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Access News vom 26. August 2010 – Navi ohne GPS

Für Open Source droht neues Ungemach: Oracle verklagt Google wegen der Verwendung von Java in Android. Es war wohl absehbar, dass Oracle das von ihm gekaufte Sun früher oder später wie eine Zitrone auspressen würde: jetzt fragt sich jeder, was nach der Einstellung von Open Solaris als nächstes kommt. Google wird die Klage wenig schaden. Allerdings spielt Java im Open-Source-Bereich eine große Rolle und ziemlich sicher werden auch Zugänglichkeits-Anwendungen betroffen sein. Die Klage verunsichert vor allem die Programmierer, die zuvor auf Java als plattformübergreifende Programmiersprache gesetzt haben. Auch wenn bisherige Programme nicht betroffen sein mögen – als Laie ist das schwer zu sagen – weiß niemand, in welche Richtung Oracle künftig die Lizenzpolitik für Java steuern wird.

Brotkrummen statt GPS

Microsoft hat ein von Sensoren strotzendes Handy vorgestellt, mit dem sich ein Weg exakt zurückverfolgen läßt – ohne GPS. Das Gerät ermittelt die Daten über Luftdruck, Geschwindigkeit und weitere Parameter. Zweifelhaft ist die Tendenz, die Daten über das Internet auf zentralen Servern zu speichern. Es ist eigentlich wahrscheinlich, dass man sich an einem Ort befindet, wo kein GPS, aber Internet vorhanden ist?
Wie dem auch sei: kann man so viel Power in einem Gerät vereinen, dürfte das Gerät auch für die Orientierung Blinder und stark Sehbehinderter interessant werden. Dafür wären vor allem Sensoren interessant, welche die Entfernung bewegter und unbewegter Objekte – Menschen, Autos, Gebäude – ermitteln könnten.

iPad für Autisten

Autisten sind in der Lage, sich über Tablets auszudrücken. Der direkte taktile Kontakt mit der Oberfläche mit dem Gerät und die leichte und intuitive Bedienung erlaubt es auch Menschen mit Lernschwierigkeiten, sich schnell mit dem Computer zurecht zu finden. Das könnte ein sehr interessantes Forschungsfeld für neue Therapieformen werden.