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Der Mythos Selfmade-Man

Der Manager als Superstar, so etwas gibt es in Deutschland nicht. Es gibt die großen Erfinder und Entwickler, die historisch bedeutsam sind: davon zeugen bis heute Firmen wie Siemens, Mercedes oder Porsche. Doch kein einziger deutscher Manager – vielleicht abgesehen von Wendelin Wiedeking oder Josef Ackermann, genießt dermaßen hohes Ansehen wie einige amerikanische Persönlichkeiten.

Die erste Generation der Computerenthusiasten bieten dafür gute Beispiele. Bill Gates wird in Europa gerne verachtet, in den USA ist er ein Star. Er hat aus soliden Grundlagen ein weltweit erfolgreiches Monopol geschaffen und mehr Geld verdient, als ganze Bundesstaaten jemals einnehmen.

Ein besseres Beispiel ist Steve Jobs.

Dieses Video zeigt sehr deutlich, woher dieser Mythos rührt und wie suggestiv die Wirkung von Jobs ist.
Er hat mit seinem Kollegen Steven Wozniac die Kultfirma Apple aufgebaut. Er ist aus seinem eigenen Unternehmen geworfen worden und hat eine neue Firma – Pixar – aus dem Boden gestampft, die einige der erfolgreichsten Animationsfilme der Welt produziert hat. Er hat den Krebs besiegt. Und wie lautet seine Botschaft?

Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.

Die erste Garde der Computer-Gurus verkörpert den amerikanischen Traum. Auch wenn sie keine Tellerwäscher waren, sondern aus durchaus gutem Hause kamen, haben sie großen Erfolg gehabt, den ihnen wohl niemand vorher zugetraut hätte. Zudem sind sie charismatische Figuren mit einem Talent dazu, die Massen zu fesseln und zu faszinieren. Ob Gates und Jobs den Kampf der Titanen – Bad Guy vs. Good Guy, Goliath gegen David – genossen haben?