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SEO – technisch perfekte Seiten liefern

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Für die Suchmaschinenoptimierung ist es wichtig, technisch einwandfreie Seiten auszuliefern. Dazu gehört auch, dass die Seiten schnell angeschaut werden können. Sind die Dateien etwa aufgeblasen oder für HTML eine Spur zu groß, so hat der Crawler guten Grund, die Auslesung abzubrechen.

Fehlerhafte Tags entstehen oft bei handgemachten Seiten: Fehlende Title, nicht geschlossene Tags bei Überschriften oder Absätzen, fehlende Meta Tags können von Browsern zwar korrekt dargestellt werden. Die Suchmaschinenoptimierung scheitert aber natürlich, denn wo kein Title oder eine identifizierbare Überschrift ist, da kann erst gar keine Bewertung vorgenommen werden. Die Seiten werden eher herabgestuft, weil hier offensichtlich jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht hat.

Dabei muss man auch bedenken, dass der Crawler schließlich sehr viele Seiten in sehr Kurzer Zeit anschauen soll bzw. will. Er muss dabei z. B. auch HTML-Befehle und HTML-Kommentare ausfiltern.

Eine einzelne HTML-Seite sollte nicht größer als 200 Kilobyte sein. Besser sind 100 KB maximal. Anfällig hierfür sind vor allem ältere Seiten mit tabellenbasierten Designs, Seiten mit großem Anteil an Inline-CSS und ähnliche Sünden des Webdesign.

Bilder sollten für das Web optimiert sein mit einer Auflösung von 72 dpi und einer vernünftigen Kompression. Sie sollten nicht größer als 100 Kilobyte sein. Ist man der Ansicht, unbedingt größere Bilder in hoher Qualität anbieten zu müssen, so kann man Großansichten optional anbieten, indem man kleinere Versionen in der eigentlichen Website anbietet und erst beim Draufklicken mit dem Hinweis „Größeres Bild“ das entsprechende größere Bild anbietet.

Ein Problem sind dynamische Seiten, die erst beim Besuch aus der Datenbank generiert werden. Bei entsprechendem Traffic kann das lange dauern, wir wissen aber alle, das kaum einer – auch keiner von uns – die Geduld hat, hierauf zu warten.

Zudem verfügt nicht jeder potentielle Besucher über einen Breitbandanschluß. Mobile Geräte z. B. haben öft größere Schwankungen. Möchte man Besucher aus anderen Ländern haben, verstärkt sich das Problem zusätzlich. Jenseits der westlichen Welt gibt es auch in Internet-Cafes nur sehr langsame Anschlüsse.

Die Lösung dynamische Seiten ist ein Cache, der bei entsprechenden CMS-Systemen existiert. Für WordPress gibt es eine eingebaute Cache-Funktion sowie ein Plugin.

Für nichtdynamische Webseiten hat man eventuell die Möglichkeit, die HTTP-Kompression des Servers zu aktivieren. Hierfür muss man allerdings Zugriff auf die Serverkonfiguration haben. Einige Browser scheinen zudem nicht in der Lage zu sein, serverseitig komprimierte Dateien zu entpacken.

Viele kleine Dateien wie etwa GIF-Bildchen auszuliefern beansprucht den Server stärker als die Auslieferung einer einzelnen großen Datei. Hier ließe sich überlegen, ob man etwa mit CSS und browserseitig erzeugten Grafiken wie Listensymbolen besser fährt.

Last not least sollte man die Cache-Funktion für Proxies nicht deaktivieren. Es kann immer mal passieren, dass der Server aus irgendeinem Grund down ist. Deswegen ist es von Vorteil, wenn die Provider eine Version aus dem Cache anbieten können, zumal das oft flotter ist als die aktuelle Version jeweils abzufragen.

Wie man dynamische Seiten mit MySQL optimiert, erfährt man hier. SELFhtml hält ebenfalls einen Text bereit.

Die Tücken der Server-Statistik

Eine Serverstatistik korrekt auszuwerten, ist eine Kunst für sich. Wer hier nicht aufpasst, bekommt leicht einen falschen Eindruck seiner Besucherzahlen und lässt sich von Agenturen blenden, die für eine solche Auswertung beauftragt werden.
Der Server speichert automatisch folgende Daten: IP des Users, Uhrzeit des Zugriffs, Zugriffe des Users. Statistikprogramme wie Webalizer und Analog werten diese Statistiken aus und präsentieren Tabellen und Diagramme.

Über Hits, Visits und Referrers

Der häufigste Fehler, der dem Anfänger passiert, ist die Zahl der Hits mit der Zahl der Besucher oder der real abgefragten Seiten zu verwechseln. Ein Hit bezeichnet tatsächlich die Zahl der Dateien, die vom Server ausgeliefert werden, d. h. inklusive Bilder, Buttons, Hintergrundgrafiken und alle weiteren Elemente. Interessanter ist die Zahl der Visits oder Sessions, sie zeigt an, wie viele Besucher man hatte.
Hier ergibt sich ein weiteres Problem, denn mittlerweile besteht die Hälfte und mehr der Visits aus Suchmaschinenbots von Google, Yahoo, Cuil oder Live.
Das seit Jahren nicht mehr weiter entwickelte Tool Webalizer ist leider nicht in der Lage, diese Anfragen von „echten Menschen“ zu unterscheiden.

Jahresserverstatistik

Hier sieht man die Jahresübersicht meiner Website, erstellt von Webalizer. Grün sind die Hits, rot die Datenmenge, gelb die Visits und orange die Sites.

Man sieht ein wenig die Relationen zwischen Hits und Visits, sowie das Verhältnis von Visits und Sites. Leicht erkannt man den allmählichen, aber stetigen Anstieg der Site im Verlauf der Monate. Der steile Anstieg im Herbst ist hingegen für mich nicht erklärbar.

Länderverteilung

Das Tortendiagramm zeigt sehr anschaulich den Anteil der einzelnen Länder im Monat Dezember. Da meine Site ausschließlich deutsche Texte enthält, ist auch der Hauptanteil aus deutschsprachigen Ländern.

Verteilung übern den Tag

Das Stundendiagramm zeigt, wann am meisten gesurft wurde. Wie zu erwarten, surfen die meisten am Nachmittag oder frühen Abend.