen sein, Veranstaltungstipps, Soft News aller Art.

Oder moderner, er kann z. B. erfahren, ob jemand aus seinem Social Networtk – sei es nun real oder virtuell – sich in seiner Nähe befindet.

Er kann auf lokal orientierte Blogs zugreifen. Besucht er gerade ein bestimmtes Unternehmen, könnte er z. B. auf dessen Blogs zugreifen, um sich ein besseres Bild zu verschaffen oder sich einfach nur zu informieren.

Auf neuen Wegen – Navigieren für Webpiloten

Die Navigation einer Website hat in der Regel eine klare Struktur, sie besteht aus einer Reihe Hauptnavigationspunkten sowie diesen zugeordnete Unternavigationen. Es kommen selten mehr als drei Ebenen zusammen.
Doch jeder kennt das Problem: Eine Information passt in mehrere Schubladen, aber man möchte sie nicht zwei Mal abspeichern oder zuordnen.
Das Web 2.0 liefert im Prinzip die Antwort hierauf: Bei Blogs ist es üblich, Kategorien und Tags zu vergeben. Die Kategorien erfüllen im Prinzip die Aufgaben der Hauptnavigation. Die Tags sind die Unternavigation. Dabei kann jeder Beitrag mehreren Kategorien zugeordnet werden und beliebig viele Tags – also Stichworte – erhalten.
Im Gegensatz zur Volltextsuche erlauben Tags eine sehr viel genauere Suche.

Tags zeigen im Übrigen, wie eine simple Idee – die Vergabe von Schlüsselwörtern – ein ganzes System verändern kann. Würde man in einer Dokumentensammlung mit verschiedenen Formaten und Zehntausenden von Seiten einfach nur Tags vergeben, müsste man nur wenige Minuten suchen, anstatt sämtliche Dokumente Volltext zu indizieren oder sie gar in Echtzeit durchsuchen zu lassen.