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Access News vom 29. Juli 2010 – stumme Spracheingabe

Futurezone stellt eine Technik vor, in der Computer über lautloses Sprechen gesteuert werden können. Das Interface arbeitet über Impulse der Muskulatur, das nennt sich Elektromyographie. Diese Impulse werden zu den entsprechenden Lauten umgerechnet. Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen, hat aber nach der Forscherin Tanja Schulz hohes Potential:

Schultz: Eine der Möglichkeiten ist, Menschen, die krankheitsbedingt nicht mehr sprechen können, eine Stimme zu geben, beispielsweise Kehlkopfkrebspatienten und Menschen, die Probleme mit ihren Stimmbändern haben. Wenn man das Signal über die Muskelaktivität abgreift, kann man ihnen über die lautlose Spracherkennung und anschließende Sprachsynthese die Sprache zurückgeben. Das ist ein großes Anwendungsfeld.

Eine weitere Anwendung bietet die Verbindung von Spracherkennung und Sprachübersetzung. Formuliert man lautlos einen Satz in seiner Muttersprache, erkennt
ihn das System und übersetzt ihn in eine andere Sprache. So könnte man mühelos eine Fremdsprache sprechen, ohne sie zu beherrschen. Quelle

W3C testet mit einem Klick

Das W3C bietet jetzt alle seine Validierungsdienste aus einer Hand an. Damit lassen sich in einem Schritt HTML, CSS, eine mobile Version und der RSS-Feed auf einmal testen. Die einzelnen Validatoren stehen aber weiterhin zur Verfügung.

224 Websites wollen eine BIENE

Zugänglichkeit könnte doch noch ein Mainstream-Thema werden: 118 der 224 eingereichten Websites stammen aus der freien Wirtschaft, also von Einrichtungen, die nicht zur Barrierefreiheit verpflichtet sind.

Dies und das

Nach Hyperkontext verarbeiten nur Screenreader Sprachauszeichnungen. Ich hatte in einem Beitrag geschrieben, dass ich Sprachauszeichnung für überflüssig halte, was allerdings meine persönliche Meinung ist und nicht repräsentativ sein muss.
Die FAZ schwärmt für eine Spracherkennungsapp für iPad und iPhone. Anbieter ist Nuance, der Entwickler von Dragon NaturallySpeaking für den PC. Das könnte vor allem für Menschen interessant sein, die Probleme mit der Touchscreen-Eingabe haben. Wenn die Geräte einmal leistungsfähiger sein werden, dürfte das der erste Schritt zur Sprachsteuerung werden, was für viele Menschen mit motorischen oder anderen körperlichen Einschränkungen interessant werden könnte.