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Wissenschaft im Social Web 2.0 – Blogs

Während Foren auf eine Diskussion ausgerichtet sind, in der grundsätzlich alle gleichberechtigt sind, zielen Blogs eher auf das Ein-Sender-Viele-Empfänger-Prinzip ab.
Ein Blog ist ideal, um kleine Fortschritte und Zwischenergebnisse bekannt zu geben, innerhalb einer Community oder auch öffentlich. Dies ist bei langen Untersuchungen interessant, wo die Teilnehmenden normalerweise bis zum Ende auf dem Trockenen liegen.
Für Psychologen sind Blogs deshalb interessant, um Versuchspersonen zu bekommen und als Multiplikatorfunktion. Normalerweise ist es recht schwierig, VPs zu bekommen. Mit Blogs können auch sie relativ problemlos über die Ergebnisse der Untersuchungen informiert werden, an denen sie teilgenommen haben. Sie werden dann eher bereit sein, anderen von ihren Erfahrungen zu berichten, die dann auch eher bereit sind, sich als Versuchskaninchen zur Verfügung zu stellen.

Die Kommentarfunktion ermöglicht es, Kritik oder Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, Fehler im Ablauf schnell festzustellen und erfüllen somit eine Selbstkontrollfunktion. So etwas ist in der Wissenschaft noch nicht sehr angesehen. Kritik ist das ungeliebte Stiefkind der Wissenschaft, ihre ebenso unbeliebte Schwester ist Selbstkritik.