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SpOff weiß, warum deutsche Blogger keine Bedeutung haben

Der Spiegel Offline erscheint ähnlich wie der FOCUS OFFLINE als schmale Ausgabe für die Sommerpause. Auch die Offline-Welt hat offenbar Wind avon bekommen, dass Blogs enorm gehypt wurden und viele der Erwartungen nicht erfüllen.
SpOff zitiert dann Stefan Niggemeyer, den sie just zuvor kritisiert haben. Niggemeyer weißt auf die mangelnde Streitlust in D. hin. Don Alphonso kritisiert die mangelnde Professionalität deutscher Blog, die scharfe Themen vermieden und sie kompetent gar nicht behandeln könnten.
Das alles ist im Grunde richtig: Deutsche Blogger recyceln nur oder leen von den FEhlern anderer. Sie müssen kritischer, angriffslustiger, kreativer und intelligenter werden. Aber das haben wir auch ohne SpOff schon gewusst.

Ying und Yang – oder wie eines zum anderen führt

Der Buddhismus hat in seiner lahmsten und weichgespültesten Form ein „Anything goes“ als Motto. Jeder kann sich als Buddhist bezeichnen, ohne auch nur ein Stückchen seines Lebens zu verändern.

Der Dalai Lama ist der elquenteste bekannte Vertreter des Buddhismus inDeutschland. Die tibetische Schule, die er vertrit, ist bei seinen Fans weitgehend unbekannt, er verrät auch in seinen zahlreichen populären büchern nichts darüber.

Der Buddhismus hat aber einige Grundaussagen, die für sich sprechen können und auch mit dem rationalen Verstand erfassbar sind. Ich glaube noch immer fest daran, dass es gut ist, auch kleine Gesten der Höflichkeit und Nettigkeit zu erweisen. Andern die Türe aufhalten, Platz für einen Kinderwagen machen, andere Leute im Supermarkt vorzulassen. Das kostet meistens nichts, andererseits erwarten wir oft von anderen, dass sie uns einen solchen Dienst erweisen, ohne das wir das für sie tun würden.

Und darin steckt die ganze Wahrheit buddhistischen Denkens, ohne dass wir uns deswegen als Buddhisten bezeichnen sollten oder könnten. Man ist immer ein Spiegel des Anderen.