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Behinderung spielend vermitteln

Spielkarten
Ein spannendes Thema zur Vermittlung von Behinderung und Barrieren sind Computerspiele bzw. Mechanismen aus Spielen. Sie haben mittlerweile fast überall Einzug gehalten, z.B. bekommt man bei einigen eLearning-Programmen Punkte für jede Lektion, so bei der CodeAcademy oder bei TechChange. Bei FourSquare kann man Bürgermeister von irgendwas werden, wenn man sich oft genug dort einloggt. Dass ich heute ganz passabel Englisch lesen kann verdanke ich weniger der Schule und meinen Irland-Urlauben als dem Lexikon aus Sid Meiers Civilisation I, dass ich damals auf Englisch gespielt habe.

Das Problem mit den heutigen Methoden der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit besteht darin, dass sie weitgehend ausgeschöpft sind. Plakatkampagnen, Internet-Kampagnen und Aufforderungen, dieses und jenes zu liken oder zu retweeten sind heute so penetrant wie klassische Werbung. Es gibt nicht nur eine Ad Avoidance, sondern auch eine Kampagnen-Avoidance. Man muss neue Methoden finden, um andere Menschen zu überzeugen. Und Spiele könnten ein solcher neuer Ansatz sein. Weiterlesen: Behinderung spielerisch vermitteln

Es gibt ein Spiel, in dem ein acht-jähriges Mädchen mit Autismus die Protagonistin ist. Ich habe das nicht in den Artikel aufgenommen, weil das wohl zu makaber wäre, hier gibt es einen englischen Artikel dazu. Auf Kickstarter gibt es ein Spiel mit einem blinden Helden.

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, um Behinderung und Barrierefreiheit spielerisch zu vermitteln, ohne Computer versteht sich. Solche Initiativen werden oft kritisch gesehen, aber es geht eher um Sensibilisierung als um eine Transformation. Zehn Minuten Augenbinde können nicht vermitteln, was Blindheit bedeutet, aber darum geht es auch nicht. Es geht darum, dass sich die Menschen überhaupt damit beschäftigen, wodurch schon ein kleiner Bewusstseinswandel entstehen kann. Ich habe einige spielerische Ansätze gesammelt.